Archiv der Kategorie 'Literatur'

Rettet den Bindestrich!

Sonntag, den 23. März 2014

Werbung für Gold. Da steht die Web-Adresse, und eine Stimme sagt: »Degussa minus Goldhandel-De-E.« Was ist Degussa ohne seinen Goldhandel? Nichts. Degussa ist Goldhandel. Was wäre meine Sparkasse »minus Staufen minus Breisach«? Eine Bank ohne Heimat, ohne Sitz. Ich weiß nicht, wie es zu diesem Schwachsinn kam.

Das Licht über Posillipo

Donnerstag, den 20. März 2014

Gleich ist Frühling, und so beschließt manipogo seine Márai-Trilogie mit einem Auszug aus dem Buch Land, Land, damit man auch erfährt, wie der große Ungar schreibt. Er kam nach Italien, und: »Da atmete ich auf. Alles war hier vertraut, menschlicher und aufrichtiger als in der Schweiz …« Schließlich erreichte er Neapel. Denn da war das […]

Sándor Márai

Dienstag, den 18. März 2014

Der 18. März war der Tag des Sándor, also auch Namenstag des ungarischen Autors Sándor Márai, der deshalb Freunde zu einem bescheidenen Mahl in sein Haus nach Buda einlud, dem Stadtteil, der mit Pest Budapest ausmacht. Das Jahr war 1944. Als er seine Gäste hinausbegleitete, kam ein Anruf, und Márai hörte: »Heute Nacht haben die […]

Das Zitat

Mittwoch, den 12. März 2014

Ausführlich hatte ich aus Moderne Leiden von Edward Shorter zitiert, dem 1941 geborenen kanadischen Medizinhistoriker. Nun weiß ich, wie spannend  Medizingeschichte sein kann. Zum Abschluss nun den Beitrag, den ich als Anfangsbeirag gedacht hatte, und es geht um das Zitat, das ich, wie man weiß, ausgiebig einsetze, und irgendwie kann ich nicht anders.

Honigkuss

Montag, den 3. März 2014

Vergangenen Sommer hatte ich über den unendlichen Orgasmus geschrieben, Islam im Paradies aus Männersicht, und nun muss ich natürlich auch über das Buch Honigkuss von Salwa Al Naimi referieren, das 2008 auf Deutsch erschienen ist und Sexualität in weltlicher Sicht bietet, aus weiblicher Sicht, aber dann … zieht sie uns den Zauberteppich weg und lässt […]

Der zehnte Mann

Donnerstag, den 27. Februar 2014

Ein Tag Ende Januar (schon wieder einen Monat her) fing mit der Lektüre des kleinen Texts Der zehnte Mann von Graham Greene an und endete mit dem Film Blue Jasmine von Woody Allen im Kino. Zwei traurige Dinger, du meine Güte! Es sind gerade die melancholischen Leute wie ich, die dann immer sagen, sie würden gerne […]

Die kleinen Dinge

Mittwoch, den 26. Februar 2014

Im Antiquariat »Lesen und Hören« in Landsberg am Lech schnappte ich mir neben mehreren Büchern den Roman Der Gott der kleinen Dinge von Arundhati Roy (1997). Der Titel war mir bekannt; es war ein großer Erfolg damals. Das Buch spielt in Indien, wo Giovanna kürzlich war, und so fing ich zu lesen an.

Alice Munro

Dienstag, den 25. Februar 2014

Dieser Monat endet bei manipogo mit Rezensionen. Vor zwei, drei Jahren hatte mir Rolf Hannes schon von den Erzählungen der Alice Munro vorgeschwärmt, ich fand sie großartig, und vergangenen Herbst bekam sie den Literatur-Nobelpreis. Gerade vertiefte ich mich in die 14 Erzählungen ihres neuesten Bandes, Liebes Leben, und dachte mir: Das muss man gut betrachten.

Die Mitläufer

Montag, den 24. Februar 2014

So wäre es gegangen, denke ich mir: Die Mitläufer. Oder? Nein, doch nicht. Das Buch heißt auf Englisch Someone to Run With, und wegen dieses »magischen« Titels entlieh ich es. Der Hanser-Verlag verkauft ihn als Jugendbuch, und da heißt es Wohin du mich führst. Na ja, Jemand, mit dem man laufen kann klänge wohl etwas […]

Cori

Samstag, den 1. Februar 2014

Helmut fand, ich hätte Alfred Andersch etwas schnöde und oberflächlich behandelt. Er sei ein facettenreicher Schriftsteller gewesen. Da hat er schon recht. Da Andersch in drei Tagen seinen 100. Geburtstag hat, will ich ihm Genugtuung widerfahren und ihn zu Wort kommen lassen: Aus einem römischen Winter, passend zur Jahreszeit.