Archiv der Kategorie 'Literatur'

Deutsche Gastwirte

Donnerstag, den 6. Dezember 2012

Ich will bis Ende nächster Woche mein Radsport-Buch von 2006 erweitert und aktualisiert haben. Ganz stolz bin ich auf eine Passage des alten Hemingway über das Radfahren, erschienen posthum in Islands in the Stream: Wie schön es ist, in der Dämmerung mit dem Renner nach Paris einzufahren, an den Champs-Élysées entlang. Hemingway war auch einmal im Schwarzwald.

Die Wolken

Mittwoch, den 5. Dezember 2012

Meine geschätzte Ex-Partnerin Giovanna hat sich, wie man nun weiß, zwei Wochen in Mexiko aufgehalten und schöne Bilder mitgebracht. Ich finde ja die Bläue des Himmels so bestechend und die Wolken, ja, die Wolken finde ich außerordentlich. Aber vielleicht hat man oft das Gefühl, dass die Wolken in anderen Ländern schöner sind als im eigenen.

Die Klinge aus Licht

Donnerstag, den 22. November 2012

Ein Lichtblitz aus heiterem Himmel blendet Commissario Salvo Montalbano — und später wird er wissen, woher diese »Klinge aus Licht« kam und was die Folgen waren. Una lama di luce (die besagte Klinge) heißt der neueste Roman von Andrea Camilleri aus der Montalbano-Reihe, im Mai veröffentlicht. Ich musste mich bremsen und habe mir die Lektüre […]

Buchstabensuppe

Mittwoch, den 17. Oktober 2012

Als wir Kinder waren, gab es manchmal Buchstabensuppe. Das war eine Bouillon mit Teigwaren in Form von Buchstaben. Dann gab es — und gibt es immer noch — das »Russisch Brot«, größere, fest gebackene Buchstaben, die so schön nach Weihnachtsleckerei schmecken. Immer wieder haben wir Wörter aus ihnen gebildet, natürlich am liebsten den eigenen Namen.

Das Geld und die Wörter

Freitag, den 12. Oktober 2012

Kürzlich saß ich bei meinem Bankberater, den ich schon länger kenne als die einzige langjährige Partnerin meines Lebens. Auf einem Blatt Papier waren meine Geldanlagen aufgeführt, nicht die eines reichen Mannes, aber dennoch irgendwie imposant, diese Mischung aus Aktien, Fonds, Riester und Bausparkasse und wer weiß was. Ich dachte mir: Das ist ja ein interaktives […]

Wie es zu manipogo kam

Montag, den 8. Oktober 2012

Erst wollte ich jetzt am 8. über den zweiten manipogo-Monat schreiben, aber dann … hielt ich es für öde. Nach guten Phasen kommt wieder eine Dürre; was man für Abonnenten hält, sind ja doch nur seltene Zaungäste. Darum will ich lieber kurz erzählen, wie es zu manipogo kam, diesem seltsamen Namen, auch wenn der erste Beitrag bereits […]

Worte des Roten Mannes

Samstag, den 6. Oktober 2012

Ich war noch nicht lange im badischen Süden, da nahm mich mein Schwager Leo nach Freiburg zu einem Film mit: Der mit dem Wolf tanzt mit Kevin Costner. Das war 1991, man erinnerte sich der Indianer. Ich hatte immer ein Indianer sein wollen, ein standhaft Untergehender, und ich verschlang den Lederstrumpf von James Fenimore Cooper und […]

Die schlafenden Schönen

Donnerstag, den 27. September 2012

Ein wunderbares, ganz und gar ungewöhnliches Buch von Yasunari Kawabata ist Die schlafenden Schönen. In einem Etablissement dürfen alte Männer gegen Bezahlung schlafende junge Mädchen betrachten; anschauen ist erlaubt, ja, aber nicht berühren. Das ist überirdisch schön geschildert.

Schönheit und Trauer

Mittwoch, den 26. September 2012

Tina Stadlmayer hat in den 1990-er Jahren in Tokio als Korrespondentin für deutsche Tageszeitungen gearbeitet. Sie lebt in Hamburg. In ihrem Bücherregal stehen viele Werke japanischer Autoren; ich griff mir Schönheit und Trauer heraus, das letzte Buch des ersten Literatur-Nobelpreisträgers (1968) seines Landes: Yasunari Kawabata (Japaner nennen ihn mit dem Nachnamen zuerst: Kawabata Yasunari).

Die Bürger-Bibliothek von 1422

Dienstag, den 25. September 2012

Was sind schon 20 Jahre! Exakt vor 600 Jahren gab Pfarrer Johann von Ember in Braunschweig den Auftrag, ein Bibliotheksgebäude zu bauen. Es ist das älteste in Deutschland, und die »Liberei« war ab 1422 eine der ersten Bürger-Bibliotheken Europas − noch vor Gutenbergs Erfindung des Buchdrucks (1454). Die Liberei steht noch heute und kann angeblich besichtigt […]