Archiv der Kategorie 'Literatur'

Maupassant zu Ehren

Montag, den 9. November 2020

Die Contes da la bécasse sind wunderbar wie alles von Guy de Maupassant (1850-1893), und nach der »Verrückten« will ich bei ihnen verweilen, diesen Erzählungen (contes) auf der Schnepfenjagd. Es sind 17 an der Zahl, und ich habe erst die Hälfte von ihnen gelesen. Da liegt also noch etwas Schönes vor mir. Doch man muss […]

Staub

Freitag, den 6. November 2020

Isaac Bashevis Singer (1902-1991) habe ich erwähnt, er schrieb über die Ostjuden im Vorkriegspolen und die Juden im Nachkriegs-Amerika. In einem Beitrag habe ich das Erotische und Burleske hervorgehoben, doch man kann alles auch anders sehen. Der Kabbalist vom East Broadway zeigt das Leben, wie es ist: Man macht herum und verwirklicht sich, und einmal […]

Octavio Paz über den Tod

Sonntag, den 1. November 2020

Zu Beginn des Totenmonats November einige Einlassungen des mexikanischen Nobelpreisträgers Octavio Paz über den Tod. Sie stammen aus seinem Buch Laberinto de la Soledad, das auch 70 Jahre nach Erscheinen nicht an Aktualität eingebüßt hat. Der betreffende Abschnitt im Buch heißt Todo santos, día de muertos, aber gerade die mexikanische Feier der Verstorbenen ersparen wir […]

Am Turme

Sonntag, den 25. Oktober 2020

Annette von Droste-Hülshoff (1797-1848) kam bei manipogo noch gar nicht vor. Das ist ein Versäumnis. Doch die adelige Dame hat meistenteils lange Balladen geschrieben, die sich zur Veröffentlichung nicht so eignen. Gar sschaurig ist’s, übers Moor zu gehen: Das kennt man. Überhaupt erzählt sie viele schauerliche Geschichten; gothic lag im Trend. Doch heute: Annette als […]

Oktober (2)

Mittwoch, den 21. Oktober 2020

Ich suchte Oktober auf manipogo und fand in einem sieben Jahre alten Artikel die Behauptung, dass ich Max Frisch mit einer schönen Oktober-Passage zu oft zitiere. Wo denn? Im Geiste vielleicht, vor mir selber. Darum jetzt dm Auszug aus einem Roman des Schweizer Autors, der darin alles gibt, um der Natur und dem Leben gerecht […]

Zerschmelzend

Montag, den 19. Oktober 2020

»… an ihm zerschmelzend ohne Rest.« Nun muss es doch noch ein Fussenegger-Zitat sein, weil sie so toll Spaziergänge schildern kann und die süßen Folgen. Das Folgende ist freilich Männerphantasie, ich gebe es zu, doch da eine Frau sie schrieb, kann man sie zulassen. Der männliche Protagonist heißt Zeman, wobei wir an den Prager Zdenek […]

Stella und Christian

Mittwoch, den 7. Oktober 2020

Stella, was für ein schöner Name: der Stern auf Italienisch. Stella Petersen ist wunderhübsch, sportlich und Englischlehrerin. Sie und ihr Schüler Christian finden in Siegfried Lenz‘ Novelle Schweigeminute zusammen, die ich vor kurzem las. Sie ist von 2008 und also ein Spätwerk des großen Erzählers Lenz, der heute vor sechs Jahren gestorben ist, 88 Jahre […]

Die Stadt Arras, um 1460

Samstag, den 3. Oktober 2020

Heute ist der Tag der deutschen Einheit. Dazu möchte auch manipogo etwas sagen. Das übernimmt Adrzej Szczypiorski mit seinem Buch Eine Messe für die Stadt Arras, das bereits 1971 erschien. Wikipedia hat einen Eintrag dazu, der jedoch, wie ich finde, mehr verschleiert als er aussagt, denn das Buch ist klar: Da wird etwas so versteckt, […]

Harry Heine (6): Anno 1839

Donnerstag, den 24. September 2020

Das Gedicht Anno 1829 kam in einem Heine-Beitrag schon vor; das nachfolgende, Anno 1839, noch nicht. Es ist eine witzige Gegenüberstellung von Frankreich und Deutschland und auch eine Charakteristik unseres Volkes. Viel ändert sich da nicht, auch in fast 200 Jahren nicht. Überprüfen wir selbst unsere Erfahrungen!

Harry Heine (5): Don Ramiro

Mittwoch, den 23. September 2020

Ich nehme eine Serie mit Gedichten von Heinrich Heine (1797-1856) wieder auf … und plötzlich merke ich, dass er ziemlich genau 100 Jahre vor Bertolt Brecht (1898-1956) lebte: Geburt und Tod liegen ähnlich. Darf man die beiden die größten deutschen Lyriker der Neuzeit nennen? Wir müssten Joseph von Eichendorff dazunehmen (er starb 1857). Heute von […]