Archiv der Kategorie 'Reisen'

Rohrohrzucker aus Kuba

Sonntag, den 26. März 2017

Ich wollte die leere Zuckertüte gerade wegwerfen, da fiel mein Blick auf den Text der Rückseite. »Wir haben von den Prämienzahlungen  Arbeitskleidung kaufen können und Fahrräder angeschafft, um die langen Wege zu den Feldern zu verkürzen«, sagt da der Präsident der kubanischen Kooperative Pita. Ich helfe mit!

Formvollendet

Mittwoch, den 22. März 2017

Der »Baum des Lebens« der Kabbala zeichnet über zehn Stationen den Weg des Geistes hinab in die Materie nach, in die Verwirklichung; und dann auch, umgekehrt, den Weg der Seele empor zum Geist. Energie braucht Form, damit sie Information wird. Meine Reise nach Frankreich war glücklich, weil sie formvollendet war.

Pont St. Esprit

Donnerstag, den 16. März 2017

Pont St. Esprit heißt Brücke des Heiligen Geistes und wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaut. Sie gab dem Ort an der Rhône 100 Kilometer südlich von Lyon seinen Namen, und dieser Name faszinierte mich. Da musste ich hin, zumal da auch die Ardèche-Schlucht beginnt, was schöne Rennradtouren versprach.   

Große Freiheit T 2

Mittwoch, den 22. Februar 2017

Alte Autos, vornehmlich Volvos, machen manchmal manipogo unsicher.  Kann ich erklären. Als Radfahrer verabscheue ich zwar Autoverkehr, und die riesigen Fahrzeuge, die heute bewegt werden, halte ich für obszön. Aber das Auto hatte früher Seele und Bedeutung. Es war noch nicht veralltäglicht und gemein wie heute.     

Vom Gehen im Schnee

Montag, den 23. Januar 2017

Wir müssen im Winter nicht draußen campieren – außer man ist ein armer Flüchtling im Zelt in Griechenland, das auch kalt sein kann. Aber an extrem lange und kräftezehrende Wanderungen erinnere ich mich, nur waren sie selten geplant, und wenn’s vorbei war, dachte man gern an sie zurück.

Zwei alte Frauen

Samstag, den 21. Januar 2017

Neben dem Fahrradständer vor dem Heim, in dem meine Mutter lebt, steht ein Regal mit den üblichen abgelegten Büchern. Da holte ich mir den dünnen Band Zwei alte Frauen heraus, eine Indianerlegende von Velma Wallis, die 1960 als eines von dreizehn Kindern einer Ahtabaska-Familie am Fluss Yukon im kalten Alaska aufwuchs.

Im Bodensee

Donnerstag, den 19. Januar 2017

Lindau im Bodensee, heißt es korrekt, weil es aus zwei Teilen besteht: der Insel und dem Stadtgebiet auf dem »Festland«, wo – im Stadtteil Reutin – am 20. Januar vor 90 Jahren mein Vater geboren wurde. Das nehmen wir zum Anlass für einen kleinen Beitrag.

Städte, nachts

Dienstag, den 27. Dezember 2016

Bilder von nächtlichen Szenen sind schwer zu finden. Städte, vor allem nachts, sind faszinierend. Sie werden geschmückt, weil es der Mensch schön haben will. So werden die Gassen, Straßen und Plätze zu einem Innenraum, in dem man mit anderen vereint ist. Über die Nacht im Mittelalter hatte ich im November mich verbreitet. Ich mag’s aber […]

Rom, klaustrophobisch

Samstag, den 29. Oktober 2016

Tourist sein heißt, die Unterschiede zum eigenen Land, die man wahrnimmt, einzuschlürfen und dahinzuschlurfen, den audio guide am Ohr, in dessen Informationen man ertrinkt. Schön aber, einen kundigen und kritischen Führer aufzuspüren wie Julien Gracq in seinem Buch Autour des sept collines.

Bericht über eine Konferenz

Samstag, den 21. Mai 2016

Wochenlang hatte mich dieser Vortrag bei der Konferenz Heilendes Bewusstsein beschäftigt, und nun muss ich das noch auf manipogo abschließen. Mein Hirn ist wieder frei, und ich kann mich einem Roman, einer Übersetzung, der arabischen Sprache und weiteren Recherchen widmen.