Archiv der Kategorie 'Feuilleton'

Kollektiver Irrsinn

Freitag, den 11. Oktober 2013

Viele schreiben derzeit über Italiens Niedergang, über das Land, das angeblich einmal so schön war und nun irgendwie zugrundegewirtschaftet ist. Als meinen Beitrag dazu die Übersetzung eines Artikels auf dem Blog Mammifero Bipede von Marco Pierfranceschi, einem guten Bekannten, der in Rom lebt. Titel: Follia collectiva. Wie sich der Italiener im Verkehr bewegt, so bewegt […]

Beim Abendessen

Dienstag, den 1. Oktober 2013

Wenn ich mit Rad und Zelt unterwegs bin, habe ich keinen Gaskocher dabei. Ich gehe abends in ein Lokal. Angekommen am Campingplatz, wird geduscht, die Jeans angezogen, und dann geht es zum Essen. Es kann auch Kebab sein. Der Hunger treibt mich hinaus – und hinein ins Leben.

Herz & Schmerz

Dienstag, den 27. August 2013

Pain & Gain heißt eigentlich Schmerz & Gewinn, und in der Gratiszeitung 20 Minuten fand ich in der Schweiz diese Werbung für einen neuen Film, und in diesem Mini-Plakat steckt konzentriert alles drin, was Hollywood ist: reaktionärer Dreck voller Gewalt und Kampf und Sieg. Irgendwie auch genial: weiß und schwarz, Leid und Sieg und als […]

Der Leiter

Freitag, den 23. August 2013

Noch eine Anmerkung zu Frankreich. Die Franzosen sind scharfe Denker, und ihre Philosophie (und Soziologie, Ethnologie) ist unerreicht, finde ich. Meine Favoriten: Lévy-Strauss, Barthes, Merleau-Ponty und von früher Diderot und Voltaire. Vor ein paar Tagen hatte ich plötzlich aus meinem Regal Membres Fantômes (des corps musicien) in der Hand, Autor Peter Szendy, 2001. Erschienen bei den […]

Bestandsaufnahme

Sonntag, den 18. August 2013

Man kommt nach einer Woche wieder zurück, schon liegen zwei neue Karten unterschriftsbereit da, Visa und die Bahn-Card 25. Nanu; ja, ich hatte vergessen, sie zu kündigen, wird automatisch verlängert. Du klebst als Abonnent überall fest. Plötzlich hatte ich das Gefühl, von Sparkasse, Deutscher Bahn, Telekom und AOK eingekreist zu sein.

Wolken ziehen vorbei

Samstag, den 17. August 2013

Wolken ziehen vorbei, so hieß ein Film von Aki Kaurismäki, der mein Jahrgang ist. Kürzlich waren bei Nachbarn Finnen zu Gast, aber wir kennen ja nur Nurmi, Sillanpää und eben Kaurismäki, immerhin. – Ich schaute vergangenen Sonntag hinaus, und da zog keine Wolke vorbei, sondern eine stand da. Bedeutet das was?

Kreativität

Donnerstag, den 8. August 2013

Vladimir Nabokov hat gerne Interviews gegeben. Da flatterte mir aus einem Buch ein Zeitungsausschnitt der Neuen Zürcher Zeitung entgegen, in dem es um zwei Nabokov-Interviews von 1961 und 1964 ging. Der Meister sprach auch über Kreativität.

Einstein, der Indianer

Dienstag, den 30. Juli 2013

Albert Einstein mochte die Indianer. 1931 besuchten er und seine Frau Elsa ein Reservat, und die Indianer nannten Einstein ihren »großen Verwandten«. 1940 wurde er vom Hopi-Stamm sogar zum Ehrenhäuptling ernannt. Auf manipogo gab es schon einige Beiträge über die Indianer, zuletzt den Besuch in einem Zürcher Museum. Ich bin ja ein heimlicher Indianer, am […]

Promis

Dienstag, den 23. Juli 2013

Ich habe über den Big Brother geschrieben. Vornehmlich gehen ja Leute in den Container oder in den Dschungel, die aus dem Lichtkegel der Öffentlichkeit verschwunden sind und gerne wieder Promis der A-Klasse werden möchten. Dazu die Frage: Seit wann gibt es prominente Leute oder Promis?

Der Zuschauer

Montag, den 22. Juli 2013

Gestern, an dem heißen Sonntag, fuhr ich mit dem Rad nach Grunern. Dort spielte wie jeden Sonntag um 14 Uhr mein Neffe Steffen mit einem Dutzend Freunden Fußball, also calcetto, wie das in Italien heißt. Ich war der einzige Zuschauer und wollte nicht mitspielen; später war ich kurzzeitig Torwart und ließ einen Ball durch, aber […]