Archiv der Kategorie 'Feuilleton'

Kein Fußball mehr

Dienstag, den 15. Juli 2014

Jetzt gibt es keinen Fußball mehr. Schade eigentlich, es hätte ewig so weitergehen können. Warum nicht? Man arbeitet ein wenig und denkt sich: Schau ich doch mal in die zweite Halbzeit Elfenbeinküste gegen die Ukraine rein. Alle zwei Tage ein Spiel, dann Entscheidungsspiele, ein Finale … aber nein, wieder vier Jahre warten. Darum ein künstlerischer […]

Ungarn 1999

Montag, den 23. Juni 2014

Unser Treffen der Freunde alter Räder ist in Ungarn und beginnt bald. Ich bin nun doch nicht dorthin unterwegs, wie ich wollte, da diverse Dinge mich davon abhielten, und so liest man hier etwas über Ungarn!

Wir. Dienen. Deutschland.

Mittwoch, den 18. Juni 2014

Da kam an Winnies Bikeshop in Müllheim ein Fahrzeug der Deutschen Bundeswehr vorüber, und auf ihm stand der Slogan (oder: das Logo) der deutschen Soldatenschaft: Wir. Dienen. Deutschland. Man muss befürchten, dass das ernst gemeint ist.

Zitate aus dem Zwiebelfisch

Montag, den 16. Juni 2014

Die Fußball-WM in Brasilien wirkt sich auch auf manipogo aus. Es wird darum einige schöne Fußball-Beiträge geben. Kürzlich entdeckte ich die Freiburger Zeitschrift Zwiebelfisch, in der ich für das Heft Nachspiel (2007) einen Beitrag verfasst hatte.  Oben rechts auf jeder Seite stand je ein Zitat, und was für große Worte!

Zäsuren

Donnerstag, den 5. Juni 2014

Vor einiger Zeit dachte ich mir, man müsste ein Buch über Zäsuren schreiben: über die Zwischenzeiten und Pausen, über Urlaube, Krankheiten und Zustände von Verwirrung. Wenn man routiniert dahinlebt, verändert sich nichts, und man kann versäumen, etwas zu verändern. Man muss aus der Routine hinausgeworfen werden, um sein Leben von außen sehen zu können.

Freiheit ist ansteckend

Mittwoch, den 23. April 2014

Ein Plakat von Mercedes-Benz zeigt eine silberne, futuristisch anmutende Rennlimousine mit einem Spruch darunter: »Freiheit ist ansteckend.« Vor 200 Jahren hätte man das vielleicht auch verstanden. Eine Postkutsche wäre abgebildet worden mit zwei Zeilen aus einem Eichendorff-Gedicht: »Ach, wer da mitreisen könnte, / in dieser silbernen Vollmondnacht!«

Der Tölzer

Dienstag, den 22. April 2014

Ich hielt die aktuelle Ausgabe der Tageszeitung Der Tölzer in der Hand, mit der ich (vergebens) Fliegen gejagt hatte, und die Bäckereiverkäuferin fragte: »Ist die von hier?« Ich bejahte, legte sie hin und sagte: »Wer würde denn freiwillig den Tölzer mitnehmen wollen?« Zeitungen seien schon wichtig, meinte sie, und ich, der Diplom-Journalist: »Zeitverschwendung.«

Guiglielmo Marconi

Mittwoch, den 16. April 2014

Das Leben von Marconi hatte mich interessiert, und unglaublich, dass die Universitätsbibliothek Freiburg ein Buch von 1940 hatte, drei Jahre nach seinem Tod, auf Italienisch. Der Autor Luigi Solari war wohl adelig und verkehrte in den höchsten Kreisen, traf mal den Papst und mal Seine Majestät den König.

Haben

Freitag, den 28. März 2014

Schwierig, nach den östlichen Weisheiten der vergangenen Tage wieder auf die Erde zurückzukehren! Man müsste besser leben (moralisch besser) und mehr lieben … und ich dachte mir, eigentlich sind es der Egoismus und die Besitzansprüche, die viele unglücklich machen. Ich fand dazu auch etwas.

Reinlichkeit (2)

Dienstag, den 18. Februar 2014

In Landsberg am Lech wird viel gebaut. Wo früher Kasernen der Franzoien standen, erhebt sich heute ein neues Mini-Stadtviertel, und 100 Meter weiter, oben auf dem »Kasernenberg«, einer kleinen Anhöhe nur, geht es nun weiter. Ein neuer riesiger Riegel mit viel Glas steht da, mit Blick über die Stadt, und dahinter kleinere weiße Kuben mit […]