Archiv der Kategorie 'Feuilleton'

Unsere kleine Stadt

Montag, den 15. Februar 2016

Sonntagabend bekamen wir wieder unseren alten Ludwigshafen-Tatort ― in fahlen Farben und mit verwischten Konturen, von Regisseur Roland Suso Richter mit melancholisch-tragischem Ton grundiert. Kopper verhalf zur italianità (»Maria, certo ti amo«), Frau Odenthal rannte viel, alles war fast wie früher. Wunderbar!

Überflüssigmachung

Dienstag, den 9. Februar 2016

Die Freiburger Universitätsbibliothek ist ja seit einigen Monaten in Dienst. Die Selbstverbuchung, die mir zwei Jahre zuvor angekündigt worden war, ist Realität. Klappt ja gut. Das Garderobenfach öffnet man mit der Computerkarte. Früher war das anders, da griffen noch echte Menschen zu.

Leichtigkeit

Montag, den 21. Dezember 2015

Heute eine Ausgabe mit Bildern von Rolf Hannes aus Freiburg, mit dem ich mich jedes Mal unterrede, wenn ich mit dem Rad ins Städtle fahre. Vor kurzem hat er mir ein paar Bilder geschickt, die ihm so unterkamen, und ich habe Werke ausgewählt, die träumerisch und federleicht wirken — für die Tag- und Nachtgleiche, da […]

Die zehn Phasen der vollständigen Germanisierung

Montag, den 7. Dezember 2015

Babbel heißt ein Magazin, das humorvoll den Weg zu anderen Völkern ebnet und Online-Sprachkurse anbietet. Auf La Repubblica fand ich ihre Anzeige. Deutsch kann ich ja, aber die zehn Phasen der vollständigen Germanisierung haben mich interessiert. Wie sieht man uns woanders?

Kleine Welt

Samstag, den 5. Dezember 2015

Haben kleine Mädchen heute noch Puppenstuben? Haben Buben Kaufläden? In Staufen gibt es an der Hauptstraße im ersten Stock eines Hauses das Puppenstuben- und Puppenmuseum Kleine Welt, und ich bin mit meiner Mutter endlich mal hingegangen, weil sie etwas damit anfangen kann. Und ich wollte wissen, ob mir etwas dazu einfällt, ob ich auch etwas […]

Der Berg Fuji

Mittwoch, den 1. Juli 2015

Der Berg Teide beherrscht Teneriffa, wie der Ätna Sizilien und der Fuji Japan. Alle drei sind Vulkane, also gefährliche, Feuer speiende und Lava erbrechende hohe Berge (Teide 3718 Meter, Fuji 3776, Ätna 3323), mythisch und  aus der Literatur und den Volkssagen nicht wegzudenken. Die Japaner als (früher) lyrisches Volk haben viele Gedichte über den Fuji […]

Arme Lena

Donnerstag, den 28. Mai 2015

Pfingstmontag lief mein Lieblings-Tatort, der aus Ludwigshafen, wegen Ulrike Folkerts als Lena Odenthal und auch ein bisschen wegen Andreas Hoppe (Mario Kopper), der ja dazugehört. Es war eine traurige Episode; mir dünkt fast, Lena soll abgesägt werden.

# 28/29 Glaube

Dienstag, den 28. April 2015

Seit es manipogo gibt, bespreche ich das jeweils neue Heft der Kritischen Ausgabe in Bonn, weil ich bei deren Internetauftritt K. A. plus eine Kolumne hatte. Im Mai soll es auch ein Rückblickheft geben (das erste erschien 1997), mit auch einem Beitrag von mir über den Kriminalroman.

Der Leopardentanz

Montag, den 16. März 2015

Harry B. Wright erlebte in den 1950er Jahren unter den »primitiven Menschen«, wie man damals schrieb, Großartiges, und er kann gut erzählen. Deshalb müssen noch zwei Beiträge aus dem Buch Witness to Witchcraft (1958) sein. Hier geht es um Leoparden, übermorgen um Schlangen. 

Woanders stehen

Montag, den 2. März 2015

Religion ist in unserer Geselleschaft kein Thema, oder doch: in Gestalt der Technik. Über sie muss man nachdenken, sie sickert ein und macht sich breit und wir merken es kaum. Kürzlich nebenbei eine Fernsehreklame gehört, wo eine Frau sagt, sie werde jetzt die Heizung programmieren, und wenn sie heimkämen, wär es schon warm.