Schöne Straßen

web108 am 23. Februar 2013 um 00:09

Ich kann kaum glauben, dass ich noch nie einen Beitrag über schöne Straßen gemacht habe! Nicht Straßen meine ich wie diese Autobahn da unten, sondern harmonische, sich durch hügelige Landschaft dahinschwingende, die man mit dem Fahrrad und also mit dem Körper erfährt. Der Mensch hat zwar in die Landschaft eingegriffen, aber so gut, dass man meint, die Straße sei schon immer dagewesen.  

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Was? Schon Dienstschluss?

web108 am 22. Februar 2013 um 00:24

Es gibt Bücher, die bekommt man geschenkt und schiebt sie ein und dann zu Hause in ein Regal. Da stecken sie unbeachtet, werden achtlos in Umzugskartons geworfen, dämmern an anderen Orten vor sich hin, und manchmal fällt einem eins in die Hände. Man liest darin herum und findet zwei Passagen, die einem gefallen. Nach dreißig Jahren! Ich will mehr »

Die letzten Umzüge

web108 am 21. Februar 2013 um 00:46

Heute am frühen Morgen, beginnend um 4 Uhr, war auch in Basel Schluss mit der Fasnacht: der Endstraich.  Montag Morgen um 4 Uhr hatten die »drey scheenschte Dääg« mit dem Morgestraich begonnen, bei dem die ganze Stadt dunkel war. Allerdings, so rügte die Freiburger Zeitung zum Sonntag,  störten immer die zahlreichen Zuschauer mit ihrem Blitzlichtgewitter die andächtige Stimmung. Hab ich vor 30 Jahren miterlebt. Mystisch. Aber damals war es noch ein Geheimtipp.  Ich will mehr »

Falsche Bewegung? (III) Heilung

web108 am 20. Februar 2013 um 00:42

Geist und Körper gehören zusammen. Kürzlich war ich traurig. In meiner Wohnung war es etwas kalt, und ich erkältete mich; mein Immunsystem war nicht auf der Höhe. Einmal schrieb mir ein Verlag, mein Roman würde verschoben und erst in einem Jahr erscheinen. 30 Sekunden später hatte ich eine Erkältung. Das ist auch Psychokinese; der Körper reagiert auf den Geist. Nun Teil III meines Essays: nicht über Erkrankung; über Heilung.   Ich will mehr »

Die Kirschen der Freiheit

web108 am 19. Februar 2013 um 00:56

Ich dachte über die Partisanen nach, wanderte an meinem Bücherregal vorbei, blieb bei Alfred Andersch (1914-1980) stehen, holte sein Gesamtwerk heraus, schlug es auf – und landete bei Die Kirschen der Freiheit. Das ist ein guter kurzer Roman über einen deutschen Soldaten in Italien, der davon träumt, zu desertieren und es dann auch tut. Das Buch ist 1952 erschienen.   Ich will mehr »

Der Partisan Johnny

web108 am 18. Februar 2013 um 00:48

Der Partisan Johnny ist ein großartiger, 1968 erschienener Roman von Beppe (Giuseppe) Fenoglio, der an einem 1. März (1922) geboren wurde, was schon auf diesen Tag vorausweist, an dem ich über den Liedermacher Lucio Dalla schreiben werde. Anlass zu diesem Beitrag ist »Beppes« Tod heute vor 50 Jahren. Ich will mehr »

Scheibenschlagen

web108 am 17. Februar 2013 um 01:04

Gestern war in allen Gemeinden der Umgebung das berühmte Scheibenschlagen oder Scheibenfeuer. Bei Einbruch der Dunkelheit wird ein Holzstoß entzündet, und über zwei Rampen schleudern geschickte Menschen mit einem Stab kleine glühende Scheiben hinaus in die Luft. Kinder fingen damit an. Eine Scheibe zischte gefährlich an mir vorbei. Und dann gab es kräftigen Funkenflug: wie hundert Glühwürmchen. Ich will mehr »

Die Kinder

web108 am 16. Februar 2013 um 01:07

Ich merkte plötzlich, dass auf den manipogo-Seiten keine Kinder vorkommen. Das liegt daran, dass gleichaltrige Freunde keine kleinen Kinder mehr haben, eher dafür Enkelkinder, die sie aber nicht vorzeigen. Beim Spazierengehen trifft man immer nur Hundebesitzer. Aber kürzlich beim Fasnetsumzug in Heitersheim waren viele Kinder.    Ich will mehr »

Happier than any man

web108 am 15. Februar 2013 um 01:03

Die Titelzeile ist aus einem Gedichtband von Derek Walcott, Weiße Reiher (2010) . Ich lese gern darin, weil es fein hingetupfte Impressionen aus der Karibik sind, wo der mittlerweile 83-jährige Autor und Literatur-Nobelpreisträger (1992) daheim ist. Da wäre man auch gern daheim, auch wenn er einem manchmal leid tun kann, weil er nicht weiß, wie schön es ist, nachts mit dem Schneeland vor dem Fenster. Ich will mehr »

Zum Valentinstag

web108 am 14. Februar 2013 um 01:34

Heute, am Valentinstag, gibt es Auszüge aus der Geschichte »All Heil – 1899« von dem unsterblichen Münchner Kabarettisten und Existenzialisten Karl Valentin (1882-1948). Es geht um’s Fahrradfahren, und das passt, da seit gestern mein E-Book »Radsport furios« weltweit zum Verkauf steht, zum Preis von 4,99 Euro. Darin geht es um Anekdoten von den größten Radrennen der Welt. Ich will mehr »