Die Höhen von Machu Picchu

web108 am 15. November 2019 um 15:52

In seinem Canto General schreibt der chilenische Dichter Pablo Neruda (1904-1973) auch über Machu Picchu, von den Inkas auf 2430 Meter Höhe erbaut. 1000 Menschen lebten dort, seit die Stadt bis zum Jahr 1450 errichtet wurde. Im Jahr 1532 drang Pizarro in Peru ein, und die Spanier eroberten das Inkareich. Deshalb hatte Machu Picchu eine kurze Blüte; die Stadt wurde verlassen. Las alturas de Machu Picchu heißt Nerudas aus elf Kapiteln bestehender Zyklus, und VI und IX gefallen mir am besten. Fotos gibt’s dazu. Ich will mehr »

Cusco, Hauptstadt der Inkas

web108 am 14. November 2019 um 00:29

Die über 400.000 Einwohner der alten Inka-Hauptstadt Cusco leben auf 3400 Metern Höhe in den Anden. Sie sind daran gewöhnt; wir anderen müssen dort oben vermutlich etwas nach Atem ringen. Giovanna war vor einer knappen Woche dort und schickte ein paar Bilder. Sie werden von Texten von Pablo Neruda (und mir) begleitet.   Ich will mehr »

Petra und Fermín

web108 am 13. November 2019 um 01:05

Petra Delicado und Fermín Garzón, das Krimi-Ermittlerpaar von Alicia Giménez Bartlett, müssen uns an Lena Odenthal und Mario Kopper erinnern. Ich las von der katalanischen Autorin Tote aus Papier (in meiner italienischen Ausgabe heißt das Morti di carta, im Original Muertos de papel), und ich konnte nicht ruhen, bis ich das Buch ausgelesen hatte. Spannend war es geschrieben, überlegt und geistreich. Ich will mehr »

Inkas, Mayas und Azteken

web108 am 12. November 2019 um 01:00

Reay Tannahill schreibt in ihrem Buch Sex in History (es wird Anfang Dezember vorgestellt) auch über die Raubzüge der Spanier in Südamerika nach 1492. Die Eroberer meinten, sich alles erlauben zu können, denn, so hieß es, »irrationale Kreaturen haben keine Rechte«; also sollten sie auch nicht über Land verfügen dürfen. Man nahm es ihnen weg und brachte sie auch um. Alle denkbaren Perversionen wurden den Ureinwohnern nachgesagt, und auf dem alten Kontinent glaubte man alles willig und war entsetzt. Ich will mehr »

In Indien, November

web108 am 11. November 2019 um 00:37

Ich möchte ein paar von Giovannas Bildern veröffentlichen, die sie im November 2013 in Indien gemacht hat. Dann fielen mir die Prosa-Stücke von Krishnamurti aus seinen Commentaries on Living wieder ein, und ein Auszug soll die Fotos umrahmen. Es sind immer Meditationen über die Stille und das rechte Leben.  Ich will mehr »

Alles so schön bunt hier. Und lebensbejahend

web108 am 10. November 2019 um 01:08

Meine Fortbildung dieses Jahr war vor ein paar Tagen das Seminar »Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen« in Freiburg. Da erfuhr man manches, was man nicht gewusst hatte, und am interessantesten waren die Erfahrung der anderen Frauen in ihren Heimen, wo sie als Alltagsbegleiterinnen oder Betreuuungsassistenten tätig sind. Natürlich fehlte der Blick nach drüben: dorthin, wo es wirklich bunt und schön ist und wo Seligkeit herrscht.  Ich will mehr »

Vom Verschwinden der DDR (8): Der 9. November 1989

web108 am 9. November 2019 um 00:55

Sie zogen sich an und rannten aus dem Haus, wenn sie in Berlin lebten, riefen aber erst Freunde und Nachbarn an, und los zur Mauer. Die Pressekonferenz der DDR-Führung war live übertragen worden, und wie ein Lauffeuer sprach sich herum, dass sie geöffnet war. Es war der Abend des 9. November 1989, und irgendwie hatte sich die SED das anders vorgestellt, aber: Geschichte war gemacht worden. Die DDR war dann bald nur mehr Geschichte.  Ich will mehr »

Schul-Erinnerungen

web108 am 8. November 2019 um 01:25

Ganz ungeahnt flogen mich auf dem Fahrrad Erinnerungen an meine Schulzeit an. Ich glaube, ich dachte an die Nazis, und da stand mir wieder der Direktor des Graf-Rasso-Gymnasiums vor Augen, damals, 1970. Ich war 13 Jahre alt, und er jagte mir eine Höllenangst ein. War sicher ein alter Nazi gewesen. Ich will mehr »

Sonderbehandlung

web108 am 6. November 2019 um 00:03

Sonderbehandlung war der Ausdruck der Nazi-Bürokraten für den geplanten Tod der Juden durchs Gas. So habe ich dann auch einen Artikel genannt, der vor 10 Jahren in der Kritischen Ausgabe plus erschien. Statt eines Beitrags heute nur ein Link zu diesem Artikel. Das Ende bildet ein Auszug aus einem Buch von Filip Müller, das gleichfalls Sonderbehandlung hieß (1979). Müller musste jahrelang in Birkenau Leichen verbrennen, und einmal ging er in die Gaskammer (um zu sterben; aber man warf ihn hinaus) und schilderte, wie Jana ihn um einen Gefallen bat und überhaupt die letzten Minuten dort. Das kann ich einfach nicht vergessen.

Der Mönch in Dir

web108 am 4. November 2019 um 01:02

Längst vorbei, das Festival der klösterlichen Lebenskultur in Hannover, ausgerichtet durch die Mönche der Cella Sankt Benedikt. Von 20. September bis 6. Oktober war es. Festival ist nicht gerade ein Wort, das zum Kloster passt, und Entdecke den Mönch in Dir …, das Motto des Festivals, klingt unfreiwillig komisch. Die Marketingwut hat alle erfasst, niemand will zurückbleiben; doch natürlich fehlt es den Klöstern an Nachwuchs.  Ich will mehr »