Adorno und das Misslingen der Kultur

web108 am 4. April 2016 um 00:40

Theodor W. Adorno hat als führender Philosoph der Nachkriegszeit immer wieder deutliche Worte gesprochen und in einer Vorlesung (am 20. Juli 1965 in Frankfurt) gesagt, dass »die Kultur bis ins Innerste hinein misslungen ist«. Diese pessimistische Aussage wurde jedoch auf dem Hintergrund von Auschwitz und der Atombombe getroffen, aber in Teilen gelten Adornos Erkenntnisse immer noch. Ich will mehr »

Operetten-Gala

web108 am 2. April 2016 um 00:27

Ich sollte, weil meine Schwester verhindert war, meine Mutter zu einer »Operetten- und Musical-Gala« im Kurhaus von Bad Krozingen begleiten. Gala lässt immer Übles vermuten, aber es wurde noch schlimmer, darum und nach anderen Erfahrungen ein Traktat gegen die verlogene Populärkultur. Ich will mehr »

Eine Havanna

web108 am 31. März 2016 um 00:34

Auf einem Holzbrettchen kappte ich mit dem schärfsten Messer, das ich hatte, zwei Millimeter vom hinteren Ende einer Zigarre weg: der Anschnitt. Die Öffnung. Und jetzt rauche ich sie, eine Havanna. Dazu läuft das Konzert des Orquestras Buena Vista Social Club. Ich will mehr »

Die Kinder von Lahore

web108 am 29. März 2016 um 00:43

Sonntag war gestern. Tatort-Tag. Davor gab es in der Tagesschau die Bilder aus Lahore und den Blick in die Schule, deren Leiter die Kinder mit Überwachungskameras und einer lächerlichen Pistole gegen die Taliban verteidigen will. Dann: ein Tatort aus Freiburg. Ich will mehr »

Todo modo

web108 am 27. März 2016 um 00:41

Auf jede Art solle man spirituelle Exerzitien betreiben, immerzu, mahnte Ignatius von Loyola (1491-1556), der Jesuit. So ist auch Todo modo (auf jede Art) gemeint, Titel eines kleinen, 1974 veröffentlichten Kriminalromans des Sizilianers Leonardo Sciascia (1921-1989), der eine Weile meine Lektüre war. Das Büchlein hat nur 124 Seiten, ist aber anspruchsvoll, gedanklich wie auch sprachlich. Ich will mehr »

Brückenbauer

web108 am 25. März 2016 um 00:48

Brücken sind architektonisch interessant. Man kann eine hässliche oder eine schöne Brücke bauen: wichtig ist es, dass es sie gibt. Natürlich interessiert manipogo weniger die statische und tragende Funktion der Brücke, sondern die übertragene, die symbolische. Die wichtigsten Brücken sind unsichtbar. Ich will mehr »

Kleist und der Polizeibericht

web108 am 23. März 2016 um 00:46

Heinrich von Kleist (1777–1811) war Dramatiker, Erzähler, aber auch Journalist. In seinen letzten Lebensjahren schrieb er für die Berliner Abendblätter, und ein Artikel aus dem französischen Polizeibericht, den er verfasste, berührt einen seltsam. Darin sind die Umstände seines eigenen Todes vorweggenommen. Ich will mehr »

Beethoven und Chopin

web108 am 21. März 2016 um 00:58

Ende Februar erlebte ich in Staufen das Konzert eines jungen Pianisten, der Bach, Beethoven, Schuman und Chopin spielte. Da erinnerte ich mich an einen Beitrag von Elene, deren Blog Elene Explores ich abonniert habe, in dem sie Beethoven und Chopin als Kontaktpersonen im Jenseits bezeichnet. Sie melden sich regelmäßig. Ich will mehr »

Anmerkungen zum Licht

web108 am 19. März 2016 um 00:54

Über das Licht wurde bei manipogo ja schon häufig geschrieben, allerdings eher in optischer Form. Ich will das Thema nun einmal physikalisch beleuchten und ein paar Zitate bündeln. Was ist Licht, was ist Materie, was ist Bewusstsein? Ein paar Sachlaglichter kann man werfen, mehr nicht. Das sind Themen für mehrere Leben. Ich will mehr »

The Hateful Eight

web108 am 17. März 2016 um 01:23

Der Film Die sieben Samurai von Akira Kurosawa von 1954 gilt als einer der wichtigsten Western-Vorläufer. John Sturgess machte 1960 Die glorreichen Sieben daraus (mit Yul Brynner, Steve McQueen, Charles Bronson …), und Quentin Tarantino lässt nun seine »verhassten Acht« los, The Hateful Eight. Ich will mehr »