Cyrano de Bergerac

web108 am 5. August 2013 um 01:12

Kürzlich erzählte meine Schwester von einer Aufführung des Theaterstücks Cyrano de Bergerac vor ein paar Jahren. Gleich versuchte ich, aus dem berühmten Monolog zu zitieren, der mir so gefällt und den ich seit vielen Jahren auswendig zu lernen versuche. Ich bin ja Dichter, und Cyrano spricht mir aus dem Herzen. Ich will mehr »

Alan Parsons

web108 am 4. August 2013 um 01:07

Vergangenen Mittwoch schickte ich mein Buchmanuskript ab, wie geplant Ende Juli, und da ich dies rituell begehen wollte, kaufte ich mir Karten für das Konzert des Alan Parsons Project, das Freitag abend im Kurpark Bad Krozingens über die Bühne ging. Die siebenköpfige Band spielt heute abend am Wörthersee, und ihre dreiwöchige Tournee schließt am Dienstag in Erlangen als Gäste der Radltour des Bayerischen Rundfunks. Ich will mehr »

Eliza Draper

web108 am 3. August 2013 um 01:18

Gerade von Laurence Sterne (1713-1768) The Sentimental Journey gelesen, einen kleinen Reiseroman über seinen Aufenthalt in Frankreich. Der »gefühlvolle Reisende« passte in die Zeit der Empfindsamkeit, für die in Deutschland Klopstock und Lessing stehen. Sterne verliebte sich im Januar 1767 in Eliza, die aber schon im März wieder nach Indien reisen musste. Am 3. August 1778 ist sie gestorben, zehn Jahre nach Sterne (manipogo hat ihn schon gewürdigt), erst 34-jährig. Ich will mehr »

Das Herz

web108 am 2. August 2013 um 00:51

Diesmal entdeckte ich drei schöne Fotos mit Herzen, und dann wusste ich auch, was dazu gehört: Aussagen von frühen orientalischen Philosophen aus dem Buch The Tao of Islam von Sachiko Murata. Körper, Geist und Seele sind uns ja vertraut, aber wo gehört das Herz hin? Lassen wir uns dazu etwas sagen. Ich will mehr »

Schweiz-Reisli

web108 am 1. August 2013 um 00:50

Vor einer Woche habe ich mich und mein Rennrad vom Zug nach Basel transportieren lassen und bin Richtung Sundgau gefahren. Heute ist ja der Schweizer Nationalfeiertag, darum dieser Beitrag. Die Schweizer Eidgenossenschaft begann im Jahr 1291. Sechs Jahre danach starb der persische Dichter Rumi, und zehn Jahre danach schrieb Dante seine Göttliche Komödie. Das ist mein poetisches Geschichtsbild. Ich will mehr »

Die DDR-Indianer

web108 am 31. Juli 2013 um 00:47

Die nordamerikanischen Indianer leben in ihren Reservaten. Das Land, auf das sie nie Besitzanspruch erhoben, gehört nun anderen. Wir denken uns in die Indianer hinein: Wie absurd, dass jemand Land kaufen kann. Sie sind jedenfalls überrollt und untergepflügt worden, die Indianer. – Manchmal liest man in einem Buch etwas ganz Anderes und ist platt: Da ist sie wieder, die Geschichte, hundert Jahre später. Ich will mehr »

Einstein, der Indianer

web108 am 30. Juli 2013 um 00:47

Albert Einstein mochte die Indianer. 1931 besuchten er und seine Frau Elsa ein Reservat, und die Indianer nannten Einstein ihren »großen Verwandten«. 1940 wurde er vom Hopi-Stamm sogar zum Ehrenhäuptling ernannt. Auf manipogo gab es schon einige Beiträge über die Indianer, zuletzt den Besuch in einem Zürcher Museum. Ich bin ja ein heimlicher Indianer, am ehesten ein Medizinmann. Ich will mehr »

Drei schöne Gedichte

web108 am 29. Juli 2013 um 00:45

Was ein schönes Gedicht ist, sagt einem das Gefühl. Gute Lyrik ist geschmackvoll, hat einen eigenen Rhythmus, verrät nicht zu viel und malt eine Stimmung. Ich habe drei kürzere Gedichte herausgesucht, die mir außerordentlich gut gefallen: als Beispiele für das, was ich unter guten Gedichten verstehe. Ich will mehr »

Antonio Machado

web108 am 28. Juli 2013 um 01:00

Machado ist in Spanien ein Mythos. In Italien erstand ich eine neue Ausgabe seiner frühen Werke Soledades und Campo di Castillo für 5 Euro. Das sind die »preiswerten Taschenbücher Newton«, die etwas für die Lyrik tun. Gedichte in spanischer Sprache sind klangvoll, und das Spanische ist vielleicht die schönste europäische Sprache für Lyrik. Ich will mehr »

Nackt im Wind

web108 am 27. Juli 2013 um 00:04

Ich sitze vor dem Bildschirm, es ist nach Mitternacht, und ich fühle mich an Rom im August erinnert. Dieses Wochenende herrschen in der Ewigen Stadt 40 Grad. Damals saß ich genauso da, und der Schweiß lief mir in den Bauchnabel. Ich hatte keine Klimaanlage, nur ein Handtuch neben mir. Doch die Wohnung lag am südwestlichen Rand der Stadt, 25 Kilometer waren es zum Meer, und von dort kam pünktlich um zehn Uhr abends ein kühler Wind. Eine Wohltat! Ich will mehr »