Das Einhorn

web108 am 27. Februar 2013 um 01:12

Ich kenne einen zauberhaften Satz von Paracelsus, diesem Magier und Arzt aus dem Kanton Schwyz, der von 1493 bis 1541 lebte. Seit langem will ich ihn zitieren, und nun  fand ich einen aktuellen Bezug und kann ihn loswerden; aber nun zögere ich und will ihn nicht verschenken, wenngleich ich zugeben muss, dass es nur ein kurioser Satz ist, in den ich mich verliebt habe. Gleich, nach einem Atemholen! Ich will mehr »

Italien: Vor Monti ist (fast) nach Monti

web108 am 26. Februar 2013 um 00:05

Die Regierung Monti ist nun auch offiziell als ein 15 Monate dauernder Spuk zu bezeichnen. Der Professor – so einer ist anscheinend eine feste Größe im Geschäft, früher war es der lächelnde Romano Prodi – bekam mit seiner Gruppierung bei den Parlamentswahlen soeben nur rund 10 Prozent der Stimmen. Mario Monti hatte keine Chance in Italien, aber mit ihm hätte Italien noch eine Chance gehabt. Im Fernsehen wirkte er auch professoral; man verstand ihn einfach nicht. Ich will mehr »

Falsche Bewegung? (IV) Würfeln für die Forschung

web108 am 25. Februar 2013 um 01:33

Es ist schon oft vorgekommen, dass jemand von einem Unfall träumt, den Betreffenden warnt, und wenn doch etwas passiert, wird der Warner oder die Warnerin sogar zum Sündenbock gestempelt: Er habe dem Opfer den Unfall auf den Hals gewünscht. So sind die Leute. Aber eindeutig gehören zu Psychokinese, der Beeinflussung von Materie, Willenskraft und Begabung, aber auch magische Prozeduren im richtigen Setting können sie bwirken, glaube ich.  Ich will mehr »

Trügerischer Friede

web108 am 24. Februar 2013 um 00:30

Ach, das war wieder schön gestern: Warm eingepackt am Nachmittag zwei Stunden mit dem Rad um den Flugplatz Eschbach gefahren, dann heim in die warme Wohnung. Mich umgezogen, Weißbier eingegossen, Pfeife entzündet, Computer angemacht und … das hier geschrieben. Die Flocken tanzten im Wind. Kein Mensch. Friede. Ich will mehr »

Schöne Straßen

web108 am 23. Februar 2013 um 00:09

Ich kann kaum glauben, dass ich noch nie einen Beitrag über schöne Straßen gemacht habe! Nicht Straßen meine ich wie diese Autobahn da unten, sondern harmonische, sich durch hügelige Landschaft dahinschwingende, die man mit dem Fahrrad und also mit dem Körper erfährt. Der Mensch hat zwar in die Landschaft eingegriffen, aber so gut, dass man meint, die Straße sei schon immer dagewesen.  

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Was? Schon Dienstschluss?

web108 am 22. Februar 2013 um 00:24

Es gibt Bücher, die bekommt man geschenkt und schiebt sie ein und dann zu Hause in ein Regal. Da stecken sie unbeachtet, werden achtlos in Umzugskartons geworfen, dämmern an anderen Orten vor sich hin, und manchmal fällt einem eins in die Hände. Man liest darin herum und findet zwei Passagen, die einem gefallen. Nach dreißig Jahren! Ich will mehr »

Die letzten Umzüge

web108 am 21. Februar 2013 um 00:46

Heute am frühen Morgen, beginnend um 4 Uhr, war auch in Basel Schluss mit der Fasnacht: der Endstraich.  Montag Morgen um 4 Uhr hatten die »drey scheenschte Dääg« mit dem Morgestraich begonnen, bei dem die ganze Stadt dunkel war. Allerdings, so rügte die Freiburger Zeitung zum Sonntag,  störten immer die zahlreichen Zuschauer mit ihrem Blitzlichtgewitter die andächtige Stimmung. Hab ich vor 30 Jahren miterlebt. Mystisch. Aber damals war es noch ein Geheimtipp.  Ich will mehr »

Falsche Bewegung? (III) Heilung

web108 am 20. Februar 2013 um 00:42

Geist und Körper gehören zusammen. Kürzlich war ich traurig. In meiner Wohnung war es etwas kalt, und ich erkältete mich; mein Immunsystem war nicht auf der Höhe. Einmal schrieb mir ein Verlag, mein Roman würde verschoben und erst in einem Jahr erscheinen. 30 Sekunden später hatte ich eine Erkältung. Das ist auch Psychokinese; der Körper reagiert auf den Geist. Nun Teil III meines Essays: nicht über Erkrankung; über Heilung.   Ich will mehr »

Die Kirschen der Freiheit

web108 am 19. Februar 2013 um 00:56

Ich dachte über die Partisanen nach, wanderte an meinem Bücherregal vorbei, blieb bei Alfred Andersch (1914-1980) stehen, holte sein Gesamtwerk heraus, schlug es auf – und landete bei Die Kirschen der Freiheit. Das ist ein guter kurzer Roman über einen deutschen Soldaten in Italien, der davon träumt, zu desertieren und es dann auch tut. Das Buch ist 1952 erschienen.   Ich will mehr »

Der Partisan Johnny

web108 am 18. Februar 2013 um 00:48

Der Partisan Johnny ist ein großartiger, 1968 erschienener Roman von Beppe (Giuseppe) Fenoglio, der an einem 1. März (1922) geboren wurde, was schon auf diesen Tag vorausweist, an dem ich über den Liedermacher Lucio Dalla schreiben werde. Anlass zu diesem Beitrag ist »Beppes« Tod heute vor 50 Jahren. Ich will mehr »