Eine Krisenerscheinung

web108 am 17. November 2012 um 01:15

Nach der Theorie über Geisterscheinungen nun ein Beispiel, von mir lyrisch aufgearbeitet in meiner Gedichtphase 2011. Ein Gedicht hat natürlich nicht die Überzeugungskraft eines Berichts, den ein verblüffter Zeuge schreibt. Aber über die Phase, Geister »beweisen« zu wollen, sind wir hinaus. Hier geht es um eine »Krisenerscheinung«, die anscheinend ganz körperlich wirkt und auch ihr Bier trinkt. Erstaunlich.   Ich will mehr »

Geistererscheinungen

web108 am 16. November 2012 um 02:58

Damit wir in der Theorie etwas weiterkommen, fahre ich nun mit Teil 3 meines Essays über Psi-Spontanphänomene fort. Der Teil 1 lief im August unter dem Titel Die Lady am Lift, Teil 2 unter Die Phänomene.  Nun geht es um die Geister, und es ist der Beginn einer Serie vorbereiteter Beiträge, da ich bis Ende des Monats in Bayern bin. Ich will mehr »

Eine Professorenbiografie

web108 am 15. November 2012 um 02:21

Vor Jahren dachte ich an die Gnosis, trat in Konrads Antiquariat in Landsberg am Lech ein — und da lag das Buch: Die Gnosis. Autor: Hans Leisegang. 1924 hat er dieses Buch verfasst, und im Jahr darauf wurde er Professor in Leipzig. Wenn ich jetzt den Klappentext über Leisegangs Leben lese, denke ich mir stets: Unglaublich. Das ist ein Roman. Hier kommt er. Ich will mehr »

Die deutschen Nihilisten

web108 am 14. November 2012 um 03:29

Wir hatten es mit Schwerin, der Hauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns. Da las ich im Dom auf einer Wandtafel, wie bereits einmal erwähnt, dass von den knapp 100000 Einwohnern nur 13 Prozent dem christlichen Glauben angehören. Als ich vor der Weiterfahrt in der Bahnhofshalle stand, fiel mein Blick auf ein Buch in einer Schnäppchen-Kiste. Ich will mehr »

Es geht ums Geld

web108 am 13. November 2012 um 01:19

Es geht ums Geld im neuen Heft der »Kritischen Ausgabe« aus Bonn. Im 16. Jahr schon legt die K. A. ihre Zeitschrift für Germanistik & Literatur auf, und so sind schöne Themenhefte entstanden, deren vollständige Aufzählung auf ihrer Internetseite einzusehen ist. Auf dieser Seite — nur zur Erinnerung — hatte ich über sechseinhalb Jahre meine Kolumne Ausreißversuche, den manipogo-Vorläufer. Ich will mehr »

Erinnerungsarbeit

web108 am 12. November 2012 um 01:55

Sich erinnern ist eine Arbeit. Erinnert man sich je, wie es wirklich war? Wie war es denn »wirklich«? Im alten ägyptischen Mythos heiratet Isis ihren Bruder Osiris, der König über das fruchtbare Land wird. Bruder Seth bekommt die Wüste zugeteilt und ist wütend. Er tötet Osiris (das Kain/Abel-Motiv, der Viehzüchter gegen den Ackerbauern) und verstreut dessen Glieder. Isis weint und trauert. Doch mit ihrer Schwester Nephthys sammelt sie Osiris Gebeine ein. Ich will mehr »

Ein Erinnerungstag

web108 am 11. November 2012 um 02:45

Am elften elften um elf Uhr war endlich alles vorbei. (Für andere fängt um elf Uhr elf etwas an, die fünfte Jahreszeit, aber die lassen wir heute einmal beseite.) Morgens um 5.20 Uhr war an jenem Tag im Jahr 1918 der Waffenstillstand unterzeichnet worden, und um elf Uhr exakt endete offiziell der Erste Weltkrieg. Deshalb ist der heutige Tag in Frankreich, Belgien und auch in Polen ein Feiertag. Im Commonwealth ist es der Remembrance Day, der Tag der Erinnerung.  Ich will mehr »

Der Reformpädagoge

web108 am 10. November 2012 um 02:19

Der Zürcher Pädagoge Johann Heinrich Pestalozzi (1746−1827) wollte den Kindern eine Elementarbildung angedeihen lassen, damit sie sich selber helfen könnten. »Hilf mir, es selbst zu tun«, lautet auch der Grundsatz der Montessori-Pädagogik, und »Hilfe zur Selbsthilfe« hat sich, weil es so griffig klingt, aus dem Vokabular der »Entwicklungshilfe« erhalten (die heute bestimmt anders heißt). Ich will mehr »

Ich bin nicht da

web108 am 9. November 2012 um 01:17

Das Thema des »unmotivierten« Behandlers (oder der Behandlerin) ist wichtig. Er/sie sollte nicht nur kein Motiv haben, sondern auch kein Ich. Wenn das Ich breitbeinig dasteht, kann die Energie nicht vorbeiströmen und die Lebenskraft nicht zu glühen beginnen. Wo das Ich ist, da ist kein Platz für Gott. Doch was ist das Ich? Ich will mehr »

Einfach da sein

web108 am 8. November 2012 um 02:30

Zurück in den fernen September: Da fand ich im Dom zu Schwerin auf einem Büchertisch das 30 Jahre alte Buch Die Metamorphische Methode und nahm es gegen eine Spende mit. Es behandelt die Fußreflexzonen-Massage und auch die Behandlung von Kranken. Und da heißt es: »Wie die Erde kein Motiv hat, hat auch der Behandler der Metamorphischen Methode kein Motiv.« Ich will mehr »