Mutter Courage

web108 am 5. August 2021 um 00:05

Schließen wir den Zyklus über den Dreißigjährigen Krieg mit einer Geschichte über Mutter Courage und ihre Kinder ab. Das Stück von Bertolt Brecht wurde 1941 in Zürich mit Helene Waigel in der Titelrolle uraufgeführt. Sicher hat Hans Jacob Christoph von Grimmelshausens Die Landstreicherin Courage, das etwa 1680 veröffentlicht wurde, Brecht auf den Gedanken (und den Namen) gebracht. Ich will mehr »

Die Radierungen von Jacques Callot

web108 am 4. August 2021 um 00:18

Wir müssen also die Werke von Hans Ulrich Franck relativieren: Da gab es noch einen (von vielen), der von den Gräueln des Krieges entsetzt war und ihnen zur Darstellung verhalf. Damals werden diese Werke wie die Bilder der Tagesschau heute gewesen sein — und sie waren begehrt, da mit einer neuen Technik verfertigt. Der Zeitgenosse von Franck hieß Jacques Callot, wurde 1592 in Nancy geboren und starb 1635, 43 Jahre alt. Ich will mehr »

So litten die Menschen

web108 am 3. August 2021 um 00:43

Der dreißigjährige Krieg war noch zu Schillers Zeit um 1800 ein Trauma, da er erst eineinhalb Jahrhunderte zurücklag. Deutschland war verwüstet worden, die Bevölkerung um die Hälfte dezimiert. Die Hintergründe und Wendungen des Kriegs sind äußerst kompliziert; wenden wir uns den Leidtragenden zu, den Menschen auf den Dörfern und in den Städten. Ich will mehr »

Deutschland im dreißigjährigen Krieg

web108 am 2. August 2021 um 00:43

»Es schont der Krieg / Auch nicht das zarte Kindlein in der Wiege«, sagt Stauffacher im Tell. Mir fiel das Buch Die Geschichte des dreißigjährigen Krieges von Friedrich Schiller in die Hände, ein langes und solides Prosawerk. Schiller ist ein guter Historiker und hat auch ein Herz für die Menschen. Die 30 Jahre waren eine Tragödie für das Volk. Hans Ulrich Franck zeichnete damals, was er erlebte oder ihm berichtet wurde.  Ich will mehr »

Wilhelm Tell

web108 am 1. August 2021 um 00:57

Dieses Jahr muss es sein: ein Abriss des Theaterstücks Wilhelm Tell zu Ehren des heutigen Schweizer Nationalfeiertags. Vor 730 Jahren, im lang vergangenen 1291, wurde die Eidgenossenschaft durch die drei Urkantone Schwyz, Uri und Unterwalden begründet. Ich will mehr »

Ade, Dreisamstadion!

web108 am 31. Juli 2021 um 00:59

Ende Juli konnte der Fußballfan und sein weibliches Pendant (die Tifosa?) noch einmal das Dreisamstadion im Osten Freiburgs aufsuchen und von ihm Abschied nehmen. Der SC Freiburg spielt künftig in einem größeren Stadion im Nordwesten. An einem heißen Tag bin ich hingeradelt, habe ein paar Aufnahmen gemacht und noch ein letztes kühles Bier getrunken.  Ich will mehr »

Liebe, kontaminiert

web108 am 30. Juli 2021 um 00:26

Es war nicht unbedingt zu erwarten, dass in einem Roman von John Le Carré (1931-2020), dem Altmeisters des Spionageromans, die Liebe eine große Rolle spielen würde. Es war aber so, und darum geht es mit dem Thema weiter, aber mit einer bitteren Note. Denn Le Carré kannte das Leben und seine Fallstricke. Wenn die Liebe von externen Interessen heimgesucht wird, geht sie zugrunde. Ich will mehr »

Was ist sie?

web108 am 29. Juli 2021 um 00:42

»Was ist Liebe?« fragen zwei junge Männer Krishnamurti. Es gäbe so viel darüber zu wissen, und es sei schwierig, in Worte zu kleiden, was man fühle, gab einer der beiden zu, nachdem der Guru sie nach ihrer Meinung gefragt hatte. Nach 5 Seiten Erörterungen und Diskussionen leitet Krishnamurti zum Finale über. Ich will mehr »

Amo, ergo sum

web108 am 28. Juli 2021 um 00:29

Es gab viele Physiker des vergangenen Jahrhunderts, die über den Tellerrand ihres Fachs hinausblickten. Wer Quantenphysik betrieb, war gezwungen, sein Weltbild in Frage zu stellen (so meint man; viele ihnorierten indessen lässig die Folgerungen). Ein paar wagten sich auch hinaus in den Raum der Ethik: Nennen wir Erwin Schrödinger, Albert Einstein und Wolfgang Pauli. Und der beschäftigt mich heute. Er hat die Liebe erwähnt! Ich will mehr »

Happy end

web108 am 27. Juli 2021 um 00:19

Wir haben einen Hang zum Happy end. Von 100 Spielfilmen gehen 90 gut aus. Wir wünschen uns das Glück und brauchen die Hoffnung. Wenn wir nur in der Gewissheit leben könnten, dass alles gut ausgeht, als wüssten wir das Ergebnis im voraus! Dazu gehört aber der Glauben an das ewig Gute und an die Transzendenz sowie daran, dass unser Handeln hier nur ein Vorspiel ist … Ich will mehr »