Der Lebensfunke

web108 am 19. Oktober 2019 um 01:06

Schon eigenartig: Als ich aus Auschwitz zurückgekommen war und darüber schrieb, fand ich in einem Regal das Buch Der Funke Leben von Erich Maria Remarque (1898-1970), dessen Schauplatz ein Konzentrationslager ist. Das Buch wurde mir wohl in die Hände gespielt; ich sollte es lesen. Ich will mehr »

Heiße Ritte

web108 am 17. Oktober 2019 um 01:29

Was einem doch so in die Hände fällt! Manchmal treibt es einen an, darüber zu schreiben. In die Hände fiel mir heute (1. Oktober): das FIAT Giornale eines südbadischen Autohauses; die Kleinanzeigen-Zeitschrift Zypresse; der Roman Schmutzige Havanna-Trilogie von Pedro Juan Gutiérrez.   Ich will mehr »

Die Nahtod-Forschung kommt voran

web108 am 15. Oktober 2019 um 00:34

Der 34-minütige Vortrag von Jeffrey Long über Nahtod-Erfahrungen, den Victor Zammit in seinem Newsletter anbot, war ein »eye-opener«, wie man im Englischen sagt. Nun haben wir endlich brauchbares Material, das man den ewig Vorsichtigen und den Skeptikern entgegenhalten kann. Ich will mehr »

Touristenleben in Kulissen

web108 am 13. Oktober 2019 um 01:16

Prag anschauen, feine Sache, dachte ich mir. Es gab einen Shuttle vom Campingplatz zur Bahnstation, dann elf Minuten Zugfahrt, und schon war ich mitten drin. Je mehr ich mich dem Zentrum näherte, desto kurioser fand ich es. Da waren ja nur Touristen unterwegs! Wo bin ich denn hier? Lang hielt ich es in Prag nicht aus. Ich will mehr »

Die Tochter des Serienmörders

web108 am 11. Oktober 2019 um 00:59

Vergangenen Sonntag sah ich einen Teil von Polizeiruf 110. Dunkler Zwilling hieß der 20. Fall der Ermittler Sascha Buckow (Charly Hübner) und Katrin König (Anneke Kim Sarnau), deren Treiben ich gern mitverfolge. Es ging um den Mord an sieben Frauen, gesucht war also ein Serienmörder, den deutsche Drehbuchautoren besonders lieben. Man kann sich fragen: Geht’s noch krasser? Es ging so, aber manches ging nicht gut. Ich will mehr »

Vom Verschwinden der DDR (7): Die Montagsdemonstrationen

web108 am 9. Oktober 2019 um 00:48

Montagsgebete um den Weltfrieden gab es in der Leipziger Nikolaikirche schon seit 1982. Die erste Montagsdemonstration wurde am 4. September 1989 abgehalten, und Transparente mit Freiheit! und Wir wollen raus waren zu sehen. Doch erst am 9. Oktober lernte die Staatsmacht das Zittern: massenhafte Beteiligung an der Leipziger Demonstration, und die 25.000 verteilten Flugblätter begannen mit den Worten Wir sind ein Volk!    Ich will mehr »

Bilder aus dem Osten

web108 am 7. Oktober 2019 um 01:22

Auf manipogo soll nicht dauernd kritisiert und geschimpft werden. Etwas Positives muss her! Also habe ich aus den 98 Fotos von meiner Reise (viele sind das ja nicht, ich bin sparsam) zehn ausgewählt und zeige sie hier. In Chemnitz angefangen, gen Osten gefahren, von Auschwitz wieder zurück nach Westen. Manchmal sieht man vom Fahrradsattel aus etwas, hält an und drückt ab. Das ist der Vorteil gegenüber den Autofahrern. Du siehst mehr. Ich will mehr »

Was das Museum erzählt

web108 am 5. Oktober 2019 um 01:26

Ich blieb einen Tag in Auschwitz; mein Zelt stand auf einer Wiese der Jugend-Begegnungsstätte. Das jüdische Museum war geschlossen (Sabbat), wie ich im Stadtmuseum erfuhr, das ich sodann besuchte: Zu sehen war dort die Geschichte von Auschwitz (Oświęcim), museal aufbereitet, nach modernsten Erkenntnissen. Ich will mehr »

Nach Auschwitz

web108 am 3. Oktober 2019 um 00:54

Meine große Radtour des Jahres begann am 1. September in Chemnitz und führte in fünf Tagen nach Auschwitz; zurück ging’s über Prag und Karlsbad nach Hof. Es hatte sich so ergeben, weil mich der Autoverkehr quälte und ich deshalb Tschenstochau und Kattowitz vom Plan strich. Also eine Auschwitz-Sühnefahrt. Ich blieb dort einen Tag. Ich will mehr »

Nijinskis Verdunkelung

web108 am 30. September 2019 um 00:43

Wir hatten Vaslav Nijinski zu Wort kommen lassen, den »Gott des Tanzes«. Ich las seine Biografie, geschrieben von seiner Frau Romola, und war erst empört darüber, wie das gelaufen war 1919, als der Tänzer in die Psychiatrie wanderte. Erst nach 25 Jahren nahm er wieder Kontakt mit der Außenwelt auf. Versuchen wir die Indizien zu bewerten. Hat man Nijinski übereilt zu den Irren abgeschoben? Ich will mehr »