Montessori und die Lüge

web108 am 22. Januar 2020 um 00:42

Die Kinder von Maria Montessori bekamen Probleme, als sie in den gewöhnlichen Schulbetrieb überwechselten. Nicht, dass sie zu wenig Leistung gebracht hätten – da hätte man gejubelt: Bei der Montessori gibt’s keine Noten, ihr seht, wohin das führt —, nein; doch sie waren zu ehrlich und offenherzig, was die Lehrer dann »widersetzlich und unverschämt« nannten. Betrachtet man die Gesellschaft näher, entdeckt man etwas. Ich will mehr »

Großes Geheimnis

web108 am 20. Januar 2020 um 00:39

Die Dakota (oder Sioux) benennen die göttliche Schöpferkraft Wakonda oder Wakan Tanka — Großes Geheimnis. Wakan durchwaltet die gesamte Natur. Ein Buch über die Weisheit der Indianer — Weißt du, dass die Bäume reden? —, 1991 bei Herder erschienen, führt Zitate von nordamerikanischen Indianern auf, die nie an Aktualität verlieren.  Ich will mehr »

Spielende Kinder

web108 am 18. Januar 2020 um 00:46

Italienische Freunde amüsierten sich über mich, weil ich ein Buch von der Montessori gelesen hatte. So wie sie gern kochen und essen, so lese ich eben gern. Maria Montessori (1870-1952) kommt sogar aus ihrer Gegend, wurde in Chiaravalle bei Ancona geboren. Sie war eine bedeutende Pädagogin und setzte sich für freies und unangestrengtes Lernen ein. In Deutschland gibt es heute 400 Montessori-Schulen. In ihrem Buch Kinder  sind anders fiel mir eine Passage über das Spielzeug und das Spielen auf. Ich will mehr »

Mehr Raum für Psi

web108 am 17. Januar 2020 um 00:41

Psi hat nicht genug Raum. Die herkömmliche Wissenschaft unterdrückt oder ignoriert paranomale Phänomene, weil für sie nicht sein kann, was nicht sein darf. Bei ihrem Studientag Nr. 78 in London gab die (1882 gegründete) Society for Psychical Research (SPR) einigen Forschern die Möglichkeit, von ihrer Sicht aus mehr Raum anzumahnen und dafür zu werben. Making Space for Psi wurde zu einer Plattform des Fachs Parapsychologie und zu einer Börse für Ideen. Dass die Veranstaltung schon zwei Monate her ist (16. November), spielt keine Rolle. Sie muss dokumentiert werden. Ich will mehr »

Georg Heym

web108 am 16. Januar 2020 um 00:24

Aus einem Regal einen dünnen Band über Lyrik des Expressionismus gefischt. Ein Liebesgedicht darin fand ich bemerkenswert. Sein Autor, Georg Heym, wurde nur 25 Jahre alt. Er wurde 1887 in Hirschberg (Jelenia Góra) geboren, studierte, schrieb 500 Gedichte und 7 Novellen, wollte zum Militär, wurde angenommen, starb aber nicht im Ersten Weltkrieg, sondern ertrank schon lang davor, am 16. Januar 1912 beim Eislaufen in Berlin. Er gilt als einer der wichtigsten deutschen Lyriker des Expressionismus.  Ich will mehr »

Rockmusik und Erleuchtung

web108 am 15. Januar 2020 um 00:29

Conscious TV ist ein unabhängiger englischer Fernsehsender, der seit November 2007 an die 500 Programme realisiert hat. Zu den Schwerpunkten Nicht-Dualität und Spiritualität werden interessante Menschen interviewt, und mir fiel auf, dass einige von ihnen mit Rockmusik zu tun hatten wie ich ja auch, und diese Passion hat mich nicht verlassen.  Ich will mehr »

Lied der Zulima

web108 am 14. Januar 2020 um 00:18

Ich blätterte die zerlesenen Blätter mit ein paar Novalis-Gedichten durch und fand eines, das gut an den Beitrag von gestern anschließt. Heimweh nach dem Osten, Leid im fernen Land, Untergangswünsche. Um die Wende zum 19. Jahrhundert blickten die Dichter über die Grenzen und träumten von Indien und vom Orient. Märchen und Liebesgedichte wurden übersetzt. Ich will mehr »

Tagore erzählt

web108 am 13. Januar 2020 um 00:46

Rabindranath Tagore, der indische Literatur-Nobelpreisträger von 1913, schrieb Ende des 19. Jahrhunderts für Zeitschriften, also für Geld, rund 80 Kurzgeschichten. Giovanna erwarb 100 Jahre nach seiner Ehrung in Indien einen schönen Band mit einer Auswahl aus diesen Erzählungen. Ich las um die Jahreswende darin herum und versuche darzustellen, was für uns interessant sein könnte. Ich will mehr »

Wie war es?

web108 am 12. Januar 2020 um 00:39

Reisen in die Unterwelt gehören zu vielen Sagen vieler Kulturen, und es gibt sie in Märchen und in der Literatur. Die Göttliche Komödie von Dante Alighieri, die eine einzige Jenseitsfahrt ist, habe ich immer nur am Rande behandelt. Jetzt will ich den 11. Gesang der Odyssee von Homer schildern und auch wieder einmal an Spoon River von Edgar Lee Masters erinnern. Darin erinnern sich die Hinübergegangenen an ihren Tod und das Leben davor. Ich will mehr »

Der Korrespondent (3): Angstmache

web108 am 11. Januar 2020 um 00:39

Ein befreundeter Heilpraktiker aus Norddeutschland schreibt mir, die meisten seiner Patienten hätten einfach Angst: vor vielen Dingen. Eine weitere große Patientengruppe klage über Verdauungsprobleme, Ursache vermutlich Antibiotika oder zuviel Stress. Dazu das Ergebnis einer umfangreichen Befragung von Kindern und Jugendlichen in Deutschland: 25 Prozent leiden unter Depressionen. Bedenklich. Ich will mehr »