Flugverkehr (140): Der Rotmilan

web108 am 9. Mai 2022 um 00:20

In der Nähe des Flughafens Zürich sah ich oft zwei Raubvögel mit gegabelten Schwänzen, die schrill »wii-wiii-wiiii« schrien, unüberhörbar. Jetzt habe ich gelernt, dass es Rotmilane sind, die vor 50 Jahren in der Schweiz auf 90 Paare zusammengeschrumpft waren, heute aber wieder 3500  zählen. In Deutschland soll es 15.000 Brutpaare von Rotmilanen geben. Ich will mehr »

Nichtigkeit

web108 am 8. Mai 2022 um 00:45

Die Wichtigkeit und die Nichtigkeit(en). Nichtig ist weniger als nicht wichtig; das ist fast nichts, aber nicht ganz. Unstrittig ist wohl, dass unsere Person wichtig ist, unser Ich. Wichtig schon, aber wie wichtig? Geben Sie eine Punktzahl zwischen »extrem wichtig« (10) und nichtig (0) an! Ich würde da eine 2 einfügen, während die meisten für 9 votieren würden. Dazu nun eine Anekdote mit einem Papst.  Ich will mehr »

Mai-Göttinnen

web108 am 7. Mai 2022 um 00:01

Wieder merke ich, dass wir in Rhythmen leben … und uns manchmal wiederholen. Wir schrieben Ende April, der Mai war bis zum 23. fertiggestellt, und eine Lücke tat sich nur am 7. Mai auf. Ich dachte nach — und verfiel auf das Buch Eine Göttin für jeden Tag von Luisa Francia (1996). Und im vergangenen Jahr fiel mir für den 6. Mai ein, aus ihrem Buch eine Passage auszuwählen. Schauen wir, welche Göttinnen sie uns für den Mai vorstellte.  Ich will mehr »

Mit-Schöpfung

web108 am 6. Mai 2022 um 00:09

Marienmonat Mai. Lourdes (1858), Fatima (1917), Medjugorje, Zeitoun in Ägypten (1968) — das sind nur vier von vielen Orten, an denen in den vergangenen 200 Jahren die angebliche Jungfrau und Gottesmutter Maria einer Vielzahl von Gläubigen erschien, und man fragt sich, auch als Sympathisant der Geschehnisse: Was könnte man dazu sagen? Wie real ist eine Marienerscheinung? Ich will mehr »

Neue Anrufungen

web108 am 5. Mai 2022 um 00:55

Zu Maria Himmelfahrt 2018 hatte ich einmal Anrufungen von Paramahansa Yogananda verbreitet, gerichtet an die »Göttliche Mutter«. Jetzt, im Marienmonat Mai, können ein paar andere folgen. Der Meister spricht das ewige Feuer an, die kosmische Vibratiion und oft auch die kosmische Mutter, und das gibt einem eine neue Perspektive; Gott ist Energie und keine Person (und auf jeden Fall nicht männlich).  Ich will mehr »

Fünfzehn

web108 am 4. Mai 2022 um 00:49

Nächstes Jahr wird Reiner Kunze 90. Mit seiner Frau lebt er bei Passau. Damals in der DDR war er, der Lyriker, eine Stimme, trat nach dem Überfall der Russen auf die Tschechoslowakei 1968 aus der Partei aus, erhielt Schreibverbot und durfte 1977 mit seiner Familie endlich ausreisen. Das wunderbare kleine Buch Die wunderbaren Jahre, dessen Manuskript in den Westen geschmuggelt wurde, avancierte zum Bestseller. Ich will mehr »

Die mexikanischen Muralisten

web108 am 3. Mai 2022 um 00:43

Vor 100 Jahren ging der mexikanische Maler David Alfaro Siqueiros mit einem Manifest an die Öffentlichkeit. Darin pries er im Namen einer neuen Künstlergewerkschaft eine Monumentalkunst, die zu einer »kämpferischen und erzieherischen Kunst für alle« werden sollte. 50 Jahre lang entstanden so in Mexiko und anderswo riesige Gemälde auf Wänden, und die Künstler, die die Wandmalerei betrieben, nannte man Muralisten. Ich will mehr »

Le Locle (2)

web108 am 2. Mai 2022 um 00:19

Mehr Farbe in die Welt! Wer mit dem Zug von Zürich nach Bern fährt, wird viele wilde Malereien an der Bahnstrecke entdecken und nicht unglücklich darüber sein. Junge Anarchisten waren mit dem Grau dieser Betonwelt nicht zufrieden, und wenn diese Bewegung auf die Kunstszene übergreift, kann das nicht schlecht sein. Die Wirtschaft »beglückt« uns mit vielen knalligen Plakaten, gegen die wir uns nicht wehren können; der öffentliche Raum ist zu einem verwilderten PR-Garten geworden.  Ich will mehr »

Le Locle zeigt Kunst im Freien

web108 am 1. Mai 2022 um 00:18

Art urbain oder Stadtkunst ist in der Westschweizer Stadt Le Locle zu sehen. 20 Künstler bemalten Wände und Mauern in der Stadt, und ein Plan führt von einem Kunstwerk zum nächsten. Am Ostersamstag war es, dass wir uns dort aufhielten, der Himmel war von einem tiefen Blau, und so pilgerten wir durch die Stadt, die 13.000 Einwohner hat und wie viele in der Gegend mit der Uhrmacherzunft gewachsen ist; die Zeit war häufiges (und vielleicht vorgegebenes) Thema der Arbeiten.  Ich will mehr »

Gemälde von Roerich

web108 am 30. April 2022 um 00:44

Ich war gebannt von diesen Bildern des Nicholas Roerich! Er ist ihm gelungen, Majestät und Magie der höchsten Bergregion der Erde darzustellen, indem er ungewöhnliche Hintergrundfarben wählte und sich auf Konturen beschränkte. Roerichs gezackte Berge scheinen immer zu schweben, als wollten sie gleich abheben wie massive UFOs, den Vorboten von Shambhala. Ich will mehr »