Archiv der Kategorie 'Phänomene'

Finke und Kamerun

Samstag, den 23. November 2013

Volker Finke fühlt sich immer mehr als Kameruner, sagt er. Erst vergangenen Sonntag habe ich mitgekriegt, dass der frühere Freiburger Trainer die Nationalmannschaft Kameruns trainiert, und als ich es am Nachmittag las, war sein Team schon für die Weltmeisterschaft nächstes Jahr qualifiziert: durch ein 4:1 über Tunesien. Wir gratulieren.

Taten und Daten

Freitag, den 22. November 2013

Da fanden ja vor ein paar Tagen die Freundschaftsspiele der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Italien und England statt. Hab ich mir aus Langweile angeschaut. Als Experte kam nach dem Italien-Spiel auch Oliver Bierhoff zu Wort, der ja besonders schlau ist. Jetzt will er den Fußball modernisieren. Hilfe!

Nebel

Mittwoch, den 20. November 2013

November, der Nebelmonat. Der Nebel ist auch etwas Schönes, sagt manipogo, die Seite mit den positiven Ansätzen. Nebel rückwärts gelesen heißt Leben. Nebel verhüllt manchmal gnädig etwas, und manchmal spielt er Schicksal, wie in zwei Beispielen. Bei Louie Harris und Laurens van der Post trat plötzlich Nebel auf und hatte eine wohltätige Wirkung.

Un-autonom

Mittwoch, den 30. Oktober 2013

Hier auf dem Land geht es schon zu wie in Italien: Kaum einer erledigt Alltagsbesorgungen mit dem Rad. Man hat sich vom Auto abhängig gemacht, und das ist Auto-Dependenz. Autonomie, das wäre wichtig: mehr Freiheit von Geräten und Computern und Daten.

Traumschleife

Dienstag, den 29. Oktober 2013

Man liest über ein Phänomen, schreibt es in ein Buch hinein – und dann erlebt man es selber. So erging’s mir vor kurzem mit der Traumschleife. Erst muss ich erklären, was das ist. Es steht in Zeit und Bewusstsein auf Seite 189. »Simon aus London träumte, eine lange weiße Narbe sei auf seinem Arm erschienen.«

Japanische Gärten

Sonntag, den 27. Oktober 2013

Laurens van der Post beschäftigt sich in seinem Buch Yet Being Someone Other mit seinem Verhältnis zum Meer, aber auch zu Japan. Da ich bekennender Japan-Liebhaber bin, habe ich diese Seiten mit Begierde gelesen. Es war um 1929, als er die Kaiserstadt Kyoto betrat und deren vielen Pagoden und Tempel und Gärten sah.

Entstellte Überlebende

Donnerstag, den 24. Oktober 2013

Die Organisation Acid Survivors in Bangladesch kümmert sich um Frauen und Kinder, die durch Säure verätzt wurden und traumatisiert sind. 3000 solcher Frauen leben im Land und wurden meist von Männern bestraft, die sie zurückgewiesen hatten – oder für Fehlverhalten zu Hause. Solche Anschläge gibt es in vielen Ländern.

Schätze in der Camargue

Sonntag, den 29. September 2013

In der Camargue herrscht zwar viel Wind, aber es regnet nicht, und Schnee kennen die Leute vermutlich nur vom Hörensagen. Alte Autos halten sich darum länger frisch. Zwischen Aigues-Mortes und Les-Saintes-Maries-de-la-Mer stand ein rotes MG-Cabrio zum Verkauf auf der Straße, und im Hof warteten noch ein paar schöne Exemplare.

Selbstbewusst

Freitag, den 27. September 2013

Zwei Mal stieß ich kürzlich auf das englische Wort self-conscious. Wörtlich übersetzt, heißt es selbstbewusst, aber nichts da! Es bedeutet befangen, verlegen. Selbstbewusst wird mit self-confident oder self-assertive übersetzt. Das self-conscious ist also ein falscher Freund, a false friend. Hat auch philosophische Hintergründe, und die decken wir auf.

Maria

Sonntag, den 8. September 2013

In Laurence Sternes A Sentimental Journey (1767) gefiel mir die Stelle, als der Erzähler in Moulines die halbverrückte Maria besucht und nett zu ihr ist. Schon zwei Jahre zuvor hatte er sie besucht. Maria lief danach zu Fuß zum Vatikan und durch die Lombardei, und als sie die Sinne verlor, starb bald darauf ihr Vater. […]