Das Veloziped

web108 am 25. August 2013 um 00:23

Veloziped hieß das Fahrrad früher, lateinisch für »schneller Fuß«. Wie der Name eines Indianerhäuptlings. In der Schweiz ist das Rad ein Velo, betont auf der ersten Silbe. Mein Fahrrad-Oldtimer-Verein hat ein Buch herausgebracht, und vorgestern wurde es vorgestellt: in Heiden oberhalb des Bodensees.  Ich will mehr »

Die Schönheitspflege der Frauen

web108 am 24. August 2013 um 00:33

Die Beschäftigung mit Geschichte macht einen demütig. Was viele heute für skandalös und verwerflich halten, hat es früher auch schon gegeben. Bleibt ruhig, Leute! Wer meint, dass Frauen zu viel für die Schönheit ausgeben und tun, könnte bei Jakob Burckhardt nachlesen über die Renaissance, etwa die Zeit von 1450 bis 1550. Schon zu den Promis hatte er Interessantes zu sagen. Ich will mehr »

Der Leiter

web108 am 23. August 2013 um 01:14

Noch eine Anmerkung zu Frankreich. Die Franzosen sind scharfe Denker, und ihre Philosophie (und Soziologie, Ethnologie) ist unerreicht, finde ich. Meine Favoriten: Lévy-Strauss, Barthes, Merleau-Ponty und von früher Diderot und Voltaire. Vor ein paar Tagen hatte ich plötzlich aus meinem Regal Membres Fantômes (des corps musicien) in der Hand, Autor Peter Szendy, 2001. Erschienen bei den Éditions de Minuit, Paris. Daraus etwas … Ich will mehr »

Einsamkeit

web108 am 22. August 2013 um 01:15

Der Sommer war lang und heiß. Bei mir wird links der Supermarkt gebaut, abends sägt oder hämmert immer irgend jemand, und alle, die sich im Winter verkrochen hatten, waren nun auf den Balkonen und plauderten. Darum wieder einmal Krishnamurti mit seinen feinen Beobachtungen aus den Notebooks Commentaries on Living. Wo könnte man völlig einsam leben? Ich will mehr »

Trost von drüben

web108 am 21. August 2013 um 01:32

Ich habe ein schönes Übersetzungsprojekt, und ich bin fast schon durch: Das Buch Alec Harris. The full story of his remarkable physical mediumship, geschrieben von seiner Witwe Louie. Er starb 1974, sie 1989, sie sind also schon seit langem drüben vereint. Es ist ein spannendes Buch und schildert, wie Alec zu einem der größten Materialisationsmedien wird. Ich will mehr »

Flugverkehr (12): der Segelflieger

web108 am 20. August 2013 um 00:20

Ich saß nach der Auffahrt auf den Hochblauen, den Hausberg in meiner Gegend (1061 Meter), an einem Hang, plötzlich hörte ich rechts ein Zischen, und ein Segelflugzeug querte meinen Sichtkreis; es flog ganz nah vor mir vorüber (nie hatte ich so nah einen Segelflieger gesehen), entfernte sich, flog dann von links nach rechts, kam wieder, und das wiederholte sich ein paar Male. Ich will mehr »

Nanni Moretti

web108 am 19. August 2013 um 00:42

Heute wird Nanni Moretti 60 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch! Nanni wird immer Nanni sein, der temperamentvolle, chaotische, sympathische Filmregisseur, der, kann auch ich sagen, mich hinüberdenkend nach Italien, für »unsere« Generation gesprochen hat und immer ein Leitbild der Linken und Engagierten war. Ich will mehr »

Bestandsaufnahme

web108 am 18. August 2013 um 00:48

Man kommt nach einer Woche wieder zurück, schon liegen zwei neue Karten unterschriftsbereit da, Visa und die Bahn-Card 25. Nanu; ja, ich hatte vergessen, sie zu kündigen, wird automatisch verlängert. Du klebst als Abonnent überall fest. Plötzlich hatte ich das Gefühl, von Sparkasse, Deutscher Bahn, Telekom und AOK eingekreist zu sein. Ich will mehr »

Wolken ziehen vorbei

web108 am 17. August 2013 um 00:13

Wolken ziehen vorbei, so hieß ein Film von Aki Kaurismäki, der mein Jahrgang ist. Kürzlich waren bei Nachbarn Finnen zu Gast, aber wir kennen ja nur Nurmi, Sillanpää und eben Kaurismäki, immerhin. – Ich schaute vergangenen Sonntag hinaus, und da zog keine Wolke vorbei, sondern eine stand da. Bedeutet das was? Ich will mehr »

Gordon Smith, Medium

web108 am 16. August 2013 um 00:37

Wir – meine Schwester und ich – waren also gestern Abend bei dem schottischen Medium Gordon Smith. Das muss man sofort danach schreiben; ich erinnere mich noch an die indignierte Bemerkung eines dpa-Inlandschefs über Journalisten, die »mit ihrer Geschichte zu Bett gehen«, und das war nicht erotisch gemeint. Ich will mehr »