Klage

web108 am 17. Juli 2013 um 00:34

Das Jenseits. »Was ist das Wunderbarste?« Yudhistira, König der Pandavas, antwortet in der indischen Sage Mahabharata darauf, befragt von einem weisen Yaksha: »Tag für Tag gehen zahllose Geschöpfe ein in das Reich Yamas. Doch die, die zurückbleiben, denken, dass sie nicht sterben werden: Was kann wunderbarer sein als das? Ich will mehr »

Der Segen

web108 am 16. Juli 2013 um 00:42

Krishnamurti beschreibt das Leben im ländlichen Indien, das, etwas abgewandelt, auch das Leben im Markgräflerland sein könnte, 30 Jahre später. Ich radle zur Goldmine, dem Schreibwarenladen mit der Bäckerei, und die drei Frauen dort freuen sich, mich zu sehen, und ich strahle, weil ich sie sehe. Draußen an der Hauptstraße ist Marian, der Arbeiter vom  Bauhof, an den Blumen beschäftigt, und wir winken uns zu. Ist das nicht toll? Ich will mehr »

Das Land, welches nicht ist

web108 am 15. Juli 2013 um 01:28

In dem Buch Auf der Karte Europas ein Fleck, einer Sammlung mit Gedichten der osteuropäischen Avantgarde Anfang des 20. Jahrhunderts, habe ich ein richtig sehnsüchtiges Gedicht gefunden. Endlich kommt mal wieder eine Lyrikerin zum Zug, Edith Södergran. Das erinnert uns an den Beitrag über Else Lasker-Schüler. Ich will mehr »

Hilfe vom Jenseits erwünscht

web108 am 14. Juli 2013 um 00:56

Victor Zammit ist ein pensionierter australischer Anwalt, der seit 23 Jahren Jenseitsforschung betreibt. Seit 12 Jahren verschickt er seinen Afterlife Newsletter jeden Freitag um 00.00 Uhr in die ganze Welt, und seit 5 Jahren lese ich ihn. In der aktuellen Ausgabe schreibt er: »Wir brauchen mehr Hilfe aus dem Jenseits.« Mal schauen, was er damit meint. Ich will mehr »

Appenzell 1513

web108 am 13. Juli 2013 um 01:20

Vor 500 Jahren trat das Appenzellerland als 13. Kanton der Schweizer Eidgenossenschaft bei. Da wird es einige Feste geben. Noch 1404 und 1405 hatten die Appenzeller Bauern gegen den Abt von St. Gallen und den österreichischen Adel gekämpft, doch ihr Triumph hielt nur ein paar Jahre. Ich bin ja ein heimlicher Appenzeller, denn der Verein mit seinen historischen Rädern, zu dem ich gehöre, ist da angesiedelt und akzeptiert mich. Ich will mehr »

Flugverkehr (10): Zürich-Kloten

web108 am 12. Juli 2013 um 01:16

Die Einflugschneise verläuft ja vor Giovannas Wohnung in Opfikon. Da landen die Flugzeuge jeden Morgen zwischen 6 und 9 Uhr, aber man schläft trotzdem gut. Abends landeten sie immer, wenn die Wolken tief hingen, von 19 bis 22 Uhr, aber während meiner jüngsten Woche landeten sie am Abend auch bei schönem Wetter. Ist jedenfalls immer ein Spektakel. Ich will mehr »

Kloster Einsiedeln

web108 am 11. Juli 2013 um 00:53

Es war ein blendender Einfall Giovannas, am zweiten Julisonntag eine Wanderung von Rapperswil am Zürichsee nach Pfäffikon SZ (SZ: Kanton Schwyz) und dann hinauf zu Kloster Einsiedeln zu unternehmen. Damit führten wir den Weg vom 25. August vergangenen Jahres weiter, als wir von einem Ort im Unterland hinunter nach Rapperswil gelaufen und da nach Kaffee und Kuchen in den Zug zurück eingestiegen waren. Ich will mehr »

Einstein in Bern

web108 am 10. Juli 2013 um 00:41

Am Tag nach dem Indianermuseum wieder ins Museum: eine Fahrt mit dem Volvo in das von Zürich 122 Kilometer entfernte Bern, ins Historische Museum, in dem im zweiten Stock das Einstein-Museum untergebracht ist. Albert Einstein spielt in meinem Zeit-Buch natürlich die Hauptrolle, und so musste ich, bevor ich mein Manuskript abgebe, mir anschauen, was es in Bern über den großen Gelehrten gibt. Ich will mehr »

Indianermuseum

web108 am 9. Juli 2013 um 00:05

Ich bin gern spontan – oder, anders gesagt, ich habe einen Zwillings-Aszendenten und handle oft nach Eingebung. Wir (meine Mutter und ich) hatten bei strömendem Regen zur berühmten Bührli-Kunstsammlung in Zürich gehen wollen, stiegen aus der Tram aus, sahen ein Schild North American Indian Museum, und da ich ein heimlicher Indianer bin, sagte ich: Hey, lass uns dahin schauen. Meine Mutter ist gutmütig, und so landeten wir bei den Indianern. Ich will mehr »

O arme Makhfi!

web108 am 8. Juli 2013 um 00:53

Prinzessin Zeb-un-Nissa war die älteste Tochter des indischen Kaisers Aurungzebe. Sie kam 1639 zur Welt, war sehr intelligent, wehrte sich gegen eine Heirat und ging den mystischen Weg, Beim Herumsuchen im Islam-Teil der wunderbaren Internet Sacred Text Archives (wunderbar, wenn man Englisch kann) stieß ich auf ihren Diwan, das ist ein kunstvolle Zusammenstellung von Ghasalis, einer Versform. Es sind 50 durchnummerierte Gedichte mit je 20 bis 30 Zeilen.  Ich will mehr »