Mihail und Veronica

web108 am 26. August 2021 um 00:25

Eine Kollegin nannte mir den Namen des bedeutendsten rumänischen Dichters, ich merkte ihn mir und erzähle nun von ihm. Mihail Eminescu heißt er, wurde 1850 geboren und starb 1889. In Veronica Micles verliebte er sich als junger Mann, und ihr widmete er seine Gedichte, sie betete er an, doch die Verbindung zu legalisieren schaffte er nicht. Lieder schwärmte er sie an.  Ich will mehr »

In der Hölle, auf ewig (?)

web108 am 25. August 2021 um 00:18

»Du bist nichts anderes als dein Leben«, sagt Inès zu Garcin, der beklagt hatte, er sei zu früh gestorben. Ach, man sterbe immer zu früh, erwidert Inès leichthin. In dem übersitzten Raum hinter verschlossenen Türen sitzt noch Estelle, sie sind zu dritt. Garcin ruft aus: »Ach, das ist ein Witz! Wir brauchen keinen Grill; die Hölle, das sind die Anderen.« Und am Ende des Theaterstücks sagt er: »Na gut, machen wir weiter.« Ich will mehr »

Was wir sind

web108 am 24. August 2021 um 00:35

Nachdem ich den Artikel über Carl Gustav Jungs Nahtod-Erfahrung geschrieben hatte, ließ mich nicht los, was der Schweizer darüber gesagt hatte: Die Vergangenheit sei ihm schlagartig genommen worden; er war das, was er war und schwebte zudem in einem (Zeit-)Raum, in dem Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft eins waren. Ich will mehr »

Flugverkehr (126): Zwei Mal Abflug

web108 am 23. August 2021 um 00:43

Nahtod-Erfahrungen gab es vermutlich schon immer, nur wurden sie anders genannt oder nur mündlich weitergegeben. Wir sehen uns heute zwei berühmte Fälle an, weil Giulio Caratelli und Maria Luisa Felici in ihrem Februar-Heft Il Mondo del Paranormale sie vorstellen. Der Schweizer Psychologe Carl Gustav Jung hatte sein Erlebnis 1944, der Fall von Doktor A. S. Wiltse wurde schon 1889 beschrieben. Ich will mehr »

Sakrale Medizin

web108 am 22. August 2021 um 00:48

Vor einem Monat musste ich einmal bei einem Allgemeinarzt in Heitersheim Papiere für einen Bewohner abholen. Ich betrat also das Gebäude der Vereinsbank und ging hoch ins Dachgeschoß — auf grauem Teppichboden die Treppe hinan. Zwei beschäftigte Assistentinnen, die mich gar nicht wahrnahmen. Weiße Wände. Ein Monitor, auf dem es hieß: Ist Ihre Netzhaut in Ordnung? Schauen Sie dieses Raster an. Ich will mehr »

Heilbringende Wellen

web108 am 21. August 2021 um 00:27

Taniguchi Masaharu (Nachname zuerst; 1893-1985) verkaufte von einem Buch Leben aus dem Geiste (1964) in Japan acht Millionen Exemplare. Er vertrat die Bewegung Seicho-No-Ie, die dem Geist absolute Priorität einräumte und das Einssein mit Gott predigte. Der Autor spricht von erstaunlichen Heilungen durch den Willen und den Glauben — es ist der Placebo-Effekt, bewusst hervorgerufen. Ich will mehr »

Brot und Bier

web108 am 20. August 2021 um 00:28

Hier folgt noch ein kleiner Nachschlag zum Ägyptischen Totenbuch. Die Ägypter tranken gern Bier: Den Bayern freut’s. In Oberägypten wurde eine Brauerei aus dem Jahr 3000 vor Christus ausgegraben, und in Mesopotamien gab es 20 Biersorten. Eine Bemerkung im Totenbuch brachte mich zum Nachdenken. Ich will mehr »

Flugverkehr (125): Geläutert durchquer ich

web108 am 19. August 2021 um 00:13

Das Ägyptische Totenbuch kann man immer mal wieder durchschauen. Es gehört zu den ältesten schriftlichen Werken der Menschheit; die ersten magischen Inschriften entstanden 2000 Jahre vor unserer Zeitrechnung, und zur Zeit Homers lag die Sammlung komplett vor, die zunächst nur in Hieroglyphen geschrieben war, von denen es zu Beginn 700 verschiedene gab. Das Fliegen erscheint im Totenbuch oft. Ich will mehr »

Lakota Woman

web108 am 18. August 2021 um 00:06

Niemand wird gezwungen, über das Böse in der Welt zu lesen. Wenn’s einem nicht gut tut, sollte man es sein lassen. Doch ein wenig Mitleiden darf schon sein und ist hilfreich, denn irgendwie sind wir alle verantwortlich dafür, dass der Mensch den Menschen unterdrückt. Lakota Woman erzählt das schwere Leben einer Indianerin den USA von 1960 bis 1990. Das ist noch nicht lange her.  Ich will mehr »

Shirin-Gol in Afghanistan

web108 am 17. August 2021 um 00:50

»Was ist mit Afghanistan, was mit Syrien?« So schrieb ich vor einem Monat, nicht ahnend, dass ich nun schreiben müsste: Vorgestern nahmen die Taliban Kabul ein, und ganz Afghanistan gehört ihnen. Armes Afghanistan, in der Hand der Geißel des Orients! Das Buch, das ich las und das ich vorstellen möchte, heißt Nach Afghanistan kommt Gott nur noch zum Weinen, und die Journalistin Shiba Shakib hat es 2003 geschrieben. Wirklich ein Buch zum Weinen. Ich will mehr »