web108 am 15. November 2021 um 00:01
1959 hatte Salvatore Quasimodo, der Sizilianer, den Literatur-Nobelpreis erhalten. Im November 1965 lag er im Krankenhaus von Sesto San Giovanni bei Mailand und schrieb ein kleines Gedicht, das uns hier beschäftigt. Plötzlich hat man nichts mehr zu tun und wartet und weiß nicht worauf. Man hofft bloß, wieder herauszukommen. Zweieinhalb Jahre hatte er da noch zu leben. Ich will mehr »
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web108 am 14. November 2021 um 00:20
Von heute bis zum 20. Februar 2022 zeigen die Reiss-Engelhorn-Museen die Ausstellung gesichtslos — Frauen in der Prostitution. Das ist ein verdienstvolles Projekt. Gibt es sie überhaupt noch, die Prostitution? Es ist ja der Eindruck entstanden, wegen Corona seien engere Begegnungen von Mensch zu Mensch, von Mann und Frau lebensgefährlich. Nur noch mutige Frauen bieten ihre Dienste an. Ich will mehr »
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web108 am 13. November 2021 um 00:02
Diese Wortschöpfung begeistert mich: Ricicletta! La bicicletta ist im Italienischen das Fahrrad (kurz bici, gesprochen biitschi), riciclare heißt wiederherstellen (oder recyceln: wieder in den Kreislauf bringen), und der Austausch eines Buchstabens, des ersten, schafft eine neue Kategorie: das Recycling-Rad. Seit 2015 haben die sozial ausgerichteten Ricicletta-Werkstätten in Ferrara 2000 Räder wieder hergerichtet. Ich will mehr »
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web108 am 12. November 2021 um 00:18
Auf einer Expedition einer Gruppe Bambara in Mali verschwindet spurlos ein kleiner Junge, Naba. Damals, im Jahr 1808, wussten es alle: das Werk von Sklavenhändlern. Was Maryse Condé in ihrem großen Roman Segu (1984) erzählt, verweist uns auf Ein Goldfisch. Auch Laïla war geraubt worden, als kleines Mädchen in Marokko. Plötzlich müssen wir uns mit der Sklaverei auseinandersetzen. Ich will mehr »
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web108 am 11. November 2021 um 00:02
Die Geschichte vom Salesi Bloch, die der Sulzburger Heimatdichter Hubert Baum erzählte, war umwerfend, aber erst später reagierte ich darauf: als mir nämlich ein ähnliches Vorkommnis einfiel, das ich behandelt hatte: Andreas Hertzegs Verschwinden und Wiederauftauchen. Das fällt in die Rubrik wundersame Errettung, und davon sollten wir mehr haben. Ich will mehr »
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web108 am 10. November 2021 um 00:10
Wir sprechen immer vom Licht, dem liebenden, das uns dereinst einhüllen wird. »Ein Sonnenstrahl reicht hin, viel Dunkel zu erhellen«, sagte der heilige Franz. Das Dunkle wird verabscheut und gefürchtet. Oft ist es nur metaphorisch gemeint: das Dunkel des Nichtwissens. Nun im November nimmt die konkrete Dunkelheit zu, es wird immer früher Nacht, doch ist sie nicht auch wohltätig und hüllt uns ein wie das Licht? Wir sind geborgen. Ich will mehr »
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web108 am 9. November 2021 um 00:48
Jeder von uns hat einen Lieblingsplatz — im Haus oder im Garten, im Wald oder im Café. Da fühlen wir uns wohl und sicher, das sind Zufluchtsorte. Darüber hatte ich nie explizit nachgedacht, doch Rachel Remen hat auch dazu Erhellendes zu bieten, etwa durch das Beispiel ihres damaligen Katers Charles und Stieren in der Arena. Ich will mehr »
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web108 am 8. November 2021 um 00:29
Rachel Naomi Remen, die wir als Babyküsserin vorgestellt haben, spricht in ihren Geschichten, die gut tun, so viele Aspekte an, die mich begeistern; darum müssen wir dem Buch Dem Leben trauen und seiner Autorin noch drei Beiträge widmen. Im ersten geht es um Träume, die dem Menschen bildhaft eine Wahrheit aus seinem Inneren verraten. Ich will mehr »
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web108 am 7. November 2021 um 00:55
Die Hafenrundfahrt war bereichernd, weil sie 2 Stunden dauerte und der Moderator viel wusste und viele Zahlen parat hatte. 100.000 Euro kostet ein Tag, den ein Containerschiff im Hafen liegt. Da ent- und belädt man schnell, mit Kränen, und der Landgang der Crew ist kurz, doch für die Reeperbahn könnte es reichen. Ist ja zehn Minuten zu Fuß vom Hafen. Ich will mehr »
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web108 am 6. November 2021 um 00:55
Plötzlich fiel mir der Begriff wieder ein, der oft mit Hamburg zusammen genannt wurde: Schmuddelwetter. Die Vorhersage war: 1. Tag grau, 2. Tag Regen, 3. Tag grau … doch dann wandelte sich alles zu (fast) 3 Tagen Sonne. Giovanna macht mit ihrem Smartphone Bilder, und man muss sagen: höchste Qualität. Ein kleiner Streifzug, und Schiffe kommen morgen dran. Ich will mehr »
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