Die heilige Lioba

web108 am 5. Januar 2017 um 01:01

In der Rubrik Große Frauen des Frühmittelalters behandeln wir heute die heilige Lioba, weil mir zufällig ein Buch über sie von Schwester Hieronyma Hieber in die Hände fiel. Immer wieder erstaunlich, welchen Rang Frauen im frühen Christentum einnehmen konnten und wie klug sie waren. Ich will mehr »

Schattentanz

web108 am 3. Januar 2017 um 01:01

In einer Art Schattentanz gehen zwei Menschen in einer Partnerschaft miteinander um. Mein Partner drückt meinen Schatten aus, den ich in mir trage (beim Mann ein männlicher, bei der Frau ein weiblicher Schatten), und er spricht durch sie, die Frau (oder spricht die Frau durch ihn, den Mann, an). Sagt Edwin C. Steinbrecher. Ich will mehr »

2017

web108 am 1. Januar 2017 um 10:58

Ein neues Jahr, das wir wieder erleben dürfen. Freuen wir uns! Es gab fürchterliche Anschläge überall, auch in Bagdad und Ougadougou, den Krieg in Syrien mit der Verwüstung von Aleppo, Brexit, Trump und eine neue italienische Regierung. Freuen wir uns trotzdem, fangen wir neu an! Ich will mehr »

Freie Sicht

web108 am 30. Dezember 2016 um 00:40

Ein neues Jahr steht uns ins Haus. Nach dem Jahreswechsel blicken wir ins Freie, und hoffentlich in eine offene Zeit, in der alles geschehen kann. Die Freiheit ist kostbar. Frei sein heißt auch, auf etwas verzichten zu können. Wenn alle unbegrenzt alles nutzen, ist alles schon wieder vollgeknallt und zugemüllt. Darum im Neuen Jahr: gegen Mauern, in den Köpfen und überhaupt. Freie Sicht aufs Mittelmeer! Ich will mehr »

Städte, nachts

web108 am 27. Dezember 2016 um 00:57

Bilder von nächtlichen Szenen sind schwer zu finden. Städte, vor allem nachts, sind faszinierend. Sie werden geschmückt, weil es der Mensch schön haben will. So werden die Gassen, Straßen und Plätze zu einem Innenraum, in dem man mit anderen vereint ist. Über die Nacht im Mittelalter hatte ich im November mich verbreitet. Ich mag’s aber auch hier. Draußen Nebel und spärliches Licht, das Haus ist so still, als sei es ausgestorben, und so lebt man selig wie auf einer Insel, allein mit Gedanken und großen Projekten … Ich will mehr »

Morgen Sonnet

web108 am 24. Dezember 2016 um 00:50

So schrieb man vor 350 Jahren: Morgen Sonnet. Andreas Gryphius (1616-1664) war ein schlesischer Dichter des Barock, und er schrieb Verse über den Tod, den Glauben, die Vergänglichkeit. Doch dass die Sonne aufgeht, hat auch ihm gefallen (passend: das Sonnet, heute: Sonett). Wir können neu in jeden Tag starten, und Konfuzius riet das: Wenn du dein Leben jeden Tag neu anfangen kannst, tu es! Ich will mehr »

Flugverkehr (64): der Kormoran und anderes Gefieder

web108 am 21. Dezember 2016 um 01:23

Ich sei ein Vogelfreund, meint Helmut, und da hat er recht. Und schickt mir manchmal Fotos von welchen, und auch andere, und dann ist ganz überraschend doch irgendwo in der Ecke ein fliegender Vogel drauf. Ein Prunkstück ist der Kormoran, den er im Spätherbst am Gardasee fotografiert hat. Und ich habe eine Gedichtstelle dazu gefunden, was für ein Wunder! Ich will mehr »

Astraler Sex

web108 am 18. Dezember 2016 um 01:25

Ach, schon wieder Sex! Eine Bekannte aus der Verwandtschaft merkte sich die Landsberger Postleitzahl 86899 so: Ach Sex, ach noi, noi. (In Landsberg reden sie so, fast schwäbisch.) Astraler Sex könnte für sie nun interessant sein, da sie seit ein paar Jahren auf der anderen Seite lebt. Ich will mehr »

Die Träume des Rabbi Wechsler aus Schwabach

web108 am 15. Dezember 2016 um 00:51

Rabbi Hyle Wechsler stammte aus einer Familie prominenter Rabbiner. Er lebte, immer kränklich, von 1843 bis 1894, und er hatte einige prophetische Träume. »Wenn der Traum einen enthüllenden Charakter hat«, schrieb er, »gleicht er einem Bildrätsel«, und oft ließen sich Parallelen dazu in der Bibel finden. Ich will mehr »

Ein paar Träume

web108 am 12. Dezember 2016 um 01:02

Heute wäre mein Schwager Leo 60 Jahre alt geworden. Heute vor 17 Jahren, vor seinem Geburtstagsfest zum 43., schaute er aus dem Fenster und fiel um. Herzinfarkt. Am 29. Oktober träumte ich von ihm, so intensiv wie nie zuvor. Er kam herein, lächelte, ich gab ihm die Hand (Wahnsinn! dachte ich), und dann setzte er sich. Er sah gut aus und wirkte jung. Ich will mehr »