Über Renata

web108 am 29. März 2013 um 00:23

Ich dachte an ein Bild mit Ernest Hemingway am Pool mit der jungen venezianischen Adeligen, in die er verliebt war, und dann suchte ich nach ihrem Namen. Renata aus dem Buch, das ich vor wenigen Tagen vorstellte, heißt ja wörtlich »die Wiedergeborene« (re-nata), und Hemingway bezog den Namen vielleicht auf sich: Das Mädchen schenkte ihm Energie, er fühlte sich wie neugeboren.  Ich will mehr »

Sechs Farben: grün

web108 am 28. März 2013 um 00:58

Ich wollte meine Farben-Serie, die Ende November mit dem Blau begonnen hatte, eigentlich still und heimlich auslaufen lassen, weil sie mir etwas langweilig vorkam. Aber heute ist angeblich Gründonnerstag, und meine Nichte Franziska, die Grün sehr gern mag, reist aus Berlin an, da freue ich mich! Und bin überredet: grün. Ich will mehr »

Regenbögen

web108 am 27. März 2013 um 00:39

Komisch sieht dieses Wort da oben im Titel aus. Das liegt wohl daran, dass man meist nur einen Regenbogen sieht, weshalb das Wort in der Einzahl gebräuchlich ist. Er ist ein Symbol für die Erneuerung und das Weiterleben, und vor zweieinhalb Wochen hatte ich einen in Winterthur erlebt. Und dann fiel mir ein, dass ich einmal von meinem Balkon aus einen doppelten entdeckt und sogar fotografiert hatte. Ich will mehr »

Etruskerland

web108 am 26. März 2013 um 01:32

Jetzt denke ich oft an den verstorbenen Onkel. Beim Radfahren fiel mir ein schöner Ausflug vom Dezember 2010 ins Etruskerland ein, bei dem er aber nicht dabei war. Romano Puglisi arbeitete damals in einer Institution, die psychisch Kranken wieder zu einem Arbeitsplatz verhelfen sollte, und da noch Geld von der EU übrig war, unternahmen wir eine Busfahrt von Rom nach Norden, wo die Etrusker lebten, die vorherigen Bewohner der Region. Ich will mehr »

Die Hand

web108 am 25. März 2013 um 01:22

Es war gestern, kurz vor dem Aufwachen. Ich hielt diese Hand in der meinen und küsste sie; ich machte so halb die Augen auf und sah sie tatsächlich, da in meiner Hand, und küsste sie nochmals, es war ganz echt; und dann wachte ich so langsam auf, kam herauf aus dem hypnagogen Zwischenreich zwischen Schlaf und Wachen. Wie wirklich das gewesen war! Wie eine echte Hand. Ich will mehr »

Zio Lillo

web108 am 24. März 2013 um 00:55

Wir sind traurig. Zio Lillo ist gestorben. Er war zwar Giovannas Onkel, nicht der meine; aber irgendwie doch auch meiner. Ein echter Römer war er, unsagbar stolz auf seine Stadt und gelassen sich durchkämpfend durch die Widrigkeiten des Alltags; ja, er war einer dieser Löwen des Alltags, die immer Rat parat haben, Achille Gioggi, 1938 im Januar im Testaccio-Viertel geboren, am Samstag gestorben, 75 Jahre alt. Ein feiner Mensch. Ich will mehr »

Über den Fluß und in die Wälder

web108 am 23. März 2013 um 01:08

Passend zum Wetter heute noch eine traurige Winter-Geschichte, weil ich im Februar zum zweiten Mal den Roman Über den Fluß und in die Wälder von Ernest Miller Hemingway gelesen habe und wieder ergriffen war. Im nebligen, verregneten Venedig erlebt und zelebriert der todkranke Oberst Richard Cantwell seine letzte Liebe, zu der 19-jährigen adeligen Renata. Ich will mehr »

Alkohol, Frauen und Männer. Und Dates

web108 am 22. März 2013 um 01:01

Ich las über die Schulter von jemandem an einem Bildschirm  eine Satire, die etwas frauenfeindlich war, aber nicht zu schlimm. Es ging aus Männersicht um die »Dates« mit Frauen aus verschiedenen Ländern und was »mann« auf den ersten dreien dabei erlebt. Manchmal nichts; und manchmal das Nichts. Das dritte Date mit der Araberin fällt in der Geschichte aus, weil du, Mann, beim zweiten von männlichen Verwandten erschossen wirst. Haha. Ich will mehr »

Bomben auf Bagdad

web108 am 21. März 2013 um 00:48

Es war vor zehn Jahren, dass US-Truppen in Irak einfielen, um das Land von Saddam Hussein zu befreien, wie die offizielle Lesart hieß. Die Lage dort spielt durchgängig in meinem Roman Mörderisches Rom von 2006 eine Rolle, dessen Geschehen eine Woche im März 2003 einnimmt. Aus den Buch kann ich nun zitieren: Ich will mehr »

Die Yahoos (!)

web108 am 20. März 2013 um 02:25

Sterne las ich, und da lag, unbeachtet auf einem kleinen Bücherstapel, das Buch Gullivers Reisen von Jonathan Swift, und ich schaute es kurz durch. Dass da im vierten Teil (oder im vierten Buch) dauernd die Yahoo eine Rolle spielen, interessierte mich. Konnte man gut lesen. Jetzt weiß ich mehr. Ich will mehr »