Archiv der Kategorie 'Literatur'

Theodor Gottlieb von Hippel

Montag, den 31. Januar 2022

Da stehen wir nun vor einem seltsamen Namen, den ich zum ersten Mal vor drei Wochen hörte und der zu einem der seltsamsten Schriftsteller aus der Goethe-Zeit gehört. Ich muss über ihn schreiben (warum, sehen wir gleich) und versuchen, es so interessant zu gestalten, dass ihr wenigstens ein paar Zeilen lest. Frisch ans Werk!

Aus der Redaktion

Samstag, den 29. Januar 2022

Was die Einmann-Redaktion von manipogo so bewegt, steht ja immer in den Beiträgen. Doch heute will ich verkünden, dass der Dezember 2021 der erfolgreichste Beitrag in der Geschichte dieses Blogs war, der im August 2012 begann. Im Dezember hatten wir 62.000 Abrufe, also im Durchschnitt 2000 jeden Tag. Das ist sensationell angesichts der oft schwierigen […]

Eine Trennung

Sonntag, den 9. Januar 2022

Und nach den Kranichen noch einmal Paul und Jenny. Paule Ackermann konnte seinen Whisky nicht bezahlen und ist zum Tod verurteilt worden (er kommt nicht davon), und nun muss sich das Liebespaar trennen. Das ist, wie üblich bei Brecht, ganz unsentimental geschrieben und darum um so stärker in der Wirkung.

Ror Wolfs Welt

Freitag, den 7. Januar 2022

Ror Wolfs Prosawerk entzieht sich sämtlichen Kategorien. Der in Saalfeld 1932 geborene Autor verbrachte die meiste Zeit seines Lebens in Mainz, wo er vor zwei Jahren gestorben ist. Wolf ist vielleicht am ehesten als Anarchist, Nihilist und Surrealist zu bezeichnen, und ein bißchen ist er Clown, ein bißchen Existenzialist. Er macht sich über unsere Realität […]

Sebalds Wanderungen

Donnerstag, den 6. Januar 2022

Im Oktober 2015 hatte ich W. G. Sebalds Buch Austerlitz als meinen drittliebsten Roman bezeichnet, und vor Weihnachten habe ich ihn noch einmal gelesen. Das Gute ist, dass es keine eigentliche Handlung gibt; die Heldin des Romans ist die Sprache, mit der im Gepäck Sebald wandert und damit auch in der Sprache wandert und uns […]

Der alte Großvater und der Enkel

Donnerstag, den 30. Dezember 2021

Da wir vorgestern Grimms Märchen erwähnten: Sie sind manchmal so schön pädagogisch. Das Totenhemdchen legt nahe, nicht übertrieben zu trauern; das Leben muss weitergehen. Der alte Großvater und sein Enkel sagt den Lesern, dass sie auch einmal alt sein werden, was man gerne ignoriert wie auch die Tatsache, dass man einmal sterben wird. 

Der Ätti sieht schwarz

Mittwoch, den 29. Dezember 2021

Der alemannische Dichter Johann Peter Hebel (1760-1826), den Goethe schätzte, war mit seinen Werken immer Schullektüre. Alte Menschen können einige seiner Gedichte auswendig. Doch dann warf Hebel wieder Dinger aufs Papier, die man Kindern nicht zeigen darf, so düster und existentialistisch sind sie. Das Gedicht Die Vergänglichkeit weist auf eine Zukunft und eine Welt hin, […]

37: Werkgespräche

Freitag, den 17. Dezember 2021

Das 37. Heft der Kritischen Ausgabe Bonn heißt Werkgespräche und enthält Interviews mit Schriftstellern deutscher Sprache. Da sind auch ziemlich bedeutende dabei. Das vorletzte Heft, Nummer 35, habe ich 2018 noch vorgestellt, 2019 ist mir entgangen, da hieß das Heft Lauf los, Buch! Mal sehn, was die Welt aus dir macht! Und im vergangenen Jahr […]

Mali vor 200 Jahren

Sonntag, den 28. November 2021

Der westafrikanische Staat Mali ist so groß wie Frankreich, Deutschland und Italien zusammen, doch nur der südliche Teil, also ein Drittel — sagen wir: Italien — ist besiedelt. Zwei Drittel (in unserem Bild: Frankreich und Deutschland) sind Wüste: die Sahara. In Mali vor etwas mehr als 200 Jahren spielt der Roman Segu von Maryse Condé […]

El Greco malt

Montag, den 22. November 2021

El Greco malt den Großinquisitor von Stefan Andres ist gewiss eine Novelle. Karg ist sie, kurz und treffend. Einen Umschlagspunkt gibt es auch. Wir greifen ein paar Zitate heraus, denn wie in den Drei Falken sagen die Protagonisten schöne und große Worte, die es lohnen, überliefert zu werden. Der Maler El Greco (»Der Grieche«), 1541 […]