Der unendliche Orgasmus

web108 am 26. Juli 2013 um 01:24

Abdelwahab Bouhdiba hat in seinem Buch Sexuality in Islam ein Kapitel »Der unendliche Orgasmus« überschrieben. Im dritten Satz schon schreibt er uns, wie er das meint: »Das Paradies ist ein Ort des sexuellen Vergnügens.« Es gibt acht Tore in acht Bereiche des Himmels, man kann essen, was man will, und auf die Männer warten die Huris. Ich will mehr »

Murales

web108 am 25. Juli 2013 um 00:13

Murales sind Wandmalereien, es ist ein spanisches Wort. Es sind eigentlich Gemälde in der Art von Graffiti, aber auch Aufschriften sind interessant. Ich habe ein paar Bildbeispiele gesammelt, und die sieht man gleich. Ich will mehr »

Der goldene Wagen

web108 am 24. Juli 2013 um 01:27

Auf gute Romane stößt man manchmal im Internet, wenn man das richtige Stichwort eingibt. So fand ich eine arabische Autorin, die in Kairo lebt, Salwa Bakr. Ihr Buch Der goldene Wagen fährt nicht zum Himmel ist von 1997, war in der Unibibliothek Freiburg vorhanden, ich holte es und las es. Sehr schön. Ich will mehr »

Promis

web108 am 23. Juli 2013 um 01:31

Ich habe über den Big Brother geschrieben. Vornehmlich gehen ja Leute in den Container oder in den Dschungel, die aus dem Lichtkegel der Öffentlichkeit verschwunden sind und gerne wieder Promis der A-Klasse werden möchten. Dazu die Frage: Seit wann gibt es prominente Leute oder Promis? Ich will mehr »

Der Zuschauer

web108 am 22. Juli 2013 um 00:45

Gestern, an dem heißen Sonntag, fuhr ich mit dem Rad nach Grunern. Dort spielte wie jeden Sonntag um 14 Uhr mein Neffe Steffen mit einem Dutzend Freunden Fußball, also calcetto, wie das in Italien heißt. Ich war der einzige Zuschauer und wollte nicht mitspielen; später war ich kurzzeitig Torwart und ließ einen Ball durch, aber Steffens Teaam gewann 10:8. Doch als Zuschauer war ich wichtig. Die Spieler wissen, dass sie beobachtet werden; das bedeutet etwas. Ich will mehr »

Hombourg, Elsass

web108 am 21. Juli 2013 um 10:45

Wenn man seine Ruhe will, kann man ins Elsass hinüberradeln. Da sieht man in den Dörfern nie einen Menschen, alles ist sauber, viele Blumen gibt es und gerade Straßen. Wenn ich nach Hombourg fahre, fällt mir immer das Lied von Procol Harum ein, das so heißt. Darin geht es um einen Hut, den Homburg. Man kann auch schön am Rhein-Rhône-Kanal entlangfahren, dessen grüne Wasser fast unbewegt wirken. Weites Land ringsum, da zieht Ruhe in die Seele ein. Ich will mehr »

Von einer Welle der Schöpfung gehoben

web108 am 20. Juli 2013 um 00:55

Noch einmal ein längerer Auszug aus dem Mann ohne Eigenschaften von Robert Musil, diesem nicht ganz vollendeten Lebenswerk von 1600 Seiten. Musil schrieb vollendete Prosa, und dass er Schweigen anmahnt, wo man nichts zu sagen habe, ist kein Widerspruch: Er hatte viel zu sagen. Die wichtigen Dinge aber, das erkannte er, sind kurz darstellbar. Ich will mehr »

Früh am Morgen

web108 am 19. Juli 2013 um 00:52

Krishnamurti beschreibt in seinen Aufzeichnungen, die 1980 erschienen, die Küste vor Tagesanbruch, wenn den Beobachter eine Stille überkommt, die dann in ihn (oder sie) einzieht. Ach, man steht selten so früh auf, man bleibt fast nie die ganze Nacht auf, aber würden wir nur fünf Minuten zu Fuß zum Strand haben, wo die Sonne aufgeht, − wir würden öfter früh aufstehen. Ich will mehr »

Fabio Casartelli

web108 am 18. Juli 2013 um 00:33

Am 18. Juli 1995, heute vor 18 Jahren also, starb der italienische Radrennfahrer Fabio Casartelli bei einer Abfahrt der Tour de France. Es war seine erste Tour, und er kam bei einem Massensturz am Col de Portet-d’Aspet zu Fall und schlug mit dem Kopf auf einem Begrenzungsstein auf. Da gab es keine Rettung mehr. Er war das vierte Todesopfer des Rennens, das derzeit zum 100. Mal ausgetragen wird. Ich will mehr »

Klage

web108 am 17. Juli 2013 um 00:34

Das Jenseits. »Was ist das Wunderbarste?« Yudhistira, König der Pandavas, antwortet in der indischen Sage Mahabharata darauf, befragt von einem weisen Yaksha: »Tag für Tag gehen zahllose Geschöpfe ein in das Reich Yamas. Doch die, die zurückbleiben, denken, dass sie nicht sterben werden: Was kann wunderbarer sein als das? Ich will mehr »