Maupassant zu Ehren

web108 am 9. November 2020 um 00:58

Die Contes da la bécasse sind wunderbar wie alles von Guy de Maupassant (1850-1893), und nach der »Verrückten« will ich bei ihnen verweilen, diesen Erzählungen (contes) auf der Schnepfenjagd. Es sind 17 an der Zahl, und ich habe erst die Hälfte von ihnen gelesen. Da liegt also noch etwas Schönes vor mir. Doch man muss das Gesamtpaket würdigen. Ich will mehr »

Krankensaal sechs (2)

web108 am 8. November 2020 um 00:44

Krankensaal sechs von Anton Tschechow ist berühmt geworden, weil diese Erzählung Reportage genauso ist wie absurdes Theater. Der Autor hatte 1890 die Insel Sachalin besucht und schreckliche Zustände in Krankenhäusern angetroffen, die von den Verantwortlichen nicht zur Kenntnis genommen wurden, weil sie sich den Irren überlegen fühlten. Das Stück erschien im November 1892 in einer Zeitschrift. Ich will mehr »

Dirty Science

web108 am 7. November 2020 um 00:38

Schmutzige Wissenschaft, Dirty Science, heißt des jüngste Buch von Bob Gebelein, der seinen Bachelor in Mathematik schon hatte, als ich gerade geboren wurde, demnach die 80 Jahre überschritten haben wird. Er kennt die akademische Welt, die im tiefsten Materialismus versumpft ist und Andersdenkende verfolgt fast wie die katholische Inquisition im Mittelalter. Und da fängt es erst an. Ich will mehr »

Staub

web108 am 6. November 2020 um 00:30

Isaac Bashevis Singer (1902-1991) habe ich erwähnt, er schrieb über die Ostjuden im Vorkriegspolen und die Juden im Nachkriegs-Amerika. In einem Beitrag habe ich das Erotische und Burleske hervorgehoben, doch man kann alles auch anders sehen. Der Kabbalist vom East Broadway zeigt das Leben, wie es ist: Man macht herum und verwirklicht sich, und einmal findet es sein Ende. Im Mittelalter hat man das nie vergessen. Ich will mehr »

Die Helfer (6): Großeltern an Deck

web108 am 5. November 2020 um 00:58

Unsere Mini-Serie endet mit noch ein paar Geschichten aus Island, die 1975 Erlendur Haraldsson erzählt wurden. Der Geisterglaube auf Island war immer stark, und wer glaubt, dem wird oft geholfen. Seeleute sind Wind und Wetter ausgeliefert und daher oft abergläubisch, aber auch gläubig, was kein Widerspruch sein muss. In unseren sechs folgenden Geschichten sind die Retter eine böse Frau, eine Großmutter, zwei Großväter, ein Vater und ein Bruder. Sicher passen verstorbene Angehörige auf uns auf und sind gewissermaßen unsere Engel. Ich will mehr »

Die Helfer (5): Geister befehlen

web108 am 4. November 2020 um 00:52

Der Autor Robert Hadfield  (The Phantom Ship, 1937) sammelte viel zu dem Thema und hat auch klare, unerklärliche Eingriffe von Geistern zu bieten. Weitere Beispiele stammen aus Interviews, die der isländische Parapsychologe Erlendur Haraldsson mit Isländern geführt hat. Auszüge daraus stehen in dem Buch The Departed among the Living (2012, White Crow Books). Da in Island viele vom Fischfang lebten oder sich auf Schiffen verdingten, spielt sie bei Geistererscheinungen eine beträchtliche Rolle. Ich will mehr »

Die Helfer (4): auf hoher See

web108 am 3. November 2020 um 00:28

Nun kommen wir zu drei Beiträgen mit Geist-Helfern auf hoher See, entnommen meinem 2009 begonnenen Manuskript Geister und Schiffe und Geisterschiffe. So war die Arbeit wenigstens zu etwas nütze. Ich habe ja einmal fünf Jahre in Hamburg gelebt und die Seefahrt schätzen gelernt. Allerdings sind Seeleute länger auf ihren Schiff als Flieger in ihrem Flugzeug; jene sind irgendwie sesshaft (wie Radfahrer) und häuslich (Radfahrer nicht). Ich will mehr »

Leib und Seele

web108 am 2. November 2020 um 00:31

Der Totenmonat. Der Leib geht dahin und bleibt zurück, die Seele oder der Geist steigt empor, jedenfalls ICH (mit allem, ws ich bin) steige empor und kümmere mich nicht mehr um die sterblich Hülle dort unten. So schildern es fast alle, die eine Nahtod-Erfahrung hatten (und 25 Prozent waren echt tot), wofür natürlich das ICH eigene Wege gehen müsste, ganz ohne Gehirn, woran Wissenschaftler nicht glauben, wir aber schon. Heinrich Heine (1798-1856) hat das lustig als Dialog zwischen Leib und Seele gestaltet; hat ihn wohl beschäftigt auf seinem Matratzenlager, drei Jahre vor dem Tod. Ich will mehr »

Octavio Paz über den Tod

web108 am 1. November 2020 um 00:49

Zu Beginn des Totenmonats November einige Einlassungen des mexikanischen Nobelpreisträgers Octavio Paz über den Tod. Sie stammen aus seinem Buch Laberinto de la Soledad, das auch 70 Jahre nach Erscheinen nicht an Aktualität eingebüßt hat. Der betreffende Abschnitt im Buch heißt Todo santos, día de muertos, aber gerade die mexikanische Feier der Verstorbenen ersparen wir uns, weil sie bei manipogo in dem Beitrag Esa noche: la muerte abgefeiert wurde, vor sechs Jahren nunmehr.  Ich will mehr »

Friedhöfe

web108 am 31. Oktober 2020 um 00:42

Zur Hinführung auf den Totenmonat November ein paar schöne Friedhöfe in aller Welt. Abseits liegen sie meist und unbeachtet. Wer will schon etwas mit den Toten zu tun haben! Ich besuche jeden Friedhof, der auf meinen Weg liegt. 150 Fotos habe ich in meinem Gräber-Ordner, und wer das für morbid hält, hat vermutlich recht. Ich will mehr »