Und wen spielen wir?

web108 am 31. Oktober 2022 um 00:24

Für heute suche ich aus meinen Bildkollektionen mal ein paar unheimlich wirkende Fotos heraus und erinnere — ein Hauch Gelehrsamkeit muss sein! — an Rudolf Otto (1869-1937), der in seinem Buch Das Heilige (1917) von einem mysterium tremendum spricht, einem »schaudervollen Geheimnis«, wenn wir uns der Gottheit nähern. Ich will mehr »

Anfang einer Diktatur

web108 am 30. Oktober 2022 um 00:08

Heute vor 100 Jahren erhielt Benito Mussolini, der Chef der italienischen Faschisten, von König Viktor Emmanuel III. den Auftrag, eine neue Regierung zu bilden. Damit begannen 20 Jahre der faschistischen Diktatur in Italien, die erst am 25. Juli 1943 mit der Absetzung Mussolini, des »Duce«, ihr Ende fanden. Die Unterdrücker feierten jedes Jahr am 28. Oktober ihren »Marsch auf Rom«. Auch eine Gründungslegende.  Ich will mehr »

TestpilotInnen (23): Melissa Denyce

web108 am 29. Oktober 2022 um 00:06

Mitte September kam eine junge Frau zu Luisa und setzte zu einem Hymnus über die Liebe an. Melissa Denyce erinnert sich an die Zeit vor ihrer Geburt und erlebte mit 18 Jahren ein überwältigendes spirituelles Erlebnis, das sie nie wieder losließ. Nun erzählt sie davon, denn sie weiß, was Dante auch wusste: dass die Liebe Sonne und die anderen Sterne bewegt. Ich will mehr »

Die Fedeli d’Amore und Dante

web108 am 28. Oktober 2022 um 00:23

Gut möglich, dass Rusbehans Buch Der Jasmin der Getreuen der Liebe Pate stand für die Gründung einer Geheimsekte oder einer Bruderschaft, die sich in Italien Fedeli d’amore nannte. Über sie ist nicht viel bekannt; die Göttliche Komödie von Dante Alighieri jedenfalls liegt vor, und Dante soll die Bruderschaft — ein Ableger der Templer — geleitet haben. Ich will mehr »

Rusbehan und die Liebe

web108 am 27. Oktober 2022 um 00:53

Liebe entflammt und richtet sich auf jemanden. Dante war von Liebe zu Beatrice bewegt, Ibn Arabi schrieb über Nizam, Rusbehan ist andauernd verliebt, und den beiden Letztgenannten fiel es schwer, nachzuweisen, dass sie (auch und vor allem) die Liebe zu Gott meinten, die sich durch die irdische Liebe ausdrücke, da Gott sich ja in der Schönheit zeige … Widerlegen ließ sich das nicht, und warum nicht beides zulasssen?   Ich will mehr »

Spiegel und Schleier

web108 am 26. Oktober 2022 um 00:53

Sind wir nicht mehr da, wenn sich der liebende Mensch uns nicht mehr zuwendet? Die Sufis, diese islamischen Mystiker, glaubten, dass Gott durch ihre Augen blicke und sich durch sie ausdrücke — und dennoch hatten die Sufis nichts dagegen, ein schönes Gesicht zu betrachten und dabei Poesie vorgelesen zu bekommen. Ruzbehan aus Shirazi war einer ihrer wichtigsten Vertreter. Ich will mehr »

Arrebatadamente

web108 am 25. Oktober 2022 um 00:56

Wir wollen heute ein Liebesgedicht von Blas de Otero (Tú, que hieres) drannehmen, das ich immer irgendwie im Hinterkopf hatte. Dieses erste Wort arrebatadamente, das ungestüm oder glühend bedeutet und vier Mal in den 14 Zeilen des Gedichts vorkommt! Da steckt mörderisches Drängen drin, der Schrei nach der Geliebten, und man könnte Angst vor einer solchen Leidenschaft kriegen. Das todernste Spanien; Liebe und Tod. Ich will mehr »

Ein Voyeur beim Sex

web108 am 24. Oktober 2022 um 00:12

Ich kenne ja wahrhaft vieles, doch das macht sogar mich sprachlos; aber nicht ganz, sonst gäbe es keinen Beitrag. Das spätere Kind sieht bisweilen beim Akt seiner Zeugung zu, ist in geistiger Gestalt also Voyeur bei den Verrenkungen seiner potenziellen Eltern. Behaupten tun das Elizabeth und Neil Carman, und es ist nicht erfunden, es gibt Belege dafür. Die schauen wir uns natürlich an. Ich will mehr »

Der Schritt ins Unbekannte

web108 am 23. Oktober 2022 um 00:29

Wenn ein Patient zum Sterben in sein Hospiz kommt, sieht Paul Smith die Angst in dessen Augen. Wovor er Angst habe? »Irgendwie … vor allem«, ist meist die Antwort, und Smith fragt dann gewöhnlich: »Haben Sie schon mal eine Ferienreise ins Blaue gemacht? Da ging sicher alles gut.« Und damit ist schon eine Erleichterung spürbar, ein Kontakt ist hergestellt, der Rest ergibt sich … Ich will mehr »

Amalia Domingo Soler

web108 am 22. Oktober 2022 um 00:25

Dieser Beitrag passt gut zur Paella von gestern. Michael Tymn aus Hawaii schrieb in seinem Blog über die Große Dame des Spiritismus, wie man sie in Spanien nannte, über Amalia Domingo Soler (1835-1909). Sie sagte: »In der Bibel der Menschheit gibt es so vieles zu entdecken. Wir lernen mit ihr, dass für alles bezahlt werden muss.« Sie bewies das in ihrem Buch Hechos che Prueban, etwa: Beweiskräftige Taten.  Ich will mehr »