Die Spiegelwelt

web108 am 28. September 2012 um 01:12

Vor einem Jahr herrschte glanzvolles, heißes Wetter, und ich fuhr mit dem Rad an den Flüssen Doubs, Sâone und Rhône entlang in acht Tagen ans Mittelmeer, Les-Saintes-Maries. Der stille Doubs regte sich kaum, und so konnte ich schöne Motive fotografieren, die sich im Wasser spiegelten. Das brachte mich hinterher auf eine Idee. 

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Die schlafenden Schönen

web108 am 27. September 2012 um 01:11

Ein wunderbares, ganz und gar ungewöhnliches Buch von Yasunari Kawabata ist Die schlafenden Schönen. In einem Etablissement dürfen alte Männer gegen Bezahlung schlafende junge Mädchen betrachten; anschauen ist erlaubt, ja, aber nicht berühren. Das ist überirdisch schön geschildert. Ich will mehr »

Schönheit und Trauer

web108 am 26. September 2012 um 01:18

Tina Stadlmayer hat in den 1990-er Jahren in Tokio als Korrespondentin für deutsche Tageszeitungen gearbeitet. Sie lebt in Hamburg. In ihrem Bücherregal stehen viele Werke japanischer Autoren; ich griff mir Schönheit und Trauer heraus, das letzte Buch des ersten Literatur-Nobelpreisträgers (1968) seines Landes: Yasunari Kawabata (Japaner nennen ihn mit dem Nachnamen zuerst: Kawabata Yasunari). Ich will mehr »

Die Bürger-Bibliothek von 1422

web108 am 25. September 2012 um 00:30

Was sind schon 20 Jahre! Exakt vor 600 Jahren gab Pfarrer Johann von Ember in Braunschweig den Auftrag, ein Bibliotheksgebäude zu bauen. Es ist das älteste in Deutschland, und die »Liberei« war ab 1422 eine der ersten Bürger-Bibliotheken Europas − noch vor Gutenbergs Erfindung des Buchdrucks (1454). Die Liberei steht noch heute und kann angeblich besichtigt werden. Ich will mehr »

Das Geisterfunkhaus

web108 am 24. September 2012 um 00:48

Nalepastraße war früher in Berlin unter Eingeweihten eine bekannte Adresse: Hier residierte der Rundfunk der Deutschen Demokratischen Republik. Direkt an der Spree steht er noch, der 1954 errichtete imposante Klinkerbau mit seinem markanten Turm. Doch seit 20 Jahren wird aus ihm nicht mehr gesendet. Das Ungetüm ist stumm: ein Geisterfunkhaus. Ich will mehr »

Ritter ohne Burg und Adel

web108 am 23. September 2012 um 00:25

Wo kommen wir her, wo gehen wir hin? Ich weiß nun über beides Bescheid. Bei Wikipedia heißt es in dem Eintrag Poser (Adelsgeschlecht), die Familie sei nach dem im Jahr 1200 erwähnten Ort Poseritz auf der Insel Rügen benannt. Ich fuhr also mit dem Zug von Hamburg nach Stralsund und dann mit einem Rad die 15 Kilometer in den Ort, wo mein adeliger Vorfahr lebte. Ich will mehr »

Ins offene Grab schauen

web108 am 22. September 2012 um 00:24

Wollten Sie nicht immer schon einmal wissen, was eine Bestattung in Zürich kostet? Besser nicht; die Auskunft könnte zum sofortigen Herztod führen. Aber diese Frage wird neben vielen anderen in der heutigen Eröffnungsfeier des Friedhof Forum auf dem Zürcher Friedhof Sihlfeld erörtert, das künftig der Bevölkerung für alle Fragen rund um den Tod zur Verfügung steht. Da ich nicht dort sein kann, habe ich das Thema nach den Unterlagen behandelt, also »kalt«: kalt wie der Tod, huhu. Ich will mehr »

Hier spricht Nisha, dein Hund!

web108 am 21. September 2012 um 01:11

Ich lasse die Serie über die Tonbandstimmen ausklingen. Wer Genaueres wissen will, sollte das ausgezeichnete Buch Instrumentale Transkommunikation von Ernst Senkowski lesen. Auch Anabela Cardoso empfiehlt es, die portugiesische Diplomatin, die seit 1998 unaufhörlich Stimmen aufnimmt. Eine stammte von ihrem Hund Nisha, der, als er noch lebte, nie gesprochen hatte. Darüber wollen wir mehr wissen! Ich will mehr »

Belsazar

web108 am 20. September 2012 um 01:11

Die folgende beklemmende Episode zu den Tonbandstimmen hat etwas mit Heinrich Heine zu tun. (Was er wohl von meinem gestrigen Gedicht hält?) Ich hatte sie für ein Buch geschrieben, das einfach undruckbar war, und nun dienen mir die 300 Seiten als Steinbruch. Die Geschichte über Klaus Schreiber habe ich da herausgebrochen.    Ich will mehr »

Die Astralhure

web108 am 19. September 2012 um 01:11

Das Gedicht Die Astralhure wurde von mir, wie mein Computerprogramm weiß, am 26. April 2011 verfasst. Ich schrieb vergangenes Jahr eine Menge Gedichte. Dieses Werk schickte sogar nach Berlin, wo ein Verlag ein Buch mit schrägen Erotikgedichten plante. Er kam aber nicht zu Stande – mangels Material, wie es hieß. Wer schreibt heute noch Gedichte?  Ich will mehr »