Radfahren in Mumbai

web108 am 2. Juni 2021 um 00:51

Ein Fahrradbeitrag im Juni muss her, da manipogo den Monat Juni geradezu bodenständig angefangen hat: auf 1699 Metern Höhe, in Zermatt. Man kann sich das Gegenteil des Schweizer Dorfes nicht vorstellen; wenn man kurz nachdenkt, wäre es Mumbai, 1 Meter über dem Meer gelegen, 15 Millionen Einwohner, mit dem Umkreis 28 Millionen. Mein Blick fiel auf einen tollen Artikel übers Radfahren in Mumbai …   Ich will mehr »

Zermatlantis

web108 am 1. Juni 2021 um 00:30

SDC10477Am 1. Mai hatten wir sieben Mal das Matterhorn, also soll es heute, am Beginn des Juni, das Zermatt-Museum sein: Zermatlantis. Da sind viele Entdeckungen zu machen, und Fotos wechseln sich darum mit Textstellen ab. Man durfte sogar fotografieren! Tauchen wir ein. Ich will mehr »

Was sich Deola denkt

web108 am 31. Mai 2021 um 00:59

Die Puttana contadina von Cesare Pavese (1908-1950) ist nicht so überzeugend, nehmen wir besser Pensieri di Deola. Ich übersetze es mal (und auf so etwas freue ich mich immer). Mal Atem holen nach den manipogo-Texten mit ihren bedeutenden Gedanken; andererseits denke ich mir: Wieviel steht doch in einer deutschen Tageszeitung, jeden Tag: ein Vielfaches von manipogo, vielleicht tausend Mal so viel (doch alles so verdünnt und oberflächlich: unbedeutend).  Ich will mehr »

Die ehrbare Hure

web108 am 30. Mai 2021 um 01:09

Das kleine Theaterstück von Jean-Paul Sartre (1905-1980), 1946 erschienen, hieß auf Deutsch Die ehrbare Dirne. Im Original: La putain respectueuse. Das französische putain ist vulgär und bedeutet Hure oder Nutte, aber das meinte man damals deutschen Leserinnen und Lesern nicht zumuten zu können. Meine französische Ausgabe von 1947 (Gallimard) hat La P… respectueuse auf dem Titel. Putain war damals so unaussprechlich wie für Frauen 100 Jahre zuvor die Hose, siehe den Beitrag über das Saiten-Heft mit dem Velo. Ich will mehr »

Straße der Schande

web108 am 29. Mai 2021 um 00:54

Die Unterdrückung der Frau lag dem japanischen Regisseur Mizoguchi Kenji (1898-1956) sehr am Herzen. Sein letzter Film Street of Shame (Akasen chitai, 1956) spielt in einem Bordell der Großstadt, in der »Straße der Schande«, und gezeigt wird uns ein Ausschnitt aus dem Leben der fünf Angestellten, deren Routine durch das drohende Verbot der Prostitution im Ruin enden könnte. Ich will mehr »

Safest Sex

web108 am 28. Mai 2021 um 00:50

Safer Sex ist gut, doch der sicherste Sex — the safest sex — ist gar kein Sex. 1,5 Meter Abstand ist eine unüberwindliche Hürde. Masturbieren im Angesicht der/s Geliebten? Keine schöne Lösung. Kürzlich schaute ich das regionale Gratis-Magazin Zypresse durch, deren Sparte Begegnungen immer unterhaltsam war, doch nun: statt 80 Anzeigen nur mehr 8. Ich will mehr »

Gewaltlos die Kaputtmacher stoppen

web108 am 27. Mai 2021 um 00:08

Um die eigene Haut zu retten, sind die Menschen zu vielen Opfern bereit. Zu welchen Opfern sind sie bereit, wenn es um ihren Lebensraum geht, den Planeten? Verstehen sie, dass es da um die Haut anderer und künftiger Generationen geht? Saiten, das Ostschweizer Kulturmagazin, hat in seinem April-Heft mit dem St. Galler Autor und Aktivisten David Fopp gesprochen. Ich will mehr »

Äpfel, Nüsse, Lääberli

web108 am 26. Mai 2021 um 00:42

Man will ja mal einen ganz bodenständigen Artikel schreiben, um uns wieder auf die Erde herunterzuholen. Da kommt mir das Naturheilkunde-Journal vom Mai, das mir dankenswerterweise jeden Monat aus Kulmbach zugeschickt wird, gerade recht. Schenken wir unserer Ernährung mal einen Gedanken. Ich will mehr »

Flugverkehr (120): Tundrapilot

web108 am 25. Mai 2021 um 00:23

Tundrapilot wäre ein guter Titel für den Thriller The Most Dangerous Game gewesen, das im Deutschen Das gefährlichste Gegenüber aufgebrummt bekam, was wenig Sinn ergibt. Gavin Lyall (1932-2003) hat das spannende Fliegerbuch schon 1965 herausgebracht, es spielt im Kalten Krieg und im Kalten sowieso: an der finnischen Grenze zu Russland. Ich will mehr »

Herz der Finsternis (2)

web108 am 24. Mai 2021 um 00:26

Im April machte ich Frühjahrsputz und trennte mich auch von 100 meiner vielleicht 800 Bücher. Manchmal fällt es mir schwer, und im letzten Augenblick ziehe ich das Buch, das ich in ein Regal stellen wollte, wieder zurück und schaue hinein. Da war das ziemlich kaputte Taschenbuch Herz der Finsternis von Joseph Conrad, ein Diogenes-Band von 1977, und stehen darin nicht drei Szenen, so filmisch geschrieben, dass man sie nicht vergisst? Die muss ich einfach abschreiben. Ich will mehr »