Vor der Finissage

web108 am 18. April 2013 um 00:13

Früher dachte ich immer, Finissage sei ein Irrtum. Das Wort klingt auch unecht. Doch tatsächlich gibt es einen Umtrunk zum Ende einer Ausstellung, und dann werden die Bilder abgehängt, die Objekte weggeräumt. Aber eine Weile gibt es die Ausstellung Farben und Formen von Christine Supersaxo in der Galerie Frankengasse in Zürich noch: bis 27. April.  Ich will mehr »

Neues aus St. Gallen und Zürich

web108 am 17. April 2013 um 00:08

Bin in Zürich und St. Gallen herumspaziert, und man sollte immer seine kleine Kamera dabeihaben, denn Städte bieten viele Motive. Als ich Anfang April mit dem Rad in Basel war, hatte ich sie nicht dabei, und auf dem Rückweg sah ich das Schild einer Fahrschule in einem deutschen Ort, das »Sommer-Crash-Kurse« ankündigte.  Ich will mehr »

2. St. Galler Buch-Biennale

web108 am 16. April 2013 um 01:27

Eine heute in St. Gallen beginnende Veranstaltung zum Buch mit dem Thema Echt Falsch: vom Plagiat in unserer Kultur registrieren wir mal, vor allem, weil ich gerade auf dem Rückweg sein sollte und Material brauchte. Bekümmert stelle ich dabei fest, dass sich selbst St. Galler Buchfreunde nicht daran halten, dass man Adjektive im Deutschen klein schreibt, auch in einer Überschrift. Echt Falsch, das ist falsch! Ich will mehr »

Schräggelegte Leserköpfe

web108 am 15. April 2013 um 01:37

Meine englischen Bücher stehen in zwei Regalfächern , daneben deutsche, und da musste es mir wieder auffallen: Um die Titel auf den Buchrücken lesen zu können, muss man bei englischen den Kopf schräg nach rechts legen, 45 Grad reichen schon. Bei deutschen Büchern lege man den Kopf nach links. Man könnte sagen, deutsche Titel sind von unten nach oben geschrieben, in Richtung Himmel; die englischen und amerikanischen umgekehrt: geerdet, nach unten. Schon eine Erklärung. Ich will mehr »

Drei Schwestern

web108 am 14. April 2013 um 00:11

Drei Schwestern heißt ein Drama von Anton Tschechow, 1901 in Moskau uraufgeführt. Olga, Mascha, Irina sind die drei. Drei Schwestern oder drei Frauen sind sicher nicht häufiger als zwei oder vier, jedoch vermutlich häufiger als fünf oder sechs; aber da mich das Thema der drei Schwestern gerade verfolgt, muss ich es abhandeln. Ich will mehr »

Psi-Experimente (I): Orakel und Medien

web108 am 13. April 2013 um 00:40

Nun, in diesem Jahr, geht es weiter mit den Essays aus einem 2009 nicht erschienenen Parapsychologie-Band. Wir hatten schon die Phänomene und die Psychokinese behandelt, nun soll es um die Forschung gehen. Wie kann man Psi im Labor oder »im Feld« – also draußen in der Welt – untersuchen, messen und damit nachweisen? Ich will mehr »

Flugverkehr (9): Liska und der Stuka

web108 am 12. April 2013 um 00:21

Als die Arbeit an dem Buch Leben nach dem Tod: der schlüssige Beweis abgeschlossen war, schickte mir Ann Harrison aus Spanien ein gedrucktes Skizzenbuch von Hans Liska von 1942, angeblich eine Rarität in Sammlerkreisen. Aber verkaufen will ich es nicht, außer, es würde 2000 Euro einbringen. Ich will mehr »

Irrealitäten

web108 am 11. April 2013 um 01:27

Nun, da der neue Papst ein Argentinier ist, erinnert sich manch einer vielleicht an Jorge Luis Borges (1899−1986). Kennt man ihn noch? Er war ein Zeitgenosse von Nabokov, und wer beide Autoren liest, bereichert sich. Ich greife aus einer Passage von Borges einen Satz heraus: »Suchen wir nach Irrealitäten, die den Weltcharakter bestätigen.« Ich will mehr »

Niels Bohr

web108 am 10. April 2013 um 01:26

Ein Fußballspiel zwischen einer deutschen und einer dänischen Mannschaft.Der Ball rollt auf das Tor zu, und alle erwarten, dass der junge dänische Torwart herausläuft, aber was macht er? Er starrt auf den Torpfosten, bis ihn der entsetzte Schrei eines Zuschauers aufweckt. Dann angelt er sich den Ball. Später sollte der Torhüter, Niels Hendrik David Bohr, angeben, ein mathematisches Problem habe ihn so gefesselt, dass er am Torpfosten Berechnungen angestellt habe.   Ich will mehr »

April

web108 am 9. April 2013 um 01:11

Jeden April – und wie schnell ist wieder einer da! − fallen mir »meine« April-Gedichte ein. Es sind drei, aber wir sehen uns nur die Anfänge an. Die Dichter sind T. S. Eliot, Joseph Brodsky und Manuel Vázquez Montalban. Meist geht es um die erwachende, allmählich aufblühende Natur, denn das Wort April kommt von lateinischen Verbum öffnen, auch wenn das nicht sicher ist. Mein Lateinisch-Wörterbuch nennt nur apricor, sich sonnen.   Ich will mehr »