Wiborada

web108 am 16. August 2021 um 00:01

Wiborada war die erste Frau, die von einem Papst heiliggesprochen wurde. Clemens II. erhob die Eremitin aus St. Gallen 1047 zur Ehre der Altäre. Eigentlich war sie ja eine »Reklusin«, denn sie hatte sich in St. Mangen in einen Raum einschließen lassen, der drei auf drei Meter maß und nur eine kleine Fensteröffnung besaß, durch die sie ihr Essen bekam. Ein Fensterlein ging zur Kirche, damit sie dem Gottesdienst beiwohnen konnte. Keine Heizung, keine Toilette. Ich will mehr »

Hundstage

web108 am 15. August 2021 um 00:52

Ferragosto schon wieder, der Höhepunkt des Sommers, und nun sollte es richtig knalleheiß sein. Ich muss nicht wieder diese alten Geschichten aus Rom erzählen, besser lasse ich uns von Mario Luzi führen, der ein kurzes Gedicht über Hitze und Einsamkeit geschrieben hat; nun scheut man sich, das ordinäre Wort Hundstage in Zusammenhang mit einem Luzi-Gedicht zu bringen, aber canicola heißt nichts Anderes, cane ist der Hund … Und Derek Walcott noch einmal mit dem »Knacken und Zischen des Wortes August«.  Ich will mehr »

Rückkehr ins Leben (4): Bei Schiller und Brecht

web108 am 14. August 2021 um 00:10

Der Geschichten um glücklich gerettete Verurteilte, denen der Tod drohte, ist kein Ende. Meine Serie verlängert sich also von selbst. Hier zwei Anekdoten aus dem Dreißigjährigen Krieg (1618-1648), die mir auffielen; aber jetzt reicht es mit den Schrecken des Krieges! Ich will mehr »

Feuer für die Seelen

web108 am 13. August 2021 um 00:27

Beginnend am heutigen 13. August und bis zum 16. wird in vielen japanischen Gemeinden der Seelen der Toten gedacht. Zwar sind meine Quellen dafür 50 Jahre alt, doch alte Traditionen halten sich, und nichts spricht dafür, dass sich daran etwas geändert haben könnte. Es werden Feuer für die Toten angezündet, da Feuer bei der Reinigung hilft. Hören wir zwei Schilderungen darüber. Ich will mehr »

Ganz normale Männer

web108 am 12. August 2021 um 00:17

Wir denken noch einmal daran, was Friedrich Schiller über den Dreißigjährigen Krieg geschrieben hat: Wollte man alles Schreckliche des Krieges (und aller Kriege) zu einem Wort verdichten, es wäre der Soldat. Ich habe ein paar Seiten von Christopher Browning gefunden, der darin sein Buch Ganz normale Männer von 1993 zusammenfasst. Da geht es um den deutschen Krieg im Osten von 1941 bis 1945. Ich will mehr »

Damals in Rom

web108 am 11. August 2021 um 00:30

Ein paar Bilder von damals in Rom habe ich noch gerettet und zeige sie hier. Von 1999 bis 2004 war das, ich war jung und hatte meine römischen Radler kennengelernt, und in einer großen Gruppe strichen wir jeden Sonntag gemächlich durch Parks, oder die eisernen Rennradler (Gianni, Klaus, Romano und ich) fuhren im Zug hinaus in die Berge und absolvierten da 100 Kilometer. Ich will mehr »

Der Antrieb des großen Gelehrten

web108 am 10. August 2021 um 00:09

Michael Faiss schrieb mir über einen Neuzugang für sein Fahrrad-Museum in Weilheim bei Tübingen und schickte auch Bilder mit. Das reicht manipogo an seine Leserschaft weiter, weil Michael einmal Fahrradbeiträge angemahnt hat und weil es sich um ein höchst interessantes Fahrradexemplar handelt. Lassen wir uns überraschen. Ich will mehr »

Eindringliches

web108 am 9. August 2021 um 00:18

Bin auf einen Gedanken gestoßen. Hey! Irgendwie kommt manipogo auch nach fast neun Jahren nicht vom Fleck, die Abrufzahlen stagnieren. Ich muss weniger Text schreiben und mehr Bilder bringen; vielleicht kann ein Blog das sein, was früher das Tagebuch des (nicht Bücher schreibenden) Schriftstellers sein, der um des Denkens willen denkt. Statt Buch nur Fragmente; das Buch heißt manipogo, work in progress. Ich will mehr »

Glück für alle

web108 am 8. August 2021 um 00:08

Glück für alle! Am 30. August wünscht das der Mahayana-Buddhismus im Buch der 366 Lesungen (Mumbai 2003), und manipogo verbreitet diesen Wunsch an seinem neunten Geburtstag. Ich will mehr »

366 Mal Buddhismus

web108 am 7. August 2021 um 00:16

Mittwoch Nachmittag ist in dem kleinen Ort immer Markt, und ich fahre mit meinem alten Victoria-Rad hin, doch muss man da immer lang warten, um eine Audienz bei meinem Lieblingsverkäufer zu ergattern. Zum Glück steht in der Nähe ein altes Telefonhäuschen mit Büchern, und eines von ihnen, ein unscheinbares, sprach mich an, flüsterte mir zu: ›Willst du mich nicht mitnehmen?‹ Ich tat es. Ich will mehr »