Erlendur Haraldsson

web108 am 29. November 2020 um 00:56

Vor einer Woche, am 22., ist Erlendur Haraldsson gestorben, der aufrechte Isländer, der die Parapsychologie und uns mit wichtigen Büchern bereichert hat. 89 Jahre alt ist er geworden. Ich kannte ihn gut, hatte aber Jahre nichts mehr von ihm gehört; durch Victor Zammit erfuhr ich von seinem Hinübergang. Erlendur, denke ich mir, wäre einer, der sich aus dem Jenseits vielleicht mal bei mir meldet, und wenn er’s tut, melde ich das euch. Ich will mehr »

Ostatni etap

web108 am 28. November 2020 um 00:03

Ostatni etap ist polnisch und heißt: die letzte Etappe. Wanda Jakubowska (1907-1998) hatte den Film 1947 an Originalschauplätzen gedreht, also im ehemaligen Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau, das erst zwei Jahre zuvor befreit worden war. Man kann ihn auf Youtube sehen, mit portugiesischen Untertiteln, die entscheidend weiterhelfen. Die Regisseurin verarbeitete eigene Erlebnisse. Das Unbeschreibliche wurde hier beschrieben und erzählt. Ich will mehr »

Wenn sie morgen kommen

web108 am 27. November 2020 um 00:37

Sie, die vielleicht morgen kommen, das sind die Deutschen, die Anfang Mai 1940 am Rhein stehen oder eher an ihm entlangfahren Richtung Westen, um Frankreich plattzumachen. Wollen sich die Nationalsozialisten auch die Schweiz einverleiben? Darum geht’s in dem Roman Wenn sie morgen kommen von Arthur Honegger, 1977 erschienen. Ich komme noch drauf und will jetzt schon erwähnen, dass heute vor 30 Jahren die Bürgerinnen des Halbkantons Appenzell-Innerrhoden das Stimmrecht erhielten, als letzte Schweizerinnen; spät, aber doch. Ein Meilenstein!  Ich will mehr »

Flugverkehr (108): Wieland der Schmied

web108 am 26. November 2020 um 00:51

Verwundert las ich, dass Wieland der Schmied, der in germanischen Sagen auftritt, sich Flügel zusammenbaut und entschwebt … Über den germanischen Sagenkreis weiß ich wenig, will mich daher demnächst durch die Edda hindurcharbeiten, die es zum Glück auf Internet Sacred Text Archive gibt. Vergesst diese wunderbare Seite nicht, ein segensreiches US-amerikanisches Produkt!   Ich will mehr »

Niemand

web108 am 25. November 2020 um 00:37

Im Angebot der Kritischen Ausgabe plus sind alle meine Artikel der Kolumne Ausreißversuche (in den Jahren von 2006 bis 2012) noch lesbar. In einem geht es um das Unsichtbarbleibenwollen des Autors/der Autorin. Veröffentlicht wurde er heute vor neun Jahren, und ich befand ihn heute für exzellent. Da hatte mich gewiss die Muse geküsst! Darum heute zunächst der Link zu dem Artikel. Natürlich fand ich noch etwas dazu … Ich will mehr »

Gebrauchtes

web108 am 24. November 2020 um 00:06

Unsere Welt: klinisch, steril, viel Plastik und Metall. Viel Stein. (Swedenborg schreibt, Stein gebe es in den unteren Sphären; weiter oben gibt es vornehmlich Holz.) Luxuriöse Wohnungen, zu sehen in deutschen Fernsehkrimis, sind seit Jahrzehnten karg möbliert, in Weiß gehalten und sehr sauber. Morgens hört man aus den Wohnungen den Staubsauger, selten Musik. Als Kontrapunkt daher ein schönes Gedicht vom jungen Bertolt Brecht. Ich will mehr »

A propos: fallen

web108 am 23. November 2020 um 00:46

Zum Fall vom Everest fiel mir etwas noch ein und auf. Irgendwann erlernte der Mensch den aufrechten Gang. Die ältesten Fussspuren stammen vom Australopithecus, einem Vorfahren des Homo sapiens, und sind 3,6 Millionen Jahre alt. Wer aufrecht geht, kann Feinde und Tiere früher sehen. Aber wer weit blickt, sieht vielleicht die Wurzel vor den Füßen nicht und fällt darüber. Das ist der Nachteil des aufrechten Gangs. Ich will mehr »

Fiel vom Everest; freute sich

web108 am 22. November 2020 um 00:54

Der Mann, der vom Everest fiel steht im Untertitel eines Buches von Roger Hart. Er war jener Mann. Michael Tymn, der produktive Autor und Blogger aus Hawaii, hält das Nahtod-Erlebnis, das Hart bei seinem Absturz hatte, für eines der stärksten und vielsagendsten, und er untermauerte seine Ansicht mit einem Blogbeitrag vor 14 Tagen, aus dem ich zitieren will. Über so vieles muss man berichten, man kann kaum Atem holen!  Ich will mehr »

Nebel + Leben

web108 am 21. November 2020 um 00:26

Die Überschrift steht nur so da, weil Nebel rückwärts gelesen Leben heißt und das schön ist. Diesen November nicht ohne Nebelbilder! (Die letzten gab es 2013.) Im Oktober hatten wir schon das Nebelreich, und es dürfen nun ein paar Fotos ohne viel Text sein. Ich will mehr »

Lope de Vega

web108 am 20. November 2020 um 00:54

Lope de Vega lebte von 1562 bis 1635, also gleichzeitig mit Shakespeare, und hauptsächlich in Madrid. Er wurde späteren Generationen von spanischen Lyrikern zum Vorbild, weil er seine Gedichte frisch und warm klingen, mit leichter Hand gefertigt. Und so faszinieren uns seine 400 Jahre alten Werke immer noch. Gedichte in spanischer Sprache finde ich am schönsten von allen, aber das sage ich immer. Ich will mehr »