Aufstieg der Seele

web108 am 25. Dezember 2019 um 00:52

Weihnachten ist Hoffnung. Möge es doch wieder grünen! Der Tannenbaum steht dafür als Symbol. Möge das Licht sich ausdehnen und die trüben Tage verscheuchen! Dafür leuchten die Lichter am Baum. Neues Leben! Das Christentum hat dafür die Geburt seines Erlösers, mit dem das Licht in die Welt kam. Aber auch der Tod ist eine Geburt, manchmal auch eine schwere, und manipogo bringt dazu Dokumente.  Ich will mehr »

Nimm es, Giame!

web108 am 24. Dezember 2019 um 01:11

Grazia Deledda aus Sardinien erhielt 1926 als zweite Frau (nach Selma Lagerlöf) den Literatur-Nobelpreis. Die Autodidaktin, die 1871 in Nuoro geboren wurde und 1936 in Rom starb, wurde von Literaturkritikern nicht immer nett behandelt. Das Volk aber las die Deledda gern, und ihre Weihnachtsgeschichte Lasciare o prendere? (Verzichten oder nehmen?) von 1912 ist kostbar.  Ich will mehr »

Unten bei der TITANIC

web108 am 23. Dezember 2019 um 01:24

Das Buch Das Geheimnis der TITANIC von Robert Ballard (2000) weist einen ansehnlichen Bildteil auf, und Zeichnungen zeigen Bug und Heck in Grau, umgeben von milchigem Blau, so dass man an Mondlicht denken könnte wie das über der Stadt Athen. Doch das Wrack des 1912 gesunkenen Ozeanriesen liegt vermutlich in unerbittlicher Schwärze, der Dunkelheit der Tiefsee, die nur von den Scheinwerfern der Tauchboote durchbohrt wird. Ich will mehr »

Mark Twain in Athen (II)

web108 am 22. Dezember 2019 um 00:52

Die Überschrift reimt sich sogar! Dabei hieß der Autor von Geburt an Samuel Langhorne Clemens und nahm erst später seinen Künstlernamen an, der ein Ausruf der Mississippi-Schiffer ist und zwei Faden bedeutet und damit: Achtung, nicht mehr viel Wasser unterm Kiel! Nach Rom besuchte die US-Reisegruppe 1867 Neapel und Athen, und wie Mark Twain, der damals 32-jährige, die Tempel und Statuen im Mondlicht schildert, ist lesenswert. Ich will mehr »

Mark Twain in Rom

web108 am 21. Dezember 2019 um 00:39

Mark Twain (1835-1910) machte mit seinen Satiren und Humoresken Schule. Man liest ihn immer mit Gewinn. Der Ruhm kam über ihn, als er vor 150 Jahren das Reisebuch The Innocents Abroad veröffentlichte (dt. Die Arglosen im Ausland). Es behandelte eine fünfmonatige Europareise, die ihn 1867 mit dem Schiff The Quaker auch nach Venedig, Florenz und Rom führte — und da wurde es für mich interessant. Mark Twain enttäuscht einen nie. Ich will mehr »

Tausend Leben

web108 am 19. Dezember 2019 um 00:36

Wieder auf die Reinkarnation gestoßen worden: durch (am Monitor verfolgte) Interviews mit den US-Therapeuten Michael Newton und Brian Weiss. Beide haben Tausende Menschen zurückgeführt und über deren Reinkarnationserinnerungen Bücher geschrieben. Hunderte Leben, tausende, wieviele haben wir hinter uns? Und wieviele vor uns, und wie kommen wir da raus? Ich will mehr »

Symbol: der Turm

web108 am 17. Dezember 2019 um 01:00

Ich wollte schon seit längerem über den Turm schreiben, der nicht nur ein hervorstechendes Bauwerk ist, sondern auch ein Symbol sein kann. Man hat mir oft Kalender mit Leuchttürmen geschenkt, und ich habe überlegt, was das bedeutet. Dann fand ich auf einem Weg ein eingerolltes Blatt, mit Faden umwickelt: eine Kinderzeichnung. Da war ein Turm drauf. Also fing ich an. Ich will mehr »

Magische Puppe

web108 am 15. Dezember 2019 um 01:07

Ein altägyptisches Märchen spricht schon im 6. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung von einem »Erdmann«, geschaffen als Instrument der Rache von einem Menschen. Das erinnert an den Golem des Rabbi Löw aus dem 15. Jahrhundert, später kam die Frankenstein-Geschichte (1818 veröffentlicht), und heute, 200 Jahre später, rollen schon Roboter umher, die sprechen und handeln wie Menschen. Ein Menschheits-(Alp-)Traum wird wahr. Ich will mehr »

Eine Küche in Estland

web108 am 13. Dezember 2019 um 00:50

Romane haben oft den guten Nebeneffekt, dass man mehr über die Hintergründe wissen will. Der Roman Fegefeuer von Sofi Oksanen (2008) spielt in Estland, und hinterher interessierte mich die Geschichte der baltischen Staaten im Zweiten Weltkrieg und danach. Nun weiß ich mehr. Ich will mehr »

Sterben und Auferstehen

web108 am 11. Dezember 2019 um 00:49

Sterben und Auferstehen heißt ein Buch des finnischen Schriftstellers Frans-Eemil Sillanpää, der 1939 als erster Autor seines Landes den Nobelpreis für Literatur erhielt. Das war in diesen Tagen vor 80 Jahren, und Sillanpää ließ es sich nicht nehmen, mit dem Zug von Helsinki nach Stockholm zu fahren, um den Bottnischen Meerbusen herum und durch die öden Landschaften Lapplands, um die Ehrung entgegenzunehmen, die letzte bis 1944, weil Krieg war.  Ich will mehr »