Unna

web108 am 18. April 2021 um 00:31

Bleiben wir dran am Alkohol. Ein Buch, das mich bewegte, kam ohne ihn nicht aus, und zum gestrigen Beitrag passt es noch dazu. Das wie so oft  zufällig entdeckte Buch heißt Unna und wurde 1992 von Juri Rytchëu (1930-2008) geschrieben. Unna Owtowna Owto spielt die Hauptrolle. Warum musste der Autor sie sterben lassen? Darüber bin ich noch nicht hinweg. Unna fehlt mir. Ich will mehr »

Die Legende vom heiligen Trinker

web108 am 17. April 2021 um 00:42

Joseph Roth hatte bei manipogo noch keinen Platz. Ich kenne sein Werk vielleicht zu gut, habe mein Diplom mit der Arbeit Joseph Roth als Journalist erworben. Seine schönste Geschichte soll er in den ersten vier Monaten des Jahres 1939 in Paris geschrieben haben, Titel oben. Am 27. Mai 1939 starb er, am Alkohol. Ich will mehr »

Abschluss und Neubeginn

web108 am 16. April 2021 um 00:10

Nicht nur die Krimis bringen den Tod zur Sprache, von dem sonst niemand spricht, sondern auch manche Bücher. Zwei Romane, die ich unlängst gelesen habe, sind gute Beispiele dafür. Es waren Accabadora von Michela Murgia (2012) und Die Lügen der Frauen von Ljudmila Ulitzkaja (2005). Gute Bücher, nicht zu lang und nicht zu schwer: Das liest man gut stückweise an der Sonne auf dem Balkon.  Ich will mehr »

Licht am Ende des Durchgangs

web108 am 15. April 2021 um 00:02

Die Tür zum Kellerloch wird aufgestoßen (in dem Film Der Aufstieg), und ein Soldat schreit: »Liquidation!« Und hinten baumeln schon die Stricke. Aus der Dunkelheit ans Licht. Unter meinen Sizilien-Bildern fiel mir der Arco degli angeli auf, der Engelsbogen, und es gab ähnliche Bilder — von düsteren Durchgängen, die einen ins (nicht hinters) Licht führen? Wie werden erwartet. Ich will mehr »

Erhöhung

web108 am 14. April 2021 um 00:36

Manchmal habe ich keine Lust, mich mit dem Blog zu beschäftigen. Also schau ich mir einen Film an. Ein neuerer russischer sollte es sein, aber ich kannte außer Tarkowski keinen Namen. Also schaute ich in eine Wikipedia-Liste und suchte mir eine Frau aus, die 1977 in Berlin den Goldenen Bären gewoonnen hatte: Larissa Schepitko mit ihrem Film Der Aufstieg.  Ich will mehr »

Augustus wird deutlich

web108 am 13. April 2021 um 00:17

Wir möchten manchmal einem Verstorbenen etwas erzählen. Und denen geht es genauso: Sie möchten sich mitteilen. Augustus Pearl Martin rief andauernd nach »Robbins«. Rector — der Kontrollgeist des Mediums Eleonora Piper — fing den Ruf auf und arrangierte ein Treffen mit Anne Manning Robbins und dem Medium. Das war fast zwei Jahre nach Martins Tod, an Weihnachten 1904. Die Geschichte erzählte Michael Tymn Anfang März in seinem Blog. Ich will mehr »

Adieu, Luci!

web108 am 12. April 2021 um 00:03

Abschied von Lucius Werthmüller, war die Überschrift einer Mail. Vielleicht hatte er sich vom Psi-Verein zurückgezogen; aber man weiß, was diese Formulierung heißt, ich wollte es nicht wahrhaben, doch es stimmt: Luci ist von uns gegangen, noch nicht 63 Jahre alt. Einmal im Jahr fuhr ich zu ihm, er kam herunter, lebende Energie und Lebensfreude, warmherzig und einfach erfrischend. Sein Tod erwischt einen kalt.  Ich will mehr »

Das Schnurren der Katzen

web108 am 11. April 2021 um 00:09

Nichts zu machen: Es geht noch einmal um Katzen. In einem Second-Hand-Bücherregal lächelte mich das schmale Buch Die Kunst zu schnurren von Eugen Skasa-Weiß an (1998). Er stellt seine eigenen Katzen vor, doch was er über zwei Katzen-Phänomene schrieb, fand ich am besten: über das Betreten (oder Verlassen) eines Zimmers und über das Schnurren, was der Mensch nicht kann. Ich will mehr »

Tier und Untier

web108 am 10. April 2021 um 00:25

Mir sind noch einmal zwei Stellen untergekommen, die von Katzen reden, und sie müssen den Katzengedichten folgen. Viele Besitzer schreiben ja viel und gern über ihre Katzen, doch auch kreative Geister und Denker schauten ihre Katze an und dachten sich etwas darüber. Die Passagen sind von dem deutschen Philosophen Martin Buber (1878-1965) und dem spanischen Autor Camilo José Cela (1916-2002). Ich will mehr »

Die Sphinx

web108 am 9. April 2021 um 00:16

Es gibt nach der neuesten Statistik 14,7 Millionen Katzen und 10,1 Millionen Hunde als Haustiere in Deutschland. Ich kenne im Heim ein paar Katzenfreundinnen, und denen schenke ich dann Kalender mit Katzen. Gerade bin ich auf drei nette Gedichte über Katzen gestoßen, also machen wir das mal! Ich will mehr »