Archiv der Kategorie 'Feuilleton'

Sansibar und Samarkand

Freitag, den 15. Mai 2026

Wir saßen eines Nachmittags zusammen, kamen auf das Buch Sansibar und der letzte Grund von Alfred Andersch zu sprechen, und Adalbert gestand mir, als junger Mann sei er wegen der Magie des Namens Sansibar nach Tansania gereist. Da wird er nicht der einzige gewesen sein; mancher wurde zum Eroberer, weil ihn ein schöner Städtename nicht […]

Jüdische Witze (2)

Montag, den 27. April 2026

Hätte ich nicht gedacht, aber manipogo hatte schon einmal jüdische Witze, im entfernten 2016. Mir ist ein Riesenband Der Jüdische Witz »übercho«, wie der Schweizer sagt: Ich habe ihn aus einem Regal befreit. Damls hatte ich gerade einmal zwei Witze zitieren können, jetzt sollen es mehr sein. Ich arbeite gerade das Buch durch und merke […]

Selbstbezüglich

Dienstag, den 7. April 2026

Zu manchen Werken der abstrakten modernen »bildenden« Kunst fallen mir nur die Adjektive dreist und unverschämt ein. Was sich Kuratoren alles als Kunst aufschwatzen lassen, ist unglaublich; doch das ist der Zeitgeist. Diese Kunstwerke kennen nur sich selbst. Peter Sloterdijk hat in seinem Buch Du musst dein Leben ändern die Szene auseinandergenommen.

Kreative Autofahrer

Mittwoch, den 18. Februar 2026

Mit Freude sieht man, dass deutsche Autofahrer nicht nur auf ihr Geburtsjahr oder gleiche Zahlen (8888, 7777, 6666) auf ihrem Kennzeichen bestehen, sondern auch Kombinationen mit ihrer Herkunftsstadt herstellen. Das kann kein Zufall sein. Ich bin immer auf der Suche nach witzigen Zusammenstellungen und will nur die erwähnen, die mir aufgefallen sind.

Rückblick manipogo: Januar 2013

Mittwoch, den 14. Januar 2026

Der Janiuar 2013 war der sechste manipogo-Monat. Allzu viel ist da nicht erwähnenswert. Im Januar fängt man immer etwas befangen an, das Wetter ist grau, man ist nicht übermäßig inspiriert. Doch wie erwähnt wollen wir ein paar Artikel hervorheben, damit sie nicht vergessen werden.

Wer bin ich?

Dienstag, den 30. Dezember 2025

Bilder der Identitätssuche bietet die Sammlung Prinzhorn in Heidelberg mit Kunst von Psychiatrie-Patienten. Ich war nach 13 Jahren wieder dort; zuletzt war das im September 2012 mit meiner Mutter, in den ersten Tagen von manipogo. Die Sonderausstellung ist mit Wer bin ich? betitelt, und sie dauert noch bis 19. April. Sehenswert. Und das passt zum […]

„Geister“ im Basler Kunstmuseum

Montag, den 29. September 2025

Und noch einmal Kunst. Bis 8. März dauert die Ausstellung Geister. Dem Übernatürlichen auf der Spur im Basler Kunstmuseum (St. Alban-Graben). Da hat man großartige Werke zusammengetragen (William Blake ist dabei!) und präsentiert sie dem Publikum. Doch wenn ich den Artikel in der Badischen Zeitung hierzu lese, wird mir schlecht. Denn in ihm steht, was […]

Silvester bei Raiuno

Montag, den 6. Januar 2025

Blicken wir kurz auf den Silvesterabend bei Raiuno zurück, dem italienischen Haupt-Fernsehsender. Ein Konzert vor vielen tausend Zuschauern fand in Reggio di Calabria statt und wurde live übertragen. Die Italiener waren dabei, und rechts unten lief eine Uhr mit, um Mitternacht nicht zu verpassen.

Anima-L. in der Sammlung Prinzhorn

Samstag, den 7. Dezember 2024

Die Heidelberger Sammlung Prinzhorn mit Kunst von Psychiatriepatienten zeigt aktuell die Ausstellung Anima-L. Sie wurde erst am 4. Dezember eröffnet und dauert bis 30. März 2025. Über die Sammlung hat manipogo bereits 16 Mal berichtet, zuletzt vor einem Jahr (über die Ausstellung Menschen, die noch leben hätten können).

Winckelmanns letzter Brief

Montag, den 30. September 2024

Winckelmann war in Verfall und Nachleben erwähnt worden, Johann Joachim Winckelmann (1717-1768), und als meine Blicke über meine kleine Bibliothek schweiften, blieben sie an Briefe aus Rom hängen. Sein letzter Brief ist vielsagend, er hatte solche Sehnsucht nach der Ewigen Stadt. Doch waren ihm noch wichtiger als die alten Römer die alten Griechen.