web108 am 28. März 2021 um 00:17
Im Bodenseebuch 1943 stehen drei Texte von Robert Walser (1878-1956), die zu schön sind, um dort eingeschlossen zu bleiben. Die Szenerien wirken derart irreal, dass es sich um Erfahrungen in einer anderen Welt handeln könnte. Und doch ist alles innig und intim geschildert, herzerwärmend: Das war Walsers Kunst. Ich will mehr »
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web108 am 27. März 2021 um 00:44
Bei irgendeiner Suche im Netz fiel mir die Seite Deine Korrespondentin auf. Nach ein paar Sekunden dachte ich mir: Das musst du unterstützen! Mit einer Spende. Und setz‘ sie auf die manipogo-Blogroll! Zehn freie Journalistinnen berichten aus der Welt und schreiben über mutige, arme und interessante Frauen. Ihr Online-Magazin gründeten sie am 4. Mai 2015 in Berlin, und zum Gück gibt es das Unternehmen noch. Ich will mehr »
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web108 am 26. März 2021 um 00:15
Die Ärzte halten nichts, aber auch gar nichts von der Homöopathie. Alles Humbug, denken sie, und der deutsche Gesundheitsminister als deren ausführender Arm plante schon Erschwernisse für die Homöopathen, als ihn die Corona-Krise ablenkte und ihm alles abverlangte. Ein Autor im neuen Naturheilkunde-Journal (März 2021, Kulmbach) meint jedoch: Ja, homöopathische Substanzen helfen gegen die Symptome der vom Virus bedingten Krankheit. Ich will mehr »
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web108 am 25. März 2021 um 00:27
Ein Beitrag aus der Reihe »schreckliche Gebräuche der Menschheit«. Für ein Manuskript hatte ich das Thema Witwenverbrennung bearbeitet, und ich las Sir James Fraser dazu und schrieb: »Der Tod der treuen Frau sollte die rasche Wiederaufnahme der Ehe im Himmel sichern. Noch im Jahr 1987 opferte sich die junge Inderin Roop Kanwar im Bundesstaat Radschasthan auf, und ihr Freitod wurde von Tausenden verfolgt.« Ich will mehr »
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web108 am 24. März 2021 um 00:17
Am 10. Mai 1933 verbrannten in 22 deutschen Städten Nazi-Sympathisanten Bücher von ihnen verhassten Autoren — solche, die der Macht nicht gefielen, und unter ihnen waren viele von hohem Rang. Eine Liste der verbotenen Autoren wurde erstellt, Bibliotheken wurden von »undeutschem Schrifttum« gesäubert. Da meldete sich jemand mit einem Brief zu Wort … Ich will mehr »
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web108 am 23. März 2021 um 00:59
Hinrichtungen verlaufen meist tödlich, sagen wir in 9999 von 10.000 Fällen. Es gab immer das ungeschriebene Gesetz, dass jemand, der durch einen Irrtum oder Ungeschicklichkeit dem Tod von der Schippe sprang, seiner Wege gehen darf. Ich habe einige wahre und erfundene Anekdoten darüber gesammelt; dahinter steckt wohl der Wunsch nach einem Wunder und dass das Unabänderliche noch abwendbar sei. Ich will mehr »
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web108 am 22. März 2021 um 00:32
Um noch einmal auf den Krimi (und die Mordlust) zurückzukommen, will ich eine Stelle aus dem Roman Mittelreich von Josef Bierbichler zitieren, der 2011 auf den Markt gekommen ist. Der Autor schildert die 1950-er Jahre in einem Dorf am Starnberger See, und der Erzähler ist der Oberschlesier Viktor, der sich nach 391 Seiten 1984 von der Welt verabschiedet mit dem Spruch: »Die Erde ist keine Heimat.« Ich will mehr »
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web108 am 21. März 2021 um 00:46
Zwei entfernte Bekannte sind erst vor einer Woche an den Augen operiert worden, und vergangenen Mittwoch (der nach dem vierten Fastensonntag) traf im Evangelium Jesus einen Blinden, legte ihm Erde mit Speichel vermischt auf die Augen und heilte ihn dadurch. Und ich dachte mir, den Beitrag über George Chapman und William Lang musst du jetzt unbedingt machen! Lang war ein berühmter Augenarzt. (Eigentlich gehört das als Teil 5 zur Serie Unsichtbare Heilung.) Ich will mehr »
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web108 am 20. März 2021 um 00:11
Samstagabend sehe ich bei einem, der sky abonniert hat, manchmal eine Viertelstunde Fußball-Bundesliga. Ach, wie ist das traurig! Im leeren Stadion spielen sie vor sich hin. Man hört deutlich das Schreien der Spieler und sogar das plopp des Balls, wenn er hart geschossen wird. Ich hatte mal von der Magie und der Poesie des Fußballs geschrieben, doch das ist komplett weg. Man hat den Fußballsport enthauptet. Ich will mehr »
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web108 am 19. März 2021 um 00:49
Vergangenes Jahr, ich erinnere mich, hatte manipogo einen besonders geistreichen Beitrag zum Josefitag, auch wenn ich nicht mehr verstehe, wie ich auf den 29. April kam. Denn am 19. März gedenkt man in katholischen Regionen gern des Stiefvaters Jesu Christi, des geduldigen Zimmermanns Josef von Nazareth. In dem Büchlein Der Wanderer von Paolo Coelho habe ich eine kurze Geschichte dazu gefunden. José heißt der Heilige in Spanien: San José. Ich will mehr »
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