Es war einmal der Wilde Westen

web108 am 4. November 2012 um 00:19

Kann ein Film, der so heißt wie oben angegeben, ein Erfolg werden? Der Titel ist ein Hindernis. Sergio Leone (1929−1989) fing mit C’era una volta il West 1968 seine zweite Amerika-Trilogie an, nachdem er seine »Dollar-Trilogie« höchst erfolgreich abgeschlossen hatte. In Deutschland hieß der Western Spiel mir das Lied vom Tod, und er lief gestern Abend im Bayerischen Fernsehen. Ich hatte ja soeben über italienische Filmgeschichte geschrieben.   Ich will mehr »

Die Kino-Schule „Gian Maria Volonté“

web108 am 3. November 2012 um 00:27

Es kann im Mai 2011 gewesen sein, dass mich Romano durch ein verlassenes Gebäude im römischen Stadtteil Magliana führte, das eine Schule für Kino werden sollte. Nun ist die Scuola d’arte cinematografica Gian Maria Volonté in Betrieb. 75 junge Leute können in zweijährigen Kursen alles lernen, was man braucht, um einen Film zu drehen. Romano ist hier in der Verwaltung tätig. Ich will mehr »

Unter dem Vulkan

web108 am 2. November 2012 um 00:04

Heute: Allerseelen. Also noch einmal ein Beitrag über den Tod und Verwandtes. Meine geschätzte Ex-Partnerin Giovanna befindet sich derzeit in Mexiko, auf einer Reise durch das Land. Da fiel mir gleich der großartige Film Unter dem Vulkan (1984) von John Huston (1906−1987) ein, mit Albert Finney und Jacqueline Bisset. Beklemmend.

 

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Mara sieht das Licht

web108 am 1. November 2012 um 00:15

Bei unserer Konferenz in Rom sprach auch wieder der sympathische Mariano Mandolini über seine Kontakte mit Bewohnern anderer Welten. Er erzählte uns die bewegende Geschichte von Mara, die sich erst später so vorstellte, zunächst aber ein nerviger Geist war, der, typisch italienisch, nicht aufhörte zu kommunizieren. Ich will mehr »

Ausgang für die Toten

web108 am 31. Oktober 2012 um 00:25

Wer aus unserer Welt die andere (das Jenseits) besuchen möchte, könne dies, schrieb der indische Gelehrte Ananda Kentish Coomaraswamy (AKC), nur in einem bestimmten Intervall tun, das nur einen Augenblick geöffnet sei. Das trifft nach dem Volksglauben auch auf diejenigen zu, die, verstorben, ihrem früheren Aufenthaltsort einen Besuch abstatten wollen. Offen ist die Passage für die Toten am 1. November.     Ich will mehr »

Italien und die Krise

web108 am 30. Oktober 2012 um 01:12

Die Stimmung in Italien sei so schlecht wie nie zuvor. Mit dieser Botschaft empfingen mich meine Freunde, als ich mich, erschöpft von der Reise und erhitzt von zwei Kilometern Fußweg mit Gepäck vom Bahnhof Trastevere, zu ihnen an den Wohnzimmertisch setzte. Das fing ja gut an.

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Kirchspiel

web108 am 29. Oktober 2012 um 00:52

Nach elf Tagen beende ich hiermit meine vorbereitete Rom-Serie (und sollte selbst wieder zurück sein). Ich zeige ein paar Bilder von Kirchen, das ist unaufwendig. Dabei denke ich an eine Verlagsmitarbeiterin, deren sehnlichster Wunsch es war, ein »unaufwendiges« Buch zu machen, das ein Bestseller würde. Das kann klappen, wenn man zuerst ein paar Jahrzehnte seinen Job gelernt hat. Aufwendig! Ich will mehr »

Litanei

web108 am 28. Oktober 2012 um 00:10

Novemberabend. Weihrauchduft. Kirche im Halbdunkel. Dünne Stimmen wehen von den Bänken rechts herüber: »Der du für uns gekreuzigt bist worden.« Dann erhebt sich wieder eine Stimme (jemand kennt sich aus): »Gegrüßest seist du Maria, voll der Gnaden …« So war der Schmerzensreiche Rosenkranz vor 40 Jahren in der Stadtpfarrkirche Landsberg am Lech, und so ist er auch heute noch: eine Litanei. Ich will mehr »

Zeitgespenster

web108 am 27. Oktober 2012 um 00:02

Schöner Titel. Zeitgespenster. Erscheinungen des Übernatürlichen in der zeitgenössischen Kunst heißt eine Ausstellung, die ab heute im Museum Morsbroich in Leverkusen zu sehen ist (bis 6. Januar 2013). Das Museum befindet sich östlich des Stadtzentrums im gleichnamigen Schloss, das 1220 zum ersten Mal erwähnt wurde und von 1619 bis 1803 Sitz des Deutschen Ritterordens war (als die Ritter nicht mehr viel zu melden hatten). Ich will mehr »

Ein Radler in Rom

web108 am 26. Oktober 2012 um 00:45

Und wie kam es, dass ich in Rom Fahrrad fuhr? Ich war neu in der Stadt, Herbst 1999, und — so hasenfüßig war ich — erst einmal war ich bereit, das Rad an den Nagel zu hängen. Fuhr manchmal zaghaft ein paar Straßen entlang. Erst ein Jahr danach, im Heiligen Jahr 2000, lernte ich die Radler vom Verein Ruotalibera kennen. Ja, erst in Rom bin ich zum leidenschaftlichen Radfahrer geworden. Ich will mehr »