Geburtstag

web108 am 11. Februar 2020 um 00:58

Muss man ja nicht verschweigen, dass man Geburtstag hat. Solch ein hohes Alter zu erreichen hätte ich mir früher nie zu träumen gewagt, aber man hat überhaupt nicht dran gedacht, alles jenseits der 50 war unvorstellbar. Doch die Jahre ziehen durch einen hindurch, man geht voran, mal mit viel, manchmal mit weniger Dampf, und bei einem Geburtstag hält man inne. Ich will mehr »

Flugverkehr (90): Mario Luzis Flüge

web108 am 9. Februar 2020 um 00:22

Elitär und hermetisch könnte man die Poesie von Mario Luzi (1914-2005) nennen, der die italienische Lyrik-Tradition von Quasimodo, Montale und Ungaretti fortführte und als alter Mann noch federleichte, sprachschöpferische Gedichte zuwege brachte. Unter den letzten nachgelassenen Gedichten fanden sich auch zwei übers Fliegen, sie passen in meine Serie. Ich will mehr »

Danach – mit Heinz Erhardt

web108 am 7. Februar 2020 um 00:49

Heinz Erhardt! Am besten schaut man sich den Anfang des folgenden Clips an, um zu begreifen, was für ein Typ das war. Wirkt wie einer vom Niederrhein, war aber in Riga (Lettland) 1909 geboren und aufgewachsen und ließ sich später in Hamburg nieder. In den 1950er und 1960er Jahren war Erhardt eine kabarettistische Größe im Land. Und Gedichte schrieb er, und dann sagte er immer: »Noch’n Gedicht!«Er starb 1979.  Ich will mehr »

Der Weg der Lusitania

web108 am 5. Februar 2020 um 01:01

Nach dem Buch über die TITANIC ein weiteres gefunden: über das Schicksal der Lusitania. Auch von Robert D. Ballard, der acht Jahre nach dem Ausflug zur Titanic sich das Grab der Lusitania ansah, die im Mai 1915 sank. Ein deutsches U-Boot schoss einen Torpedo ab, 1195 Menschen starben.    Ich will mehr »

Ökonomie

web108 am 3. Februar 2020 um 00:42

Ökonomie heißt laut Fremdwörterduden neben Wirtschaft und Wirtschaftswissenschaften auch: »sparsames Umgehen mit etwas, rationelle Verwendung oder Einsatz von etw.« Sprechen wir einmal von der Ökonomie des Geistes. Ich will mehr »

das Leben

web108 am 1. Februar 2020 um 00:36

Guter Einfall, den Februar mit einer Lyrik-Passage von Octavio Paz (1914-1998) zu beginnen. 1990 war er ein würdiger Literatur-Nobelpreisträger, als aufrechter Demokrat und Mensch mit Güte. Die Gedichte des Mexikaners gelten für die lateinamerikanische Lyrik als ebenso wichtig wie die von Pablo Neruda, mit dem Paz (Frieden) in Frankreich zusammenarbeitete. Das Labyrinth der Einsamkeit (1950) mit Essays sollte man vielleicht lesen, das Buch war sehr einflussreich.  Ich will mehr »

Flugverkehr (90): Garuda

web108 am 30. Januar 2020 um 01:14

Chögyam Trungpa sagte einmal: »Wenn du die Magie entdeckst, meinst du, etwas Außergewöhnliches müsse geschehen. Und in der Tat geschieht etwas Außer-Gewöhnliches: Du findest dich einfach in der äußersten Realität wieder, in der Realität durch und durch … Wahre Magie ist die Magie der Realität, wie sie ist, also die Erde der Erde, das Wasser des Wassers, und du kommunizierst mit den Elementen, und irgendwie werden sie eins mit dir.« Fehlt: die Luft der Luft, symbolisiert durch das Vogelwesen Garuda, das in Thailand und Indonesen bekannt ist.  Ich will mehr »

Morgiane

web108 am 28. Januar 2020 um 00:49

Ali Baba und die vierzig Räuber ist eine Geschichte aus Tausendundeiner Nacht, erzählt von Sultanin Scheherazade ihrem Herrn. Die wahre Heldin der Geschichte ist Morgiane. »Diese Morgiane war eine geschickte, erfindungsreiche und unternehmende Sklavin«, heißt es in einer alten  Märchensammlung, die — nach Schreibweise und Stil zu schließen — aus der Goethezeit stammen mag. Kritisch wird es, als sie tanzt … Ich will mehr »

Dralas und andere Geister

web108 am 26. Januar 2020 um 00:13

Amira El-Zain schreibt im Vorwort ihres Buches, dass der Mensch seit jeher an unsichtbare Bereiche glaubt, die von Geistern bevölkert sind, und William James hat so sogar Religion definiert: »Man könnte sagen, dass sie aus dem Glauben an eine nicht sichtbare Ordnung besteht und dass es unser höchstes Ziel ist, uns auf harmonische Weise damit zu arrangieren.« Die Autorin des Dschinn-Buchs setzt dann zu einem kurzen Überblick an, dem wir folgen wollen. Ich will mehr »

Die Dschinns

web108 am 24. Januar 2020 um 00:53

Der Koran, das heilige Buch der Moslems, kennt drei Arten von spirituellen Wesen: Engel, Dschinns und Dämonen. Die Letzteren sind böse Einflüsterer, die Ersteren himmlische Wesen, während die Dschinns als schattenhafte Geistwesen gelten, entstanden aus rauchlosem Feuer und angesiedelt in einem Zwischenreich. Im Koran werden die Dschinns Seite an Seite mit dem Menschen erwähnt, dem sie verwandt sind. Ich will mehr »