Positive Beispiele

web108 am 29. Dezember 2020 um 00:44

Am Ende des Jahres will manipogo positiv sein, wenngleich das Adjektiv seit diesem Jahr etwas angegriffen ist. Wir haben ja gesagt, Hoffnung sei nötig. Blicken wir zurück in jene schauerliche Epoche von 1942 bis 1944, als die Nationalsozialisten Juden zu Hunderttausenden deportierten. Ich will nicht dauernd darauf herumreiten, doch da ich mich wochenlang wieder damit befasst hatte, geht es mir nicht aus dem Sinn. Es gab dabei tatsächlich mutige Männer und Frauen und Rettungsaktionen, und an denen halten wir uns fest. Ich will mehr »

Mein (wieder) grüner Kaktus

web108 am 28. Dezember 2020 um 00:35

Ich bin Pflanzenfreund und kümmere mich um meine grünen Freunde. Sie gedeihen gut. Manchmal ersäuft eine, die auf dem Balkon zu lange stand; manchmal erfriert eine wie Ende November ein Geldbaum, den ich in Sichtweite im Garten aufgestellt hatte. Einen meiner beiden Kakteen jedoch, der todwund war, konnte ich retten. Meine Gedanken halfen ihm. Ich will mehr »

Flugverkehr (111): Der große Vogel als Bote

web108 am 27. Dezember 2020 um 00:12

Mein Lieblingsgedicht von Derek Walcott wurde schon zwei Mal erwähnt, und den Anfang zitierte ich diesen Sommer zum Josefstag, den zweiten Teil in einem Beitrag vor fünf Jahren über Reiher. Nun soll dem Gedicht endlich die verdiente Ehre erfahren: Es soll zur Gänze erscheinen, erst auf Englisch, dann in der Übersetzung, und hinterher taucht wieder ein Reiher auf, diesmal als Bote der Toten, darum: weiterlesen bis zum Schluss! Ich will mehr »

Wiegenlied fürs Christkind

web108 am 26. Dezember 2020 um 00:13

Hat mich gefreut, dass es im November 2000 Abrufe für ein paar Gedichte von Lope de Vega (1562-1635) gab. Ich hatte schon vorgehabt, sein Wiegenlied für das Christkind und sein Weihnachtslied zu verwenden, die wieder volksliedhaft und schlicht geschrieben sind. Hier kommen sie, übersetzt von Erwin Walter Palm. Ich will mehr »

Anatoli Nikolajewitsch Bukrejew

web108 am 25. Dezember 2020 um 00:40

Drei Männer klettern am Weihnachtstag 1997 zu einem Grat hoch, der sie von Süden zum Gipfel der 8091 Meter hohen Annapurna führen soll. Sie haben fast 6000 Meter Höhe erreicht, als der erste der drei, der Italiener Simone Moro, eine Explosion hört. Gleich danach rast eine weiße Wand  fauchend auf sie zu. Es dauert drei Sekunden, dann fegt die Lawine sie hinab. Um sie dreht sich alles, alles wird ihnen weiß. Uhrzeit: 12.27 Uhr. Ich will mehr »

Flüchtende

web108 am 24. Dezember 2020 um 00:57

Wenden wir uns an diesem Vortag und Vorabend der Geburt des Herrn, wie die Christen sagen, den Urtexten zu. Man lässt Weihnachten ja immer an sich vorbeilaufen, ohne sich groß Gedanken darüber zu machen. Denken wir also mal darüber nach (wobei der Theologe, der jahrelang diese Texte studiert, Einwände erheben mag) und interpretieren wir rasch die Texte. Ich will mehr »

Entladungen

web108 am 23. Dezember 2020 um 00:06

In der christlichen Mythologie warten wir nun, am Ende der Adventszeit, auf das Licht, das Christus ist: Er verkörpert die spirituelle Dimension des Lichts, das am Anfang der Schöpfung stand. Licht ist ein elektromagnetisches Phänomen, und letztlich sind alle unserer Körperfunktionen elektrisch. Jedes Lebewesen sendet Strahlung aus. Zwei Pole, eine Begegnung: und eine Entladung, die sich stetig fortsetzt und das Universum zu einem erregten, pulsierenden Organismus macht. Mann und Frau, Plus und Minus, Spannung und Entladung: Das treibt uns an. Ich will mehr »

Die längste Nacht

web108 am 22. Dezember 2020 um 00:25

Die vergangene Nacht war die längste des Jahres. Oder ist es die kommende Nacht? Das heißt jedenfalls Wintersonnenwende und gibt Anlass zu Freude: Die Tage werden wieder länger! Die Märchen und Mythen haben immer wieder Geschichten für die Phänomene der Erde gefunden, etwa für Tag und Nacht. Ich spürte eine Erzählung aus der vedischen Literatur auf. Ich will mehr »

Rut

web108 am 21. Dezember 2020 um 00:55

Das Buch Rut ist kurz und schön wie ein Märchen. Da stört wirklich nichts. Keine bösen Menschen treten auf, die richtigen finden zueinander, und Rut — das ist wichtig — wird zur Großmutter des späteren Königs David. Die arme Rut kommt als Fremde; sie wird aber aufgenommen und geachtet. Auch Einzelheiten über damalige Bräuche im Nahen Osten machen das kleine Buch interessant.     Ich will mehr »

Ester

web108 am 20. Dezember 2020 um 00:49

Judit war ein Anfang. Wir können gleich mit Ester und dann mit Rut weitermachen, beides kleine Bücher des Alten Testaments mit Frauennamen. Eine Geschichte nacherzählen ist ja schön, in allen steckt etwas drin; aber sie soll nicht im luftleeren Raum hängenbleiben, sondern etwas soll ihr, der Geschichte, zur Seite gestellt werden. Das erklärt die Mini-Serien, die damit entstehen. Heute also zu Ester. Ich will mehr »