Jenseitige Bilder

web108 am 30. September 2020 um 00:27

Ich hatte schon einmal auf den youtube-Kanal Empirische Jenseitsforschung von Franz Dschulnigg aus der Schweiz verwiesen, der die Zeugen von Nahtod-Erfahrungen erzählen lässt. Die Berichte sind immer nur 15 Minuten lang und machen süchtig. In den USA gibt es so etwas natürlich auch. Ich sah mir einige Erzählungen an (auch da spricht einer, meist 30 Minuten lang), und mir fiel das Insert Anthony Chene production auf, der Name des US-Kanals. Ich will mehr »

Erhebet die Herzen!

web108 am 29. September 2020 um 00:37

»Erhebet die Herzen!« spricht der Priester in der katholischen Messe, und die Gläubigen antworten: »Wir haben sie beim Herrn.« — Priester: »Lasset uns danken dem Herrn, unserm Gott.« — Gemeinde: »Das ist würdig und recht.« Diese Akklamationen (Ausrufe) leiten das Hochgebet ein, den Lob Gottes, und sind seit dem 3. Jahrhundert unverändert. Der Dominikanermönch und Mystiker Heinrich Seuse (1295-1366) hatte sich den Spruch sursum corda (Empor die Herzen!) zu eigen gemacht. Er wollte ganz hoch hinaus. Ich will mehr »

Im Tausendjährigen Reich

web108 am 28. September 2020 um 00:41

Ich wollte mal wieder etwas aus dem Mann ohne Eigenschaften von Robert Musil (1880-1942) zitieren und fand eine wunderbare Stelle, die sprachlich meisterhaft eine Utopie ausdrückt und einen Zustand der Seligkeit. Aber, wie ärgerlich, man muss eine Erklärung vorausschicken, weil Ulrich seiner Schwester Agathe sagt, sie würden »in das Tausendjährige Reich einziehn«.  Ich will mehr »

Swedenborg bei den Außerirdischen (2)

web108 am 27. September 2020 um 00:18

Wenige wissen, dass Emmanuel Swedenborg auch ein 100-seitiges Buch über seine Kontakte mit Außerirdischen geschrieben hat. Es heißt exakt Die Erdkörper in unserem Sonnensystem welche Planeten genannt werden und einige Erdkörper am Fixsternhimmel sowie ihre Bewohner, Geister und Engel (London, 1758). Geschrieben also, als die Aufklärung in Schottland ihre Blüte erlebte. Lassen wir uns also aufklären. Ich will mehr »

Abwesen

web108 am 26. September 2020 um 00:48

Da hatte ich in Berlin vor Jahren mal das Buch Abwesen von Byung-Chul Han gelesen und mir Sätze daraus abgeschrieben. Die klingen so gut, dass ich sie euch vorstellen möchte. Der südkoreanische Philosoph hat in Deutschland studiert, kennt Heidegger und meint: Sowas wie Sehnsucht ist im Fernen Osten abwesend, die Grübelei und Innenschau fremd. Man ergründet gern das Fremde, darum gibt es dort viele Bewunderer der deutschen Philosophie.     Ich will mehr »

Brachland

web108 am 25. September 2020 um 00:35

Zwischen Basel und dem 80 Kilometer weiter nördlich gelegenen Breisach gibt es nur zwei Brücken über den Rhein: Neuenburg und Hartheim. Neuenburg hat viele Einkaufsgäste aus Frankreich, und derzeit ebnet man ihnen gründlich den Weg. Vom Rhein bis zum Fuß des kleinen Hügels, auf dem Neuenburg liegt, erstreckt sich nun Asphalt. Alles abgedeckt, alles gut versiegelt. Kreisel und riesig breite Zufahrten. Man ist dabei, diesen Ort zu ruinieren, wie man Heitersheim ruiniert hat. Ich will mehr »

Harry Heine (6): Anno 1839

web108 am 24. September 2020 um 00:16

Das Gedicht Anno 1829 kam in einem Heine-Beitrag schon vor; das nachfolgende, Anno 1839, noch nicht. Es ist eine witzige Gegenüberstellung von Frankreich und Deutschland und auch eine Charakteristik unseres Volkes. Viel ändert sich da nicht, auch in fast 200 Jahren nicht. Überprüfen wir selbst unsere Erfahrungen! Ich will mehr »

Harry Heine (5): Don Ramiro

web108 am 23. September 2020 um 00:51

Ich nehme eine Serie mit Gedichten von Heinrich Heine (1797-1856) wieder auf … und plötzlich merke ich, dass er ziemlich genau 100 Jahre vor Bertolt Brecht (1898-1956) lebte: Geburt und Tod liegen ähnlich. Darf man die beiden die größten deutschen Lyriker der Neuzeit nennen? Wir müssten Joseph von Eichendorff dazunehmen (er starb 1857). Heute von Heine eine schwarze Ballade, die sich so ereignet haben könnte, da wir viele Geschichten über Geister kennen. Ich will mehr »

Bumerang

web108 am 22. September 2020 um 00:30

Wie schwer es heute doch ist, Kummer loszuwerden! Angenommen, du hast Ärger in der Arbeit und schilderst den einem Freund (einer Freundin) in der Hoffnung, dich danach besser zu fühlen. Irrtum! Loswerden ist nicht; das Ding kommt wie ein Bumerang zu dir zurück, und du fühlst dich noch dazu schuldig. Wie das so ist, erkläre ich gleich. Ich will mehr »

Puszta

web108 am 21. September 2020 um 00:54

Im Jahr 2008 wollte ich etwa um diese Zeit (oder früher) an der Donau entlang mit dem Fahrrad zum Schwarzen Meer fahren. Manche schaffen das; ich drehte früher um, nach einer Woche in Ungarn, einem Tag in Rumänien und einem in Serbien. Davon gibt’s nicht viele Bilder, aber sie sollen einmal veröffentlicht werden, damit sie nicht umsonst gemacht wurden. Ich will mehr »