Paesaggi d’Italia

web108 am 25. Oktober 2018 um 00:44

Landschaften Italiens heißt das, aber es sind so schöne Worte, lassen wir sie mal stehen. Ein paar Male war ich on top of the world, schien mir: in Montemassi bei Karl und Bianca und dem Blick auf Olivenreihen der Toskana, und in Camerino bei Chiara und Fabiano, und in der Ferne glänzte die Stadt, die von einem Erdbeben vor zwei Jahren schwer getroffen wurde. Und andere schöne Landschaften …  Ich will mehr »

Bici d’Italia

web108 am 23. Oktober 2018 um 22:00

La bicicletta oder la bici (gesprochen bii-tschii) gehörte immer zu Italien, nur um 1960 befürchtete man ihr Aussterben: des Fahrrads (im Italienischen weiblich). Die Motorisierung nahm überhand. Ich war 3 Wochen in Italien, mit dem Rad, und sah viele hundert Rennradfahrer, doch die Handvoll Leute, die sich im Alltag auf zwei Rädern mit Muskelkraft vorwärtsbewegte, hatte meistens schwarze Haut oder war über 80. So traurig war es noch nie. Ich will mehr »

Liebesgedichte (aus aller Welt)

web108 am 16. Oktober 2018 um 00:58

Solche Sammlungen gibt es: Liebesgedichte aus aller Welt. Wer sowas liest? Weiß ich nicht. Man kann’s nicht runterlesen, nur mal reinschauen. Du suehst, was andere empfunden haben, welche Sensibilität möglich ist. Das streift das Religiöse. Ich will mehr »

Gewerbegebiet

web108 am 13. Oktober 2018 um 00:18

Das Gewerbegebiet steht da wie ein Ausdruck von Nicht-Geist, wie eine Zeltstadt, zwischen deren Behausungen sich Asphalt spannt. Da wird also produziert, verwaltet, gehandelt. Vor den weißen Hauskästen stehen schwere Limousinen, als seien deren Inhaber jederzeit bereit zur Flucht. Die findet statt: Wenn Dienstschluss ist. Ich will mehr »

Cesare Pavese

web108 am 10. Oktober 2018 um 01:22

Ich sollte mich gerade in Italien aufhalten, irgendwo an der Adria, und da passt es, einen italienischen Dichter hervorzuheben. Leopardi wäre gut, der stammte aus Recanati, aber Cesare Pavese liegt mir näher, obwohl er sozusagen in der gegenüberliegenden Ecke tätig war, im Nordwesten um Turin. Le Langhe hieß die hügelige, einsame Gegend, in der er aufwuchs, und über sie schrieb er. Ich will mehr »

Der Vardoegr, noch einmal

web108 am 7. Oktober 2018 um 01:26

In dem Beitrag Spuk und Geister im Wallis hörten wir von Geräuschen, die in der Nacht auftauchen und manchmal auf einen bevorstehenden Todesfall ankündigen. Sterbende künden sich, wenn sie Lebenden im Augenblick ihres Ablebens erscheinen. Und dann gibt es den Vardøgr, den ich mal wieder erlebt habe. Ich will mehr »

Ulrich und das Besondere

web108 am 4. Oktober 2018 um 01:29

Will mal wieder aus dem Mann ohne Eigenschaften von Robert Musil zitieren, meinem wichtigsten Roman, der Philosophie auf leichte Art vermittelt, aber aufpassen muss man schon. Ulrich verbreitet sich über die Sprache und damit über das Allgemeine. Ich will mehr »

Tote sehen

web108 am 1. Oktober 2018 um 00:45

Was fürchten Amerikaner am meisten? Vor vielen Leuten zu sprechen und ― den Tod. Das sagte Dr. Christopher Kerr, Leitender Mediziner am Hospiz von Buffalo New York, der hunderte Menschen sterben hat sehen und viele Interviews mit ihnen führte. Viele sehen in der letzten Lebensphase verstorbene Angehörige. Ich will mehr »

Spuk und Geister im Wallis

web108 am 29. September 2018 um 01:27

Der Lehner Karl, der von 1894 bis 1978 lebte und wie sein Vater Posthalter von Zermatt war, hat die Sagen und Legenden seiner Gegend gesammelt und aufgeschrieben, und hui, das ist alles ziemlich erschröcklich und unheimlich, da’s allerorten spukt und die Armen Seelen vorbeiziehen. Ich will mehr »

Träume unterwegs

web108 am 26. September 2018 um 01:03

Was es mit Träumen auf sich hat, wissen wir noch nicht richtig. Ich bin immer verblüfft, vor allem, wenn ich auf Reisen bin. Auch in Frankreich, wo ich mich Mitte August eine Woche aufhielt, kamen in der Nacht in meiner Traumwelt seltsame Dinge vor. Ich erinnere mich … Ich will mehr »