Immer singen

web108 am 15. Oktober 2020 um 00:05

Zum gestrigen Beitrag passt ein weiterer übers Singen und die Musik. Ich blättere gern in dem Buch Traumfänger von Marlo Morgan herum, das 1994 herauskam. Eine US-amerikanische Geschäftsfrau lässt sich von australischen Eingeborenen überreden, einen mehrmonatigen Walkabout mitzumachen: zu Fuß quer durch den Busch in der Gruppe, ohne Geld und Nahrung, aber mit Gottvertrauen. Es ist ein fiktiver Bericht, an dessen Wahrheit man aber nicht zweifelt.  Ich will mehr »

Weltharmonie

web108 am 14. Oktober 2020 um 00:16

»Wir klangen wie zwei Geigen, die ein Meister aufeinander abgestimmt hat«, ließ die Fussenegger jemanden sagen (ich glaube, es war Julia), wie wir gestern lasen, und danach las ich etwas, das dieses Motiv schön anspielt und ausführt. Der bulgarische Philosoph Omraam Mikhael Aïvanhov (1900-1986) sprach darüber bei einem (französisch gehaltenen) Vortrag in Bonfin am 16. September 1973. Ich will mehr »

Nebelreich

web108 am 13. Oktober 2020 um 00:26

Wieder ein wunderbares Stück Dichtung in einem Roman entdeckt, so wie ich kürzlich in Musils Mann ohne Eigenschaften fündig geworden war. Die neue Stelle stammt aus dem Roman Die Pulvermühle von Gertrud Fussenegger (Österreicherin wie Musil, geboren in Pilsen), die von 1912 bis 2009 lebte. Dann liest man über ihr Leben und stellt fest, dass sie glühende Nationalsozialistin war. Wieder (wie bei Musil) müssen wir uns mit dem Bösen  herumschlagen. Was tun? Ich will mehr »

Selfies

web108 am 12. Oktober 2020 um 00:28

Nicht nur Selfies. Vier haben wir gemacht oben am Berg, und die waren allesamt so doof, dass ich lauthals lachen musste. In der Zahnradbahn gestand mir Giovanna hinterher, sie habe die Bilder gelöscht. »Was hast du?« rief ich entgeistert und schrie wie ein Kind: »Du bist blöd!« Es gab indessen einen Knopf, um die Aktion rückgängig zu machen. Also zeige ich mutig die Bilder, mit Giovannas Einverständnis. Und, als Ego-Show, mehr Fotos von MIR. Kann ja mal sein, einmal im Jahr. Ich will mehr »

Zermatt

web108 am 11. Oktober 2020 um 00:56

Ich hoffe, ihr seid noch nicht (z)ermattet. Drei Tage in Zermatt und fünf manipogo-Beiträge (einer, ein lustiger, folgt noch als Abspann), das ist schon exzessiv. Doch meine alte (theoretische) und neue (praktische) Leidenschaft für die Berge ging mit mir durch. Und es gab viel Material. Die vorzüglichen Fotos sind alle von Giovanna Braghetti gemacht, mittels Smartphone. Ich will mehr »

In höheren Sphären

web108 am 10. Oktober 2020 um 00:29

Das Matterhorn und Zermatt: Das muss uns zum Alpinismus führen, der richtig erst Mitte des 19. Jahrhunderts erblühte, zusammen mit der Industrialisierung, dem Individualismus und dem Inangriffnehmen der Grenzen, die der Mensch vor sich hatte. Die Erstbesteigung des Matterhorn wird erwähnt, die tragisch ausging, was aber keinen Alpinisten abschreckte. Ich will mehr »

Mark Twains Weg

web108 am 9. Oktober 2020 um 00:51

Wir sind noch in Zermatt. Oben, unterwegs zur Riffelalp, fiel mir das Schild Mark-Twain-Weg auf. Ja, richtig, der amerikanische Autor (Huckleberry Finn) hatte Europa eingehend besucht, 1867 (manipogo hatte was von ihm über Rom und Athen) und dann 1878. Diese letzte Reise führte ihn eingehend in die Schweiz. Er war in Grindelwald, Zermatt und Chamonix, den drei Zentren des Alpinismus, und er wanderte viele Stunden in den Alpen umher. Ihre Größe, ihre Majestät und — was sie uns bedeuten: Mark Twain verstand es und konnte es ausdrücken. Ich will mehr »

Das Matterhorn

web108 am 8. Oktober 2020 um 00:50

Vor zehn Tagen waren wir übers Wochenende in Zermatt, in einer Ferienwohnung. Bergwandern wollten wir, und ich sollte zum ersten Mal das Matterhorn erblicken, diese markante riesenhafte Felsnadel, deren Spitze auf 4478 Meter (oder 4505) über dem Meeresspiegel liegt. Überall in Zermatt sieht man es abgebildet, das Horn, und manipogo tut das auch, denn der Berg wirkt immer anders, immer neu. Ich will mehr »

Stella und Christian

web108 am 7. Oktober 2020 um 00:06

Stella, was für ein schöner Name: der Stern auf Italienisch. Stella Petersen ist wunderhübsch, sportlich und Englischlehrerin. Sie und ihr Schüler Christian finden in Siegfried Lenz‘ Novelle Schweigeminute zusammen, die ich vor kurzem las. Sie ist von 2008 und also ein Spätwerk des großen Erzählers Lenz, der heute vor sechs Jahren gestorben ist, 88 Jahre alt. Ich will mehr »

Jonas‘ Schlusswort

web108 am 6. Oktober 2020 um 00:37

Wir waren ja gerade bei der Kunst, bei Bildern, beim Museum … Ein kleines Erlebnis in der Arbeit rief in mir eine Erzählung wach, an die ich viele Jahre nicht mehr gedacht hatte. Doch sie war in mir aufbewahrt, die Geschichte Jonas oder der Künstler bei der Arbeit von Albert Camus, Nobelpreis für Literatur 1957 (mein Geburtsjahr), drei Jahre danach tödlich verunglückt, 47 Jahre alt.  Ich will mehr »