Rückblick manipogo: Oktober 2012

web108 am 12. Februar 2025 um 01:58

Besehen wir uns den dritten manipogo-Monat genauer, den Oktober 2012. Wie immer beschrieb der Autor, was er las und was ihm zustieß. Es ist der Blog eines Schriftstellers, der seit 2018 kein Buch mehr geschrieben hat, weil zu wenige ein solches lesen. 3600 Artikel mittlerweile, die alle untereinander verbunden sind; es ist eine Art Bienenstock, ein komplexes System, eine kleine Welt. Ein Verzeichnis der handelnden Personen und ein Sachregister würde viele Seiten füllen.  Ich will mehr »

Die Feder

web108 am 11. Februar 2025 um 01:26

Die Feder war das erste Schreibgerät und hielt sich bis ins 19. Jahrhundert. Ein erster Mensch wird festgestellt haben, dass die Feder eines Vogels schön in der Hand lag und sich mit ihr Buchstaben zeichnen ließen (was etwa 3000 vor Christus begann, bei den alten Ägyptern, die schon Tinte besaßen. Der Koran erwähnt den »Pen« (englisch), der auf Arabisch qalam heißt (ﻕﻝﻡ), vier Mal. Ich will mehr »

Der Reiter und der Bodensee

web108 am 10. Februar 2025 um 00:08

Auch zum Eis werden wir in der deutschen Literaturgeschichte fündig. Der Reiter und der Bodensee ist ein berühmtes Gedicht von Gustav Schwab (1792-1850). Seit 875 war der Bodensee 33 Mal zugefroren, zuletzt in den Jahren 1788, 1830, 1880 und 1963. In einem Artikel 2018 habe ich darüber geschrieben (mit schönen Bildern!); man konnte über den See von der Schweiz nach Deutschland wandern. Und umgekehrt.

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Antarktis

web108 am 9. Februar 2025 um 00:05

Weil’s so schön passt, nun ein Beitrag über den sechsten Kontinent, der von Wasser im eisigen Aggregatszustand gebildet wird: die Antarktis, offiziell Antarktika. Sie ist mit 14 Millionen Quadratkilometern größer als Europa (10 Millionen) und Amerika (9,4). Auf einem Plateau 3000 Meter über dem Meer liegt der Südpol. Noch bis 23. März steht in der Antarktis die Sonne am Himmel, dann wird es bis zum 21. September dunkel sein. Ich will mehr »

Baraya Barray – das Lied des Wals

web108 am 8. Februar 2025 um 01:37

Wer liest denn noch Gedichte? Dennoch und allem zum Trotz gib es vermutlich auf allen Kontinenten Enthusiasten, die auf schön gemachten Seiten Lyrik anbieten. Da ich länger auf dem Australien-Trip war, fiel mein Auge auf die Seite Red Room Poetry. Schauen wir uns die einmal an. Ich will mehr »

Meeres Stille – und das Tosen

web108 am 7. Februar 2025 um 01:48

Wie beim Feuer wollen wir uns auch beim Wasser von »Goethen« und Schiller helfen lassen. Ihnen blieb kein Phänomen verborgen. Zwei Auszüge, damit der Klassik genug getan sei. Doch dann hat es mich doch gereizt, den Anfang von Schillers Der Taucher in der Version von Heinz Erhardt darzubieten. Ich will mehr »

Tiefes Wasser

web108 am 6. Februar 2025 um 01:26

James Bradley, den das Pyrozän interessiert hat, ist eigentlich Romanautor und außerdem speziell interessiert an den Ozeanen. Vergangenes Jahr brachte der 1967 geborene Australier Deep Water heraus (Tiefes Wasser), ein Sachbuch. Kilian Quigley stellte das Buch in der SRB (Sydney Review of Books) vor. Nach dem Feuer das Wasser, fehlen nur noch die Erde und der Wind. Die Erdbeben von Santorini!  Ich will mehr »

Prometheus

web108 am 5. Februar 2025 um 02:22

Bei den Griechen der Antike brachte Prometheus den Menschen das Feuer und wurde dafür von Zeus bestraft, dem Obergott. Als ich bei Gustav Schwab nachlas, entdeckte ich verblüfft, dass Prometheus uns Menschen erschuf! Und dann das Gedicht Prometheus von Johann Wolfgang von Goethe, das mit den bekannten Worten anfängt »Bedecke deinen Himmel, Zeus …«. Das müssen wir interpretieren. Ich will mehr »

Wohltätige Macht

web108 am 4. Februar 2025 um 01:30

»Wohltätig ist des Feuers Macht« schreibt Friedrich Schiller in seinem Lied von der Glocke, und dann erläutert er ergänzend: »Wenn sie der Mensch bezähmt, bewacht.« Das Feuer gibt uns die Gelegenheit, mal wieder zu den Klassikern zurückzugehen. Schiller beschreibt zu Beginn, wie die Glocke werden soll; das Feuer dann ist nur eine Vorstellung: So könnte es schlimmstenfalls sein. Diese Gefahr steckt drin im Glockenguss.
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Leben im Pyrozän

web108 am 3. Februar 2025 um 00:34

James Bradley sprach in seinem Essay The Blazing World für die Sydney Review of Books über das Feuer. Leben wir bereits im Pyrozän? Stephen J. Pyne hat diese neue ökologische Epoche erfunden, und nach den Monsterbränden im Dezember und Januar bei Malibu, Pacific Palisades und Hollywood, dem »Palisade Fire«, klingt das ungeheuer aktuell. Bradley hat aber mehr zu bieten: Wir sollen das Feuer neu sehen lernen. Ich will mehr »