Erhöhung

web108 am 14. April 2021 um 00:36

Manchmal habe ich keine Lust, mich mit dem Blog zu beschäftigen. Also schau ich mir einen Film an. Ein neuerer russischer sollte es sein, aber ich kannte außer Tarkowski keinen Namen. Also schaute ich in eine Wikipedia-Liste und suchte mir eine Frau aus, die 1977 in Berlin den Goldenen Bären gewoonnen hatte: Larissa Schepitko mit ihrem Film Der Aufstieg.  Ich will mehr »

Augustus wird deutlich

web108 am 13. April 2021 um 00:17

Wir möchten manchmal einem Verstorbenen etwas erzählen. Und denen geht es genauso: Sie möchten sich mitteilen. Augustus Pearl Martin rief andauernd nach »Robbins«. Rector — der Kontrollgeist des Mediums Eleonora Piper — fing den Ruf auf und arrangierte ein Treffen mit Anne Manning Robbins und dem Medium. Das war fast zwei Jahre nach Martins Tod, an Weihnachten 1904. Die Geschichte erzählte Michael Tymn Anfang März in seinem Blog. Ich will mehr »

Adieu, Luci!

web108 am 12. April 2021 um 00:03

Abschied von Lucius Werthmüller, war die Überschrift einer Mail. Vielleicht hatte er sich vom Psi-Verein zurückgezogen; aber man weiß, was diese Formulierung heißt, ich wollte es nicht wahrhaben, doch es stimmt: Luci ist von uns gegangen, noch nicht 63 Jahre alt. Einmal im Jahr fuhr ich zu ihm, er kam herunter, lebende Energie und Lebensfreude, warmherzig und einfach erfrischend. Sein Tod erwischt einen kalt.  Ich will mehr »

Das Schnurren der Katzen

web108 am 11. April 2021 um 00:09

Nichts zu machen: Es geht noch einmal um Katzen. In einem Second-Hand-Bücherregal lächelte mich das schmale Buch Die Kunst zu schnurren von Eugen Skasa-Weiß an (1998). Er stellt seine eigenen Katzen vor, doch was er über zwei Katzen-Phänomene schrieb, fand ich am besten: über das Betreten (oder Verlassen) eines Zimmers und über das Schnurren, was der Mensch nicht kann. Ich will mehr »

Tier und Untier

web108 am 10. April 2021 um 00:25

Mir sind noch einmal zwei Stellen untergekommen, die von Katzen reden, und sie müssen den Katzengedichten folgen. Viele Besitzer schreiben ja viel und gern über ihre Katzen, doch auch kreative Geister und Denker schauten ihre Katze an und dachten sich etwas darüber. Die Passagen sind von dem deutschen Philosophen Martin Buber (1878-1965) und dem spanischen Autor Camilo José Cela (1916-2002). Ich will mehr »

Die Sphinx

web108 am 9. April 2021 um 00:16

Es gibt nach der neuesten Statistik 14,7 Millionen Katzen und 10,1 Millionen Hunde als Haustiere in Deutschland. Ich kenne im Heim ein paar Katzenfreundinnen, und denen schenke ich dann Kalender mit Katzen. Gerade bin ich auf drei nette Gedichte über Katzen gestoßen, also machen wir das mal! Ich will mehr »

Retrostauration

web108 am 8. April 2021 um 00:17

Da steht nun dieses unverständliche Wort und fordert eine Erklärung. Sie kommt gleich. Giovanni Guareschi (1908-1968) schrieb in seiner Reihe um Don Camillo und Peppone eine kleine Geschichte mit dem Titel Fahrraddiebe, angelehnt an den Film von Vittorio de Sica (1948). Es geht um ein gestohlenes Fahrrad und die überraschenden Folgen — und um die Kunst, ein Fahrrad zu retrostaurieren (Begriff von mir).  Ich will mehr »

… nun fahren Sie auch noch Veloziped!

web108 am 7. April 2021 um 00:03

Noch 1870 muss es unerhört und revolutionär gewesen sein, ein Veloziped zu fahren, vor allem in der russischen Provinz. Anton Tschechow erzählt davon in der Geschichte Der Mensch im Futteral, und da er sich oft an seine Schulzeit erinnerte, wird wohl das hölzernes Zweirad à la Drais gemeint gewesen sein, das man mit den Füßen antrieb: ein Laufrad. Der Lehrer Belikow nahm Anstoß … Ich will mehr »

Flugverkehr (117): Mit Geistesschnelligkeit

web108 am 6. April 2021 um 00:39

Vor zwei Wochen, also noch vor Ostern, fiel mir eine Passage aus dem Gottesdienst auf. Der Dienstag nach dem Passionssonntag war es; die Katholiken haben vor Ostern jeden Tag  Evangelium + Lesung, und bei den Geschichten aus dem Alten Testament geht es immer um Heilung oder Errettung aus Todesnähe (im Vorgriff auf Jesu Auferstehung). Also: Daniel wurde verleumdet und in die Löwengrube geworfen. Sechs Tage taten die hungrigen Löwen ihm nichts, und auch er war hungrig. Da griffen die Engel ein. Ich will mehr »

Ève Lavallière

web108 am 5. April 2021 um 12:44

Ich zögerte, nahm das Buch dann doch an mich. Barbara von Blarer erzählt »der Jugend« das Leben der französischen Schauspielerin Ève Lavallière (1866-1929), die nach großen Erfolgen ins Kloster ging. Sowas liest man rasch und fühlt sich danach erhoben. Aber ein Detail wollte mir nicht aus dem Sinn gehen, und ihm gehen wir gleich nach. Ich will mehr »