Vielleicht Liebe

web108 am 29. Januar 2026 um 00:47

Vieles könnte man nun noch anführen (morgen noch ein letzter Artikel), doch wir begnügen uns mit einem etwas elegischen Beitrag: über die Liebe. Die Lager sind Vergangenheit, doch gelitten wird vielerorts, sei es unter der Trauer über einen getöteten Angehörigen im Iran, sei es, dass sich jemand isoliert fühlt und nicht mehr ein noch aus weiß. Alle sind unsere Nächsten. Ich will mehr »

Selektion

web108 am 28. Januar 2026 um 00:42

Vergebt mir, es müssen doch noch 2 Artikel zu dem Thema sein, da Auschwitz gestern vor 80 Jahren befreit wurde. Nach ein paar Jahren Pause liest man wieder einmal in einigen Büchern und ist so entsetzt und abgestoßen, als wär’s das erste Mal. Im Osten Polens, weit weg, baute man die Vernichtungslager, und Güterzüge transportierten ab 1942 unentwegt Menschen dorthin. Ich will mehr »

Gedenken an die „Sonderbehandlung“

web108 am 27. Januar 2026 um 01:11

Sonderbehandlung heißt das Buch, das Filip Müller geschrieben hat und das 1979 veröffentlicht wurde. Dieses Wort bekam einen furchtbaren Klang, seit die Nationalsozialisten es als Umschreibung der Tötung von Juden im Gas verwendeten. Einmal hatte Müller, der für das Krematorium in Auschwitz-Birkenau zuständig war, keine Lust mehr und schleuste sich mit den anderen in die Gaskammer ein. Er wollte sterben. Ich will mehr »

Die verstaubte Gottheit

web108 am 26. Januar 2026 um 01:38

Wer ist mit der verstaubten Gottheit gemeint? Der Begriff stammt von dem französischen Literaturwissenschaftler und Soziologen Roland Barthes (1915-1980), und genau schrieb er (in dem Buch S/Z) »die etwas verstaubte Gottheit der Alten Kritik«, und damit meinte er den Autor (und die Autorin). Die Strukturalisten proklamierten damals den »Tod des Autors«. Wir sind also nochmals bei den Büchern. Ich will mehr »

Prag, München und die Bücher

web108 am 25. Januar 2026 um 01:05

Über Bücher hatte ich gar nicht schreiben wollen, obwohl sie mich immer verfolgen. Doch dann drängte sich mir das Thema auf, weil ich schöne Fotomotive in Prag und München fand. Es werden noch Bücher gelesen, im Hugendubel in München herrschte viel Betrieb, und da gibt es neben Romane und Krimis die seltsame Kategorie Bestseller. Wenn man damit zufrieden ist, was alle lesen. Ich will mehr »

Curandera

web108 am 24. Januar 2026 um 01:26

Auf Youtube gibt es den Film Curandera vom Februar 2025, den Alexia Kraft de la Saulx gedreht hat. Curandera heißt Heilerin, und es tritt auf die junge bezaubernde Tatiana Aya Tupinambá, die uns durch den 37 Minuten langen Film führt. Es geht um Heilpflanzen und das sagenhafte Ayahuasca, ein Rauschmittel, das getrunken wird.  Ich will mehr »

Libussa

web108 am 23. Januar 2026 um 00:14

Jetzt fliegen wir ganz weit zurück, 1000 Jahre unserer Zeit, und landen bei Libussa, der sagenhaften Stadtgründerin Prags. Damit endet fast unser Prag-Zyklus, der nicht allzu anspruchsvoll war, wie ich hoffe. In einer Legende von 994 wird eine Wahrsagerin erwähnt, die als Maßnahme gegen eine grassierende Seuche vorschlägt, eine Stadt zu gründen: Prag. Ich will mehr »

Die dunklen 40 Jahre

web108 am 22. Januar 2026 um 01:02

Die ČSSR, also die Tschechoslowakische Sozialistische Republik, gehörte 40 Jahre lang zum Ostblock und wurde von der Sowjetunion dominiert. Es waren dunkle Jahre. Der Prager Frühling wurde 1968 niedergeschlagen, und dann dauerte es noch einmal 20 Jahre, bis der Alptraum zu Ende war. Ich will mehr »

Alchemisten in Prag

web108 am 21. Januar 2026 um 01:21

Rudolf II. lud Alchemisten nach Prag ein. Dort ging es ihnen gut. Der Kaiser litt an diversen Krankheiten, für die er auf Heilung hoffte, und außerdem fehlte ihm noch etwas Anderes: Geld. Rudolf kaufte ja andauernd Gemälde und musste seine Gelehrten bezahlen. Jemand, der Gold macht, wäre da willkommen gewesen. Es gibt keine Informationen darüber, doch vermutlich hat es keiner geschafft. Ich will mehr »

Rudolf II.

web108 am 20. Januar 2026 um 01:38

Prag hat mir viel bedeutet. Meine Großväter haben mir ja ihre Namen aufgedrückt, ich heiße mit Vornamen Manfred Rudolf Maximilian, da wundern sich die Beamten der Passkontrolle immer: so lang! Rudi war mein Opa aus Oberschlesien, Maximilian der aus Landsberg am Lech. Und beide Namen haben mit Prag zu tun. Ich will mehr »