Geister in der Londoner U-Bahn

web108 am 10. Januar 2013 um 00:08

Heute vor 150 Jahren wurde die Londoner Untergrundbahn eröffnet, London Underground, die älteste U-Bahn der Welt. Sie wird auch die »Tube« (Röhre) genannt. Darüber kam gestern Abend auf CNN ein Bericht, und da fiel mir ein, dass ich ja noch Manuskript über die Unterwelt habe, mit schönen U-Bahn-Geistererscheinungen: wieder eines meiner nie erschienenen Werke. Ich verwende die Teile, die in London spielen. Ich holte sie mir aus dem Buch Railway Ghosts  von William Berry Herbert (1985).     Ich will mehr »

Wer warnt, gewinnt

web108 am 9. Januar 2013 um 00:24

Nun werden wir bald horrende Bilder auf den Zigarettenpäckchen sehen, damit die Raucher abgeschreckt werden. Ich weiß nicht, wie sie das mit Pfeifentabak handhaben, ich kaufe ja meine Mischungen immer in der Schweiz, da werden sie in neutrale Plastik-»Säckli« abgefüllt. Die Schweiz gehört ja nicht zur regelungswütigen EU. Aber: die Polizeipräsenz. Kürzlich standen zwei Beamte vor einem Kreisel und winkten die Auitofahrer heraus, die bei der Ausfahrt nicht geblinkt hatten. Kostet 40 Franken, so viel wie die Autobahnvignette für ein ganzes Jahr. Ich will mehr »

Uns aus der Seele gesprochen

web108 am 8. Januar 2013 um 01:09

Als erste Mahlzeit im Neuen Jahr verspeiste ich den Rest meiner Buchstabenpasta vom vergangenen Oktober. Damit ich weiter gut formuliere. Doch manchmal stelle ich hier Formulierungen anderer vor, damit ich nicht so viel Arbeit habe. Friedrich Nietzsche verrät uns in seinem Buch Menschliches-Allzumenschliches etwas Aus der Seele der Künstler und Schriftsteller. Das hat mich interessiert. Mit Seele ist hier Gemüt oder Wesen gemeint. Damit wären schon einmal Goethe und Nietzsche zu Wort gekommen, aber damit reicht es vorerst von der Hochkultur.      Ich will mehr »

Abflug der Seele

web108 am 7. Januar 2013 um 00:02

Kürzlich habe ich den Blog von Carla Wills-Brandon in meine Blogliste  aufgenommen. Die amerikanische Therapeutin hat 13 Bücher geschrieben, darunter zuletzt Heavenly Hugs: Comfort, Support, and Hope from the Afterlife und A Glimpse of Heaven. In ihren Beitrag vom 30. Dezember hat sie eine Geschichte aus Schweden eingebaut, in der drei Ärzte zusahen, wie die Seele eines gestorbenen Patienten entwich. Ich will mehr »

Eine Geschichte aus dem Morgenland

web108 am 6. Januar 2013 um 01:17

Noch im alten Jahr las ich in wenigen Tagen Die Kinder unseres Viertels von Nagib Machfus (1911−2006), dem ägyptischen Autor und ersten arabischsprachigen Literaturnobelpreisträger (1988). Er ist der einzige geblieben. Ich habe es gelesen, weil Giovanna meinte, es sei das beste Buch, das sie je gelesen habe, und das will ja einiges heißen. Die Kairo-Trilogie von Machfus kenne ich auch.  Ich will mehr »

Gemma, Milagros und Carolina

web108 am 5. Januar 2013 um 01:04

In den Schweizerischen Migros-Supermärkten sitzen oft Frauen aus vielen Ländern an der Kasse, und sie tragen Namensschilder, und manchmal fällt mein Blick darauf. Gemma Goethe vom Migros in Opfikon kennt mich schon, seit ich mich bewundernd über ihren Namen äußerte. Sie sagte, sie habe einmal einen Mann aus Graubünden geheiratet; hatte Goethe auf seiner Schweizer Reise 1775 eine schöne Begegnung, von der wir nichts wissen? Sie selber, Gemma, stammt von den Philippinen. Ich will mehr »

Roms Traum vom Weltreich

web108 am 4. Januar 2013 um 00:48

Ein Artkel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung über den Fußballklub AS Rom erregte meine Aufmerksamkeit und regte mich auf: beste Bedingungen für einen schnellen, dennoch grundsätzlichen Beitrag über Italien und den Fußball, der im Alltag dort eine große Rolle einnimmt. Nur in Spanien − so mein Eindruck vom vergangenen März− ist der Fußball noch wichtiger.   Ich will mehr »

Mit Goethe ins Jahr

web108 am 3. Januar 2013 um 01:59

Gerade war Italien dran, und jetzt gehen wir noch mit Johann Wolfgang Goethe ins Jahr. Ich blätterte kürzlich in seinen Gedichten, und er hat ja einige witzige Epigramme zu bieten, und Italien – das Land, in dem die Zitronen blüh’n — lag ihm auch am Herzen. Darum als erstes eins der Venetianischen Epigramme, geschrieben im Frühling und Sommer 1790, als er in Venedig Herzogin Anna Amalia abholen musste und sich dort ein wenig langweilte. Ich will mehr »

Die Agenda Monti für Italien

web108 am 2. Januar 2013 um 00:22

Mario Monti zieht nun doch in den Kampf und würde nach der Italien-Wahl vom 24. Februar das Land gern weiter regieren. Der unerschrockene Ritter hat seine Agenda per un impegno comune vorgelegt, für ein gemeinsames Werk. Sie hat 25 Seiten und trägt den Untertitel Italien verändern, Europa reformieren. Cambiare Italia − geht das denn? Ich will mehr »

Der erste Tag

web108 am 1. Januar 2013 um 00:15

Hätte ich Neujahr 2012 gedacht, dass ein Jahr später … Es gibt Jahre mit einem Quantensprung und verlorene Jahre, aber der Umlauf der Erde um die Sonne ist ja nur eine von uns gewählte Einheit; wir könnten zwei Jahre zusammenfassen oder fünf oder alle wegwerfen: Wir versuchen ja immer, uns zu verwirklichen, unser Wesen in diese Welt einzubringen; das Gute wollen wir bewirken, aber es klappt nicht immer, weil dunkle Kräfte dagegen sind. Auch 2013 versuchen wir es aufs Neue. Ich will mehr »