web108 am 18. Januar 2025 um 00:38
Im Psychologiegeschäft von heute werden Verhaltens- und Kognitionstherapie bevorzugt, weil man da etwaige Erfolge (angeblich) messen kann. Das lieben die Wissenschaftsversessenen. Die Psychoanalyse, das Geschöpf Sigmund Freuds, bleibt die Leerstelle und das große Rätsel. Christian R. Gelder hat Anfang Dezember 2024 in der »Sydney Review of Books« darüber geschrieben. Ich will mehr »
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web108 am 17. Januar 2025 um 01:00
Da vor mir lag lange ein beschriebenes Papier. Von einer Schreibmaschine beschrieben. Stammte das von mir? Es kam mir eher vor, als hätte vor 30 Jahren meine Mutter das getan, es waren die Typen ihrer Maschine. Ich frage mich, was sie sich gedacht hat, als sie das abtippte. Doch von ihrem Sohn war sie das gewohnt. Der las so seltsame Dinge. Ich will mehr »
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web108 am 16. Januar 2025 um 01:50
Was das wohl heißt? Nun, Génie ist eine Kurzform von Eugénie, und la Folle ist in der französischen Sprache die Verrückte. Es ist ein Roman, in dem die kleine Marie von ihrer Kindheit und ihrer Mutter erzählt, der schweigsamen Verrückten mit den leeren Augen auf dem Dorf in Nordfrankreich, nah am Meer. Die Autorin ist Inès Cagnati (1937-2007). Ihre Eltern stammten aus Venetien, also dem Nordosten Italiens. Ich will mehr »
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web108 am 15. Januar 2025 um 01:50
Verrückte schreibt man eigentlich nicht, aber Lea de Gregorio tut es: in ihrem Buch Unter Verrückten sagt man Du. Die Autorin ist noch jung, war zwei Mal in der Psychiatrie und schreibt darüber. Heute ist sie eine erfolgreiche Journalistin. Ihre Krisen waren wohl situationsbedingt und nicht genetisch angelegt, wie viele Leute (und auch Ärzte) es gerne hätten. Ich will mehr »
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web108 am 14. Januar 2025 um 01:25
Eigentlich hatte ich ein ganzes Buch über Sex im Jenseits schreiben wollen. Doch das Sammeln von Material hätte Jahre gedauert, denn dementsprechende Geschichten findet man nur eher zufällig, wenn man Hunderte Bücher liest. Aber einen Eindruck bekommen wir. Teil eins hier.
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web108 am 13. Januar 2025 um 00:12
Es fing mit dem Beitrag Ende der Ästhetik von Roger Behrens an, den ich beim Herumblättern in der jüngsten Zeitschrift der Schweizer Künstlervereinigung Visarte entdeckte, die den Grenzen der Kunst gewidmet ist. Behrens zitierte den Kapitalismus-Kritiker Mark Fisher, und sofort las ich alles von und über ihn, was im Internet zu finden war. Und endete bei der Musik, die uns vielleicht retten wird. Ich will mehr »
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web108 am 12. Januar 2025 um 01:03
Hatte ich völlig vergessen, das Kapitel Fragwürdigstes gegen Ende des Romans Der Zauberberg von Thomas Mann (1875-1955). Da wird der Meister okkult und verarbeitet die Erfahrungen, die er Anfang der 1920-er Jahre in München machte, als er in Bogenhausen an Séancen von Freiherr von Schrenck-Notzing (1862-1929) teilnahm. Ich will mehr »
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web108 am 11. Januar 2025 um 01:49
Nehmen wir uns den zweiten manipogo-Monat vor. Acht Beiträge will ich hervorheben; sie sollen nicht vergessen sein. Ich wolte mich zu Beginn einfach ausdrücken und meinen Passionen frönen: dem Übernatürlichen, dem Ungewöhnlichen, dem Unheimlichen. Da ich jedoch ein gründlicher Autor bin, ist manipogo zu einem verlässlichen Archiv des Paranormalen geworden, meine ich. Ich will mehr »
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web108 am 10. Januar 2025 um 01:09
Der neue Film von Pedro Almodóvar, The Room Next Door, bekam vergangenes Jahr beim Filmfestival von Venedig 17 Minuten Beifall, so viel wie kein anderer Beitrag. Und dann gab man ihm auch noch den Goldenen Löwen. Kann ich nicht ganz verstehen, nachdem ich den Film in Zürich gesehen habe. Ich fand ihn nicht gelungen. Ich will mehr »
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web108 am 9. Januar 2025 um 01:48
Vor zwei Jahren hatte ich das chinesische I Ging vorgestellt, unter dem Leitmotiv Orakel (was ihm etwas Unrecht tut). 64 Zeichen gibt es, die in einander übergehen; es geht um Verwandlungen. Doch steckt viel mehr darin, es ist ja ein Weisheitsbuch, das mit den grundlegenden Fragen begann und zu einem System führte. Ich finde es immer wichtiger, die Urtexte heranzuziehen statt etwas erklären zu wollen. Sie prägen sich besser ein. Ich will mehr »
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