web108 am 27. Juli 2022 um 00:45
Im Totenbuch der Tibeter gibt es eine drastische Passage über eine schreckliche Höllenerfahrung, die dadurch relativiert wird, dass man hört: Das alles sind deine Projektionen. Wie in Träumen? Verurteile ich mich selbst, aus einem düsteren Unbewussten heraus, und wie kann ich da gegensteuern? Ich will mehr »
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web108 am 26. Juli 2022 um 00:56
Es dauerte eine Weile, bis akzeptiert werden konnte, dass es negative Todeserfahrungen gibt. Wie gestern angedeutet, entsteht sofort ein Schuldgefühl beim Zeugen. Anders als bei Swedenborg jedoch deutet sich in den Geschichten eine mögliche Rettung an — wenn der oder die Betreffende sein Herz öffnet und gerettet werden will. Ich will mehr »
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web108 am 25. Juli 2022 um 00:21
Unlängst erzählte Raymond O’Brien einer faszinierten Luisa von seinen Todeserfahrungen (durch mehrmaligen Herzstillstand), von denen ihn eine ins Paradies trug mit schmeichelweichem Wind, die andere jedoch in ein Stadion, in dem alles grau war und durch das ein bösartiger Wind pfiff. War das ein Vorgeschmack der Hölle? Die Hölle selbst? Gibt es sie? Höllische Todeserfahrungen hat es immer gegeben. Ich will mehr »
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web108 am 24. Juli 2022 um 00:50
Zum Ende der Tour de France kommt heute ein Beitrag aus meiner im Mai schon einmal erwähnten Freiburger Kolumne, die Posers Para Page hieß, obwohl es darin auch ums Radfahren und Reisen ging, nicht nur ums Paranormale. Sie lief von Mai 1997 bis August 1998 in der eng begrenzten Community, die das Internet vor 25 Jahren war. Dieses Jahr begann die Tour in Kopenhagen, und den Osten Frankreichs ignorierte sie. Dafür wurden die Fahrer nach Lourdes geschickt. Ich will mehr »
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web108 am 23. Juli 2022 um 00:18
Vor 2 Wochen hatte manipogo doch Velozipedisches und dabei die Besprechung eines Buches angekündigt. François hatte nicht zu viel versprochen: Im Seitenwind von Urs Zimmermann (2001) ist wirklich ziemlich schräg: So schräg, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass es ein Nicht-Fahrrad-Tifoso zu Ende liest. Wer es tut, taucht in die Welt eines Ex-Fahrradprofis ein. Und da — in dessen innerer und äußerer Welt — geht es wild zu! Ich will mehr »
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web108 am 22. Juli 2022 um 00:21
Mannheim liegt auf dem vierten Platz in Deutschland, was den Ausländeranteil betrifft: 20 Prozent. Im Kanton Zürich sind es 27 Prozent. Offenbach hat sogar 37 Prozent, Frankfurt rund 30. So nähern wir uns der Welt-Community, aber neue Probleme nisten sich bei uns ein. Gute Filme bilden sie ab, und die Mannheimer Filmtage des Mittelmeeres von 13. bis 24. Juli sind (oder waren) ein Spiegel dafür. Ich will mehr »
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web108 am 21. Juli 2022 um 00:12
Eigentlich hatten wir vergangenen Samstag Meine geniale Freundin im Mannheimer Nationaltheater sehen wollen, die Fortsetzung der Aufführung von vor drei Jahren. Wir ruhten noch ein wenig im Hotelzimmer, als Franziska klopfte und fassungslos verkündete: »Die Vorstellung fällt aus!« Wir hatten uns so auf sie gefreut. Also mussten wir auf die Schnelle ein Alternativprogramm finden und landeten beim Open-Air-Kino, einem Film noir. Ich will mehr »
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web108 am 20. Juli 2022 um 00:28
Friedrich Nietzsche (1848-1900) gehört zum Beispiel nicht zu jenen »meisten Philosophen«, die gestern buddhistischerseits kritisiert wurden. Er war zwar ein Mann des 19. Jahrhunderts, doch so sehr Einzelgänger und Genie, dass er als ein moderner Philosoph gelten kann, der ewige Wahrheiten ablehnt, alles im Werden sieht und die Welt (wie die Buddhisten) für eine Illusion hält. Ich will mehr »
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web108 am 19. Juli 2022 um 00:27
Weisheit, Nirwana, Glück — darüber haben uns die wertvollen 366 Lesungen aus dem Buddhismus bereits etwas gesagt. Fehlt: die Liebe. Sie wird selten erwähnt. Distanziert soll sie sein, auf das Äußere soll sie keinen Wert legen und zur Anhaftung soll sie auf keinen Fall führen. Interessanter sind sicher die sprachkritischen Bemerkungen, von denen ich zwei gefunden habe. Ich will mehr »
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web108 am 18. Juli 2022 um 00:16
Glück schenkt einem die Stille der Einsamkeit — aber auch das Beisammensein mit Menschen, die gut sind. Das wissen wir. Die unerwartete Euphorie, die einen überschwemmt, wenn sich gewisse Menschen begegnen (oder die Bewegung, die auftritt, wenn sie sich trennen), zählt zu den kostbarsten Erfahrungen. Wir sollen keine Eremiten sein. Der Buddhismus (im Dhammapada) beschreibt das mit schlichten Worten. Ich will mehr »
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