Archiv der Kategorie 'Alte Wege'

Die heilige Lioba

Donnerstag, den 5. Januar 2017

In der Rubrik Große Frauen des Frühmittelalters behandeln wir heute die heilige Lioba, weil mir zufällig ein Buch über sie von Schwester Hieronyma Hieber in die Hände fiel. Immer wieder erstaunlich, welchen Rang Frauen im frühen Christentum einnehmen konnten und wie klug sie waren.

Freie Sicht

Freitag, den 30. Dezember 2016

Ein neues Jahr steht uns ins Haus. Nach dem Jahreswechsel blicken wir ins Freie, und hoffentlich in eine offene Zeit, in der alles geschehen kann. Die Freiheit ist kostbar. Frei sein heißt auch, auf etwas verzichten zu können. Wenn alle unbegrenzt alles nutzen, ist alles schon wieder vollgeknallt und zugemüllt. Darum im Neuen Jahr: gegen […]

Magri unter Italienern

Mittwoch, den 7. Dezember 2016

Vor vielen Jahren (etwa 2003) hatte ich die Via Tasso 155 in Rom besucht, berüchtigtes Gefängnis der Nazis in Rom 1943/44. Das Buch Una vita per la libertà von Mario Magri gekauft. Jetzt erst habe ich es herausgeholt und gelesen. Beklemmend.

Renzi und das Referendum

Montag, den 5. Dezember 2016

Und wieder eine Schicksalswahl. Italien stimmte über eine Reform ab, die den Senat, der die Gesetzgebung unendlich verschleppte, endlich auf eine normale Dimension gebracht hätte. Das war zu gewagt. Italien ist ja ein konservatives Land. So konnten die Bürger getrost ablehnen und damit gleich Matteo Renzi abschießen, ihren aufstrebenden Regierungschef, er nach seiner bitteren Niederlage […]

Werke der Dunkelheit

Montag, den 14. November 2016

Ein alter Spruch hieß »Im Dunkeln ist gut munkeln«. Und da geht gut auch mehr. »Die Nacht war eine fruchtbare Zeit für romantische Beziehungen jeder Art, trotz der rigorosen Verbote bezüglich sexueller Aktivitäten« ― so beginnt A. Roger Ekirch in dem Buch At Night’s Close (2004) seinen Abschnitt über die Liebe im Spätmittelalter.

Rom, Erinnerungen

Donnerstag, den 27. Oktober 2016

Wie oft Ende Oktober war ich wieder in Rom. Warm war’s, brüllende Autohorden auf den Straßen und grübelnde Touristenhorden in den Gassen. Ich lieh mir ein Rad aus und fuhr hinunter zum Tiber, wo mein Roman spielt, auch weil da wenig Menschen sind und die Vegetation langsam alles überwuchert.

Jüdische Witze

Donnerstag, den 15. September 2016

Der jüdische Witz zeigt immer wieder auf, »dass gerade in einer am eindringlichsten mit dem Handwerkszeug der Logik begriffenen Welt die Gleichungen, die ohne Rest aufgehen, nicht stimmen können«.  So schreibt Salcia Landmann, die 1963, in St. Gallen wohnend, eine Sammlung bei dtv herausbrachte, und das lässt an den letzten manipogo-Beitrag denken — und an […]

Eremiten

Freitag, den 26. August 2016

Zuviel Welt hatten wir vor einer Woche. Meine Vorstellung vom Rückzug nach Spanien. Aber dann geht man in die Bar, auf den Markt, ans Meer, zum Radfahren, lernt bald ein Dutzend Leute kennen und ist wieder mittendrin im Geschehen. Da ging es Mönchen, die als Eremiten leben wollten, ähnlich, wie mir das Buch Eremiten und […]

Der Meteorit von Ensisheim

Sonntag, den 14. August 2016

Am 7. November 1492 fiel aus dem Himmel ein 130 Kilogramm schwerer Gesteinsbrocken und bohrte sich in ein Feld bei Ensisheim im Elsaß. Die restliche Kugel, die noch 55 Kilo wiegt, ist im dortigen Stadtmuseum zu bestaunen. Nach meiner Auffahrt auf den Grand Ballon bin ich hin.

Electropolis

Freitag, den 12. August 2016

Mulhouse im Elsass hat ein Elektrizitätsmuseum, und ich war dort. Weil ich mich für Elektrizität interessiere und darüber ein Buch schreiben möchte. Wie in Mainz wurde ich gleich zu einer Vorführung geschickt: Elektrostatik. Da fliegen die Haare!