Archiv der Kategorie 'Mystik'

Jüdischer Friedhof Marrakesch

Sonntag, den 12. November 2017

Der Monat November gehört den Toten. Mein Schwertpunktthema! Elias Canetti (1905-1994) war Literaturnobelpreisträger 1981 und lebte zuletzt in Zürch. In seinem Buch  Die Stimmen von Marrakesch über eine Reise nach Marokko 1954 erzählt er von seinem Besuch auf dem israelitischen Friedhof dort.

Der Onkel aus Amerika

Freitag, den 10. November 2017

Die Firma Singer, 1851 gegründet, wurde zur größten Nähmaschinenfabrik der Welt. George Singer baute ab 1874 zwanzig Jahre lang in England Fahrräder, und Isaac Bashevis Singer – um ihn geht es – erhielt 1978 den Literatur-Nobelpreis als einziger jiddischer Autor, der über das untergegangene Ostjudentum schrieb.

Das Totenhemdchen

Donnerstag, den 2. November 2017

Ein schönes Märchen der Grimms ist Die Sterntaler, deren Hauptfigur, ein kleines Mädchen, zu einem christlich motivierten Striptease ansetzt, bei dem im Wald, wo’s eh egal ist, die letzte Hülle fällt; doch gleich hat es wieder etwas an und einen Haufen Goldtaler noch dazu. Doch wir schreiben November, darum etwas Trauriges.

Die Nymphen und Sylphen

Donnerstag, den 21. September 2017

Das erfolgreichste Buch Paracelsus‘ wurde erst nach seinem Tod veröffentlicht: Das Buch von den Nymphen, Sylphen, Pygmaen, Salamandern und den übrigen Geistern. Dichter der Romantik schöpften daraus 300 Jahre nach dem Medicus Inspiration. Und dann war ich zwischendurch am Geburtsort des Meisters in der Nähe von Einsiedeln und habe Fotos gemacht.

Angelus Silesius

Freitag, den 15. September 2017

Größtmögliche Nähe ist Verschmelzung, ist Identität. Jemand wird zu dem, was er betrachtet oder liebt. Das ist eine Erscheinung der Mystik, und im Barock gab es ein paar große Mystiker, zu denen der Schlesier Angelus Silesius zählt. Seine Epigramme sind kleine Juwelen.

Communitas

Sonntag, den 6. August 2017

Zum letzten Mal Material aus dem Buch Among the Healers. Wir kommen zu einem zentralen Begriff: Communitas. Von Paul Goodman in den 1960-er Jahren erstmals verwendet, griff Victor Turner den Begriff auf und füllte ihn neu mit Leben. Er steht für Liebe, Gemeinschaftlichkeit, Sympathie und Mitgefühl.

Fremdsein

Mittwoch, den 2. August 2017

Immer wieder blättere ich in dem Buch Gnosis von Hans Jonas herum. Es gibt bei mir ein paar Gedanken über das Fremde, die zusammengeführt werden wollen. Die Gnostiker, beheimatet im Orient in den ersten Jahrhunderten unserer Zeitrechnung, hielten sich für fremd in dieser Welt.

Ende Juli

Montag, den 31. Juli 2017

Mein Freund Helmut wird heute 62, dass das gesagt ist. Der Monat endet, und es nähert sich der 5. Geburtstag von manipogo. Gewaltige Sprünge bei den Abrufzahlen gab es nicht mehr; es ist ein solider Blog: mein Tagebuch.

Flugverkehr (69): Adler und Apachen

Sonntag, den 23. Juli 2017

Federica de Cesco, 1938 in Pordenone geboren, hat bislang 82 Kinderbücher geschrieben, für jedes ihrer Lebensjahre eins, dazu 14 Romane für Erwachsene und 6 Sachbücher. 100 Bücher! Ich möchte hier einen Auszug aus Milas Zauberlied (1997) vorstellen, in dem es um einen prominenten Vogel geht, den Adler.

Atmosphäre

Freitag, den 21. Juli 2017

Der einzige Zeuge ― ich wollte eigentlich über die Zeugenschaft schreiben und über  die Hegemonie totalitärer Gewalt, die Fremde ausgrenzt und zu rituellen Opfern macht, wie Carlo Levi das erläutert hat. Doch dann stieß ich auf die Tanzszene in dem Film Witness von 1986, und Erinnerungen wurden wach …